REINKARNATION

WAS UNS VERSCHWIEGEN WERDEN SOLLTE

 

 

ISBN 978-3-89201-273-3

Gabriele Verlag Das Wort GmbH
oder
im Buchhandel erhältlich

 

INHALT

Zur Einführung

Das Leben, das ich selbst gewählt

Woher kommen wir? Wohin gehen wir?

Reinkarnation – Urwissen der Menschheit

Die Verfälschung der Bibel und ihre Folgen

Reinkarnation in der Bibel

Der Bannfluch des Origenes

Die Folgen der Leugnung der Reinkarnation

Reinkarnation – ein „Automatismus“?

Der Geist Gottes wohnt in jedem Menschen

Die Natur gibt uns ein Beispiel

Sind wir Marionetten eines grausamen Gottes?

Woher kommt die Seele wirklich?

Freiheit heißt Verantwortung

Die Verantwortung der Eltern

Menschen begegnen sich nicht zufällig

Gott ist nicht schuld!

Was mich am Nächsten erregt, liegt meist auch in mir selbst

Warum greift Gott nicht ein?

Gott schenkt Freiheit – die Kirche lehrt „Muss“

Wohin geht die Seele?

Wie kommen wir heraus aus dem Rad der Wiedergeburt?

Was bewirkte Christus mit Seiner Erlösertat?

Anhang

* * *

 

DER KLAPPENTEXT

 

WOHIN GEHT DIE REISE MEINER SEELE?

 

Wo ist unsere Heimat? Sind wir in dieser Welt zu Hause? Oder sind wir nur auf der Durchreise, als mehr oder weniger geduldeter Gast? Ist die sichtbare Materie der Urgrund, der uns trägt – oder stammen wir woanders her? Immer schon kreisen Gefühle und Ahnungen der Menschen um die Fragen nach dem Woher und Wohin, dem Warum und Wofür. Selten jedoch wurden sie in solcher Klarheit und Eindeutigkeit beantwortet wie durch Gabriele, die Lehrprophetin und Botschafterin Gottes für unsere Zeit.

 

Ob es Reinkarnation, also die Möglichkeit wiederholter Einverleibungen, gibt oder nicht, ist kein Thema für esoterische Zirkel. Die Verdrängung dieses uralten, auch im frühen Christentum noch lebendigen Menschheitswissens durch die entstehende Machtkirche hatte fatale Folgen für die gesamte Geschichte der Menschheit bis heute. Umso wichtiger bleibt es, die Chance zu erfassen und zu nützen, die uns dieses Wissen bietet, sobald wir es in die Tat umsetzen. Die Gnade Gottes macht es möglich!

 

 

LESEPROBE

Der ersten 8 Kapitel

Seiten 7-35

(Methode des Zitierens: siehe Hinweis im Impressum)

Zur Einführung

Inneres Christentum

„Urchristentum – für oder wider?“ Unter diesem Thema fanden sich im Herbst 2007 einige Urchristen im Universellen Leben zusammen, um sich in einer Reihe von Gesprächsrunden über brennende Fragen der Zeit auszutauschen, etwa „Klimakatastrophe – ist diese Welt noch zu retten?“, oder: „Warum greift Gott nicht ein?“ Im Verlauf dieser Gesprächsrunden, die Gabriele, die Prophetin und Botschafterin Gottes in unserer Zeit, maßgeblich prägte, wurde das Weltgeschehen aus der Sicht des Inneren Christentums, der Inneren Religion des Jesus von Nazareth, beleuchtet, die mit dem äußeren Machtgehabe des Kirchen-Imperiums nichts gemein hat.

Sinn des menschlichen Lebens

Dabei geriet auch die Frage in den Blickpunkt, ob die Menschheit nicht gegenwärtig etwas „auslöffeln“ muss, was sie sich selbst eingebrockt hat. Diese Erkenntnis ist weit weniger erstaunlich als die Tatsache, dass nur so wenige Menschen sich bewusst zu sein scheinen, dass ihr zerstörerisches oder gleichgültiges Verhalten gegenüber der Natur und gegenüber ihren Mitmenschen nicht ohne Konsequenzen bleiben kann. Die offenbar weit verbreitete Einstellung „nach mir die Sintflut“ zeugt von einem fatalen Mangel an Einsicht in geistige Zusammenhänge, vor allem was den Sinn des menschlichen Lebens, seinen Ursprung und sein Ziel betrifft. Hier wurde wichtiges geistiges Wissen, das Jesus von Nazareth, unter anderem anknüpfend an die großen Propheten des Alten Bundes, auf diese Erde brachte, den Menschen vorenthalten.

Durchgangslager

Gabriele fasste einen wesentlichen Teil dieses Wissens mit dem Satz zusammen: „Wir spüren, dass wir nicht von dieser Welt sind, sondern dass die Welt nur ein Durchgangslager ist  für jeden von uns, gleich, ob er ein Bettler ist oder ein König. Wir spüren, dass wir aus dem Reich Gottes kommen und durch Christus, durch Seine Erlösertat wieder zurückkehren ins Vaterhaus, zu unserem wahren Sein, als reine Wesen der Liebe aus Gott.“

Wissen um das Leben

Was geschieht nach dem Leibestod des Menschen? Kann die Seele des Menschen sich erneut einverleiben – und unter welchen Umständen, mit welchem Ziel? Und wie verschwand das Wissen um das Leben nach dem Tod, um Karma und Reinkarnation aus dem christlichen Abendland? Diese Grundfragen der Menschheit sind gerade angesichts der weltweiten Klimakatastrophe von existentieller Bedeutung – denn sie entscheiden über unsere Einstellung nicht nur gegenüber unserem eigenen Leben, sondern auch gegenüber dem Leben um uns.

Geistiges Bewusstsein

Im Folgenden findet der Leser eine leicht gestraffte Zusammenfassung zweier Gesprächsrunden zu den Themen „Leben nach dem Tod“ und „Reinkarnation“. Aus den Beiträgen der teilnehmenden Urchristen entstand ein fortlaufender Text, der den Leser mit hineinnimmt in ein lebendiges Gespräch, in dessen Verlauf alle wichtigen Fragen nicht nur gestreift, sondern – durch das weit geöffnete geistige Bewusstsein Gabrieles – in einzigartiger Weise vertieft werden.

Marktheidenfeld, im April 2008

Gabriele-Verlag Das Wort

* * *

Das Leben, das ich selbst gewählt

Ehe ich in dieses Erdenleben kam,
ward mir gezeigt, wie ich es leben würde.
Da war die Kümmernis, da war der Gram,
da war das Elend und die Leidensbürde.
Da war das Laster, das mich packen sollte,
da war der Irrtum, der gefangennahm.
Da war der schnelle Zorn, in dem ich grollte,
da waren Hass und Hochmut, Stolz und Scham.

Doch da waren auch die Freuden jener Tage,
die voller Licht und schöner Träume sind,
wo Klage nicht mehr ist und nicht mehr Plage,
und überall der Quell der Gaben rinnt.
Wo Liebe dem, der noch im Erdenkleid gebunden,
die Seligkeit des Losgelösten schenkt.
Wo sich der Mensch, der Menschenpein entwunden,
als Auserwählter hoher Geister denkt.

Mir ward gezeigt das Schlechte und das Gute,
mir ward gezeigt die Fülle meiner Mängel,
mir ward gezeigt die Wunde, draus ich blute,
mir ward gezeigt die Helfertat der Engel.
Und als ich so mein künftig Leben schaute,
da hört´ ich ein Wesen die Frage tun:
ob ich dies zu leben mich getraute,
denn der Entscheidung Stunde schlüge nun.

Und ich ermaß noch einmal alles Schlimme -
„Dies ist das Leben, das ich leben will!“,
gab ich zur Antwort mit entschloss´ner Stimme
und nahm auf mich mein neues Schicksal still.
So ward geboren ich in diese Welt,
so war´s als ich ins neue Leben trat.
Ich klage nicht, wenn´s oft mir nicht gefällt,
denn ungeboren hab´ ich es ja bejaht.

(Unbekannt, wird Hermann Hesse zugeschrieben)

* * *

Wohin kommen wir?
Wohin gehen wir?

Viele Menschen stellen sich diese Fragen gar nicht mehr. Sie begnügen sich damit, dass sie von ihren Eltern gezeugt wurden und sich jetzt eben durchs Leben schlagen müssen, ohne sich viele Gedanken über den Sinn ihres Lebens zu machen. Man will erfolgreich sein und das Leben nach Möglichkeit genießen. Eines Tages wird man sterben. Was danach kommt, bleibt für die meisten im Dunklen – soweit sie überhaupt an ein Leben nach dem Tod glauben.

Gleichgültigkeit und Abstumpfung

Woher kommt eigentlich diese Gleichgültigkeit und Abstumpfung? Waren die kirchlichen Antworten auf die grundlegenden Fragen des Lebens so unerträglich, dass man lieber gar nicht mehr wissen wollte, woher man kommt und wohin man geht? Nach kirchlicher Lehre entsteht nämlich die Seele des Menschen bei der Zeugung. Was aus dieser Seele dann wird, entscheidet sich im Laufe eines mehr oder weniger kurzen irdischen Lebens. Wurde das Kind in die Kirche hineingetauft, so hängt angeblich alles davon ab, ob es als Heranwachsender und als Erwachsener den kirchlichen Lehren folgt und die von den Priestern angebotenen Sakramente empfängt. Geschieht dies nicht, droht der Seele unweigerlich ewige Verdammnis:

„Wer nicht die ganze kirchliche Überlieferung annimmt, die geschriebene wie die ungeschriebene, der sei ausgeschlossen.“
(Neuner-Ross, „Der Glaube der Kirche in den Urkunden der Lehrverkündigung“, Randnummer 85)

Und wer „ausgeschlossen“ ist, der landet nach katholischer Lehre im ewigen Höllenfeuer: Die Kirche

„… glaubt fest, bekennt und verkündet, dass niemand außerhalb der katholischen Kirche, weder Heide noch Jude noch Ungläubiger oder ein von der Einheit Getrennter – des ewigen Lebens teilhaftig wird, vielmehr dem ewigen Feuer verfällt, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist, wenn er sich nicht vor dem Tod (der Kirche) anschließt.“
(ebd. Randnummer 81)

Drohbotschaft

Auch wenn man diese unglaubliche Drohbotschaft nicht ernst nimmt, bleibt es doch absurd, dass 70 oder 80 Jahre irdischen Daseins über eine ganze Ewigkeit entscheiden sollen. Genauso absurd erscheint es, dass eine unsterbliche Seele durch sterbliche Eltern geschaffen werden soll.

 

Reinkarnation
Urwissen der Menschheit

Die Kirche hat kein Rückgrat

Viel einleuchtender ist da die Lehre von der Reinkarnation. Der Glaube an die Wiedergeburt ist so alt wie die Menschheit. Er gehört – nach dem Psychologen C.G. Jung – zu den „Archetypen“ des Menschheitswissens. Mehr als die Hälfte der Menschheit hält das Gesetz von Ursache und Wirkung und den Gedanken, dass man sich mehrmals einverleiben kann, für eine völlig natürliche Sache. Er ist in allen Kulturkreisen zu finden – keineswegs nur im Osten, also z.B. im Buddhismus und Hinduismus, wie viele meinen. Die sogenannten christlichen Kirchen verurteilen die Reinkarnation als östliche Lehre – nehmen andererseits aber die Meditationstechniken der östlichen Religionen und speisen sie in ihre Institution ein. Daran wird deutlich: Die Kirche hat kein Rückgrat.

Zur Zeit Jesu

Sie liegt außerdem mit ihrer Behauptung falsch. Der Gedanke der Reinkarnation war Teil der griechischen Philosophie, bei Pythagoras, bei Platon; er war in Ägypten vorhanden, und es gab und gibt auch immer wieder große Geister und Dichter und Denker, die selbstverständlich davon ausgehen, dass wir öfters auf Erden leben dürfen, um uns zu läutern. Zur Zeit Jesu war der Reinkarnationsgedanke auch im jüdischen Volksglauben zu finden. Der jüdische Religionswissenschaftler Schalom Ben Chorin schreibt:

 „Der Gedanke der Wiedergeburt ist im Judentum der Zeit Jesu offensichtlicher Volksglaube … So hielten die Leute Jesus für einen der alten Propheten, der wiedergekommen ist (Luk 9, 8 u. 19). Im Talmud finden sich oft merkwürdige Notizen, die auf einen Seelenwanderungs- oder Wiedergeburtsglauben schließen lassen, wie etwa die Bemerkung: < Mordechai, das ist Samuel>. Hier will gesagt sein, dass der Jude Mordechai, der Onkel der Königin Esther, eine Wiedergeburt des Propheten Samuel war …“

Urchristentum

Auch in der Zeit des Urchristentums gingen noch zahlreiche Schriften von Hand zu Hand, in denen wie selbstverständlich vom Reinkarnationsgedanken ausgegangen wurde. So z.B. in der Pistis Sophia, einem der apokryphen (= verborgenen) Evangelien, nach welchem Jesus im Zusammenhang mit der Rückkehr einer Seele aus dem Jenseits in einen menschlichen Körper davon spricht, dass die Seele einen „Becher mit dem Trunk des Vergessens“ trinkt.

 

Die Verfälschung der Bibel und ihre Folgen

Machtkirche

Diese Schriften wurden jedoch, wie viele andere, nicht in den offiziellen Kanon der kirchlichen Bibel aufgenommen. Die entstehende Machtkirche, die Jesus von Nazareth nicht gegründet hat, begann erstmals gegen Ende des 2. Jahrhunderts damit, bestimmte Texte anderen vorzuziehen. Erst Ende des 4. Jahrhunderts wurde dieser Prozess der gezielten Auswahl (Kanonisierung) abgeschlossen.

Hieronymus der Bibelschreiber

Im Jahre 383 erhielt Hieronymus (345-420) der Bibelschreiber, den Auftrag von Papst Damasus I., einen einheitlichen lateinischen Bibeltext zu erstellen. Es entstand die sogenannte Vulgata, die lateinische Bibel, die bis heute dem allzu leichtgläubigen Volk als fehlerloses Wort Gottes „verkauft“ wird. Hieronymus hatte jedoch alles andere als eine einheitliche Textgrundlage. Man kennt derzeit ca. 4860 griechische Handschriften des Neuen Testamentes, von denen keine zwei im Text übereinstimmen. Theologen zählen heute ca. 100.000 verschiedene Varianten. Hieronymus, der bei seiner Arbeit etwa 3.500 Stellen in den Evangelien änderte, schrieb damals an den Papst:

„ Wird sich auch nur einer finden, der mich nicht … lauthals einen Fälscher und Religionsfrevler schilt, weil ich die Kühnheit besaß, einiges in den alten Büchern, den Evangelien, zuzufügen, abzuändern oder wegzulassen?“

Präexistenz der Seele

Doch was ließ er weg, was fügte er hinzu? Und was änderte er ab? Man muss davon ausgehen, dass Hieronymus – einerseits unter dem Druck seines Auftraggebers, des Papstes, anderseits in dem Bestreben, diesem zu gefallen und in der Kurie weiter Karriere zu machen – vieles von der Lehre der frühen Christen, das noch bis zum 4. Jahrhundert weit verbreitet war und von dem auch Hieronymus wusste, unterschlug. Es geht vor allem um das Wissen der Reinkarnation und der Präexistenz der Seele. Hieronymus wusste sehr wohl, dass die Wiederverkörperung Bestandteil der frühchristlichen Lehre war. In einem Brief schreibt er über den frühchristlichen Weisheitslehrer Origenes (185-254), dass nach dessen Lehre die Seele des Menschen „ihren Körper wechselt“. (Epistula 16) Und in einem anderen Brief findet sich die Aussage:

„Die Lehre von der Wiederkehr wurde zu den allerersten Zeiten … verkündet als ein überlieferter Glaube“.

Vegetarische Ernährung

Ein weiteres Beispiel: Hieronymus war auch die Bedeutung der vegetarischen Ernährung im frühen Leben der ersten Christen bekannt. Dieser Aspekt fand ebenfalls keinen Eingang in die offiziellen Bibeltexte. Und das, obwohl Hieronymus selbst Vegetarier war und bezeugte:

„Der Genuss des Tierfleisches war bis zur Sintflut unbekannt; aber seit der Sintflut hat man uns die Fasern und stinkenden Säfte des Tierfleisches in den Mund gestopft. Jesus Christus, welcher erschien, als die Zeit erfüllt war, hat das Ende wieder mit dem Anfang verknüpft, sodass es uns jetzt nicht mehr erlaubt ist, Tierfleisch zu essen.“

An anderer Stelle heißt es im gleichen Brief:

Und so sage ich euch: wenn ihr vollkommen sein wollt, dann ist es förderlich, … kein Fleisch zu essen:“

Historische Bibelfälschung

Die historische Bibelfälschung der Kirche, die in Hieronymus ihren Höhepunkt fand, hat die Menschheit in einen Abgrund geführt, der sich gerade heute immer mehr auftut. Mit der Unterschlagung dieses und anderen alten urchristlichen Wissens hat für alle Lebewesen auf dieser Erde und auch für die Erde selbst eine unvorstellbare geistige Katastrophe ihren unheilvollen Lauf begonnen, die bis in die Gegenwart unser aller Leben beeinflusst. Denn wie wäre die Geschichte wohl verlaufen, wenn ein Großteil der Menschheit gewusst hätte, dass negative Taten in diesem oder in einem weiteren Erdenleben auf den Urheber zurückfallen können, sofern dieser nicht rechtzeitig bereut und um Vergebung bittet? Hätte es dann z.B. so viele Kriege „im Namen Gottes“ gegeben – oder die hemmungslose Ausbeutung der Natur, deren Auswirkungen wir heute erleben?

 

Reinkarnation in der Bibel

Manipulationen

Trotz der massiven Manipulationen an den Bibeltexten ist zwischen den Zeilen noch einiges erhalten geblieben, was dem aufmerksamen Betrachter so manchen Hinweis auf die Tatsache der Reinkarnation und die Präexistenz der Seele geben kann. Vielleicht hat man diese Stellen übersehen? So wird im Buch der Weisheit (Kap. 2) geschildert, welche „verkehrten Gedanken“ die „Frevler“ haben, also jene Menschen, die sich von Gott abwenden. Ein solcher „verkehrter Gedanke“ ist demnach der folgende:

„Unsere Zeit geht vorüber wie ein Schatten, unser Ende wiederholt sich nicht; es ist versiegelt, und keiner kommt zurück.“

Umkehrschluss

Im Umkehrschluss heißt das: Es ist ein „richtiger“ Gedanke, dass jemand nach dem irdischen Tod wieder zurückkommen kann. Im selben Buch (Weish. 8, 19) findet sich auch ein klarer Hinweis auf die Präexistenz der Seele. Salomo, der Verfasser dieses Teils der Bibel sagt über sich:

„Ich war ein begabtes Kind und hatte eine gute Seele erhalten, oder vielmehr: gut, wie ich war, kam ich in einen unverdorbenen Leib.“

Johannes der Täufer

Auch im Neuen Testament gibt es Hinweise auf die Reinkarnation. So sagt Jesus über Johannes den Täufer:

Doch ich sage euch: Elia ist schon gekommen, aber sie haben ihn nicht erkannt, sondern haben mit ihm getan, was sie wollten.“ (Matthäus. 17,12)

An anderer Stelle frage Jesus seine Jünger:

„Für wen halten die Menschen mich, Jesus von Nazareth, den Menschensohn?“

Und seine Jünger antworteten:

„Die einen halten dich für Elias, die anderen für Jeremias oder einen anderen Propheten.“ (Mt. 16, 13f)

Die Zeitgenossen Jesu gingen also als Juden davon aus, dass der Mensch mehrmals inkarnieren kann.

Im Jakobusbrief (3,6) findet sich im griechischen Originaltext sogar der Begriff „Rad der Geburt“:

„Die Zunge ist der Teil, der den ganzen Menschen verdirbt und das Rad der Geburt in Brand setzt.“

Das heißt: Wenn wir unsere Zunge nicht im Zaum halten, so setzen wir Ursachen, die weitere Einverleibungen nach sich ziehen können. Doch wer jetzt seine Bibel aufschlägt, wird eine Überraschung erleben: Der Begriff wird einfach irreführend übersetzt, von Luther z.B. mit: „die ganze Welt“, oder in der Einheitsübersetzung mit: „das Rad des Lebens“.

(Weitere Beispiele finden sich in der Zeitschrift: „Der Theologe, Nr.2 „Reinkarnation“, www.theologe.de/theologe2.htm)

Fälschung

Spricht man Theologen auf solche Hinweise an, so verweisen sie meist auf eine Stelle im Hebräerbrief (9,27), die, wie sie behaupten, eindeutig gegen die Reinkarnation spreche:

„Und wie es dem Menschen bestimmt ist, ein einziges Mal zu sterben, worauf dann das Gericht folgt, so wurde auch Christus ein einziges Mal geopfert, um die Sünden vieler hinwegzunehmen; beim zweitenmal wird er nicht wegen der Sünden erscheinen, sondern um die zu retten, die ihn erwarten.“

Doch gerade diese Stelle erweist sich bei genauerer Betrachtung als Fälschung mit nachträglichen Einschüben:

„ein einziges Mal … geopfert … Sünden hinwegnehmen …“.

Nimmt man nämlich diese Einschübe wieder heraus – und übersetzt grammatikalisch genauer, so erscheint der Satz mit einem vollkommen anderen Sinn:

„Und wie lange es den Menschen bestimmt ist zu sterben, nach diesem aber ein Gericht, so lange wird auch Christus erscheinen, den ihn Erwartenden zum Heile.“

Gotterfülltes Leben

Das bedeutet: Solange der Mensch stirbt, solange er also an das Rad der Wiederverkörperung gebunden ist, so lange wird Christus ihm bei diesem Vorgang beistehen, sofern er sich durch ein gotterfülltes Leben auf ihn ausrichtet. Aus einem angeblichen Beweis gegen die Reinkarnation wird durch logische Schlussfolgerung plötzlich ein weiterer Beleg für sie! Denn ohne den Gedanken der Wiederverkörperung hätte der Halbsatz: „ … wie lange es den Menschen bestimmt ist zu sterben…“ kaum einen Sinn.

 

Der Bannfluch gegen Origenes

Komplott der Priesterkaste

Wie lebendig die  Lehre von der Wiederverkörperung im frühen Christentum war, ehe sie einem Komplott der Priesterkaste zum Opfer fiel, zeigt sich exemplarisch an dem bereits erwähnten großen frühchristlichen Lehrer Origenes (185-254). Er war ohne Zweifel der bekannteste und bedeutendste Gelehrte des christlichen Altertums. Sein Wissen und Leben hat über drei Jahrhunderte den gesamten Mittelmeerraum geistig erhellt.

Origenes

Origenes, genannt „der Diamantene“, war beispielsweise der erste, der die Schriften des Alten Testamentes und die ihm zugänglichen Evangeliumstexte einem kritischen Textvergleich unterzog und dazu Übersetzungen in verschiedenen Sprachen miteinander verglich. Er war darin (und in vielem anderen) der Wissenschaft um etwa 1.700 Jahre voraus.

Christenverfolgung

Wie viele andere Urchristen wurde auch Origenes Opfer der Christenverfolgung, die Kaiser Decius im Jahre 250 über das ganze Reich verhängte. Er starb vier Jahre später an den Folgen der erlittenen Folter. Origenes wusste noch, wie alle Urchristen, um die Reinkarnation. In seinem Johanneskommentar schreibt Origenes, dass der „Begriff der Reinkarnation durchaus einleuchtend sei.“

Und in seinem Kommentar zur biblischen Geschichte von Jakob und Esau heißt es:

„Wir müssen annehmen, dass er (Jakob) aufgrund von Verdiensten eines früheren Lebens … dem Bruder vorgezogen wurde.“

Zeitzeugen

Auch die Präexistenz der Seele gehörte zu dem Wissen, das Origenes verbreitete. Lassen wir einen Zeitzeugen des Origenes (185-254) sprechen. Bischof Kyrill von Alexandria berichtet:

„Denn er (Origenes) sagt, dass die Seelen vor den Körpern existieren und aus der Heiligkeit in böse Begierden verfielen und von Gott abfielen; aus diesem Grunde habe er sie verurteilt und eingekörpert, und sie seien im Fleische wie in einem Gefängnis.“

Umpolung des Urchristentums

Origenes lebte jedoch bereits in einer Zeit, in der die Umpolung des Urchristentums zu einer auf äußeren Ritualen und aus dem Heidentum übernommenen Bräuchen aufgebauten Machtinstitution in vollem Gange war. Schon zu Lebzeiten wurde er stark angefeindet – und nach seinem Tod wurden seine Positionen immer wieder zum Gegenstand erbitterter Meinungskämpfe, wobei sogar seine Fürsprecher seine ursprünglichen Aussagen mehr und mehr aus den Augen verloren. So gibt sein späterer Übersetzer (aus dem Griechischen ins Lateinische) Rufinus (345-410) selber zu:

„Das, was den sonstigen Äußerungen des Origenes und unserem Glauben zuwider schien, habe ich nicht übersetzt, sondern als von anderen eingefügt und verfälscht übergangen“ und: „anderes zur Erläuterung hinzugefügt, was wir in anderen Büchern von ihm über die gleiche Sache klarer gefasst sahen.“

Systematisch vernichtet

Die Schriften des Origenes waren gegen Ende des 4. Jahrhunderts bereits verfälscht und wurden zudem von Kirchenvertretern systematisch vernichtet. Von seinen Originalschriften existieren heute nur noch kümmerliche Reste. Dennoch verbreitete sich die Lehre des Origenes über Arius (ca. 260-336) und Wulfila (313-383) als sogenannter „Arianismus“ über weite Teile Europas. Diese „Ketzerei“ war der Kirche ein Dorn im Auge. Sie stachelte den oströmischen Kaiser Justinian (ca. 482-565) dazu auf, gegen die arianisch gesinnten Ostgoten in Italien Krieg zu führen und sie fast vollkommen auszurotten. Zur Vorbereitung dieses Vernichtungskrieges ließ Justinian auf einer Synode der Ostkirche 543 in Konstantinopel die Lehre des Origenes, soweit sie damals noch bekannt war, in neun martialisch klingenden Bannflüchen verbieten, die in dem Satz endeten:

„Der Bannfluch treffe Origenes … sowie alle seine abscheulichen und fluchwürdigen sonstigen Lehren wie auch einen jeden, der solches denkt oder verteidigt oder es in irgendeinem Punkt zu irgendeiner Zeit zu vertreten wagt.“

Keine ewige Verdammnis

Die Reinkarnation wurde in diesem Verfluchungen zwar nicht ausdrücklich erwähnt, wohl aber die Präexistenz der Seele und die „Wiederherstellung aller Dinge“, also die Lehre, dass alle Menschen und alle Seelen einst wieder bei Gott sein werden, dass es also keine „ewige Verdammnis“ gibt. Damit hatte man der frühchristlichen Reinkarnationslehre den Boden entzogen. Und warum geschah das? Weil der Glaube an die Reinkarnation den Menschen von allen Dogmen und kirchlichen Gesetzen entbindet. Zehn Jahre später wurden die Bannflüche, um weitere sechs ergänzt, im Umfeld von Konstantinopel (553) nochmals bekräftigt.

 

Die Folgen der Leugnung der Reinkarnation

Die Wahrheit der Himmel

Damit war die Wahrheit der Himmel offiziell für längere Zeit ausgelöscht. Hätte Hieronymus das urchristliche Wissen um die Reinkarnation, das sowohl in den Schriften des Origenes als auch in den apokryphen Evangelien enthalten ist, mit in die Bibel aufgenommen und dem westlichen Kulturkreis erschlossen, so wären die letzten 1.700 Jahre sicherlich ganz anders verlaufen.

Feuer und Schwert

Die Menschheit würde ganz andere, höhere ethisch-moralische Werte im täglichen Leben verwirklichen. Denn das Wissen um Reinkarnation und um das Gesetz von Saat und Ernte schließt das Verantwortungsbewusstsein für das eigene Leben und Verhalten mit ein. Vielleicht wäre die Erde schon ein Paradies und Jesus, der Christus Gottes, hätte Sein uns angekündigtes Friedensreich schon wahrgemacht, weil die Menschen nach Seiner Lehre und nach Seinen Geboten gelebt hätten. Doch statt der Lehre von der Reinkarnation und der Liebe Gottes zu Seinen Kindern, statt der Lehre, dass Gott in jedem von uns selbst wohnt und in allen Dingen des Lebens ist und dass die Erde eine Bewährungsstätte für gefallene Seelen ist – so, wie es Jesus, der Christus, Seine Jünger und somit auch uns lehrte –, wurde eine äußere Lehre voller blutrünstiger steinzeitlicher Opferkulte und die Lehre der ewigen Verdammnis und eines strafenden, grausamen Gottes von der Kirche verkündet. Das Papsttum wurde etabliert, das Christus nie wollte, und der Menschheit wurden mit Gewalt, mit Feuer und Schwert, die Fälschungen in der Bibel und auch das Papsttum aufgezwungen.

Verfälschung der Wahrheit

Diese Weichenstellungen, veranlasst von der herrschenden Priesterkaste und den ihr hörigen weltlichen Führern, dem Adel und den Politikern, widersprechen bis heute dem Wirken des Christus Gottes und dienen somit nicht Gott, sondern seinen Widersachern. Die grobe Verfälschung der Wahrheit seitens der Kirche hat zweifellos das Bewusstsein der abendländischen Bevölkerung – und über diese das Bewusstsein großer Teile der Menschheit insgesamt – nachhaltig geprägt, ja quasi vergiftet.

Das Unheil begann

Das Unheil begann damit, dass die Priesterkaste das Prophetische Wort zum Schweigen brachte, das in den urchristlichen Gemeinden noch lebendig war:

„Wir haben desto fester das prophetische Wort, und ihr tut wohl, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint in einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in eurem Herzen.“ ( 2 Petr 1,19)

Die Machtergreifung der Priesterkaste

Die Machtergreifung der Priesterkaste und damit die Umpolung des Urchristentums in sein Gegenteil hätte wohl kaum gelingen können, wenn in den Jahrhunderten zuvor die Menschen an die Prophetie der Propheten im Alten Bund, im Alten Testament, geglaubt und wenn sie das getan hätten, was Gott durch die wahren Propheten im Alten Testament lehrte. Dann hätte die Kirche später nicht diese Macht gehabt. Aber man verfolgte seit jeher die Propheten, brachte viele um und weiteres mehr. Jetzt ist von ihnen in den Büchern der Institutionen Kirche zu lesen. Sie stehen in den Büchern – aber es wird nicht gelebt, was sie gelehrt haben. So wäre die Frage angebracht: Lehrt die Kirche das, was Jesus gelehrt hat?

Verhöhnung des Jesus des Christus

Im Gegenteil: Jesus hängt in den Kirchen am Kreuz als Leichnam. Das ist nichts anderes als eine Verhöhnung des Jesus, des Christus, Dessen also, der ja uns allen den Sieg, das Leben, gebracht hat und die Auferstehung in jedem Herzen, das sich ihm zuwendet. Das Kreuz mit Korpus, das den ersten Christen unbekannt war, dient den Gegensatzkräften als ein Symbol für Seine scheinbare, angebliche Niederlage. Jesus lehrte die Feindesliebe; Er warnte davor, Schätze dieser Welt anzuhäufen, die Motten und Rost fressen; weder setzte Er Priester ein, noch taufte Er Säuglinge. Er lehrte auch:

„Ihr sollt niemanden <Vater> nennen auf Erden, denn Einer ist euer Vater, Der im Himmel ist.“

Das war die Lehre des Jesus des Christus. Christus sprach am Kreuz:

„ Es ist vollbracht.“

Die Kraft der Erlösung

Es ist getan. Er hat uns Menschen das Licht des Vaters, die Kraft der Erlösung gebracht. Was will denn noch die Kirche? Wozu dann noch die Sakramente? Wozu das Anbeten von Monstranzen, von Heiligenfiguren, das Anbeten von Reliquien, die Anrede eines Menschen als „heiliger Vater“, das Küssen des Ringes, an dem so viel Blut von Menschen – und auch von Tieren – hängt? „Es ist vollbracht“?

Unermessliche Schuld

Auch hier stellt sich die Frage: Welch eine unermessliche Schuld muss auf dieser Kirche lasten? Wie viele Kriege wären nie geführt worden? Wie viel Leid wäre der Natur und den Tieren erspart geblieben? Hätten die Lehre der Inkarnation und die Einsicht, dass das, was der Mensch sät, auch wieder auf ihn zurückkommt, schon frühzeitig, in den ersten Jahrhunderten nach Christi Erdengang, in die Herzen der Menschen Einzug gehalten – wie würde die Erde heute aussehen? Müssten wir dann, wie heute, von der Zerstörung des Planeten sprechen?

Gabriele, Gottes Lehrprophetin

Doch die Zeit ist gekommen, in der der Christus Gottes im Prophetischen Wort, gegeben durch Gabriele, Gottes Lehrprophetin und Botschafterin für diese Zeit, der Menschheit das Wissen um die Reinkarnation erneut geschenkt und nahegebracht hat. Seit über 30 Jahren spricht Gott, der allmächtige, gütige Vater, wieder zu seinen Kindern. Und Er hat uns, wie Jesus vor 2.000 Jahren angekündigt hatte, durch das Prophetische Wort in alle Wahrheit geführt, so weit, wie Menschen sie verstehen können.

Grundfragen des Daseins

Die Botschaft des Christus-Gottes-Geistes für alle Menschen dieser großen Zeitenwende, Seine Lehren durch Gabriele, enthalten umfassende Antworten zu den Grundfragen des Daseins, z.B.: Leben wir öfter auf Erden? Wenn ja, warum und wozu? Woher kommt unsere Seele? Mit welchen Eigenschaften ist sie ausgestattet, wenn sie sich einverleibt? Und wohin geht sie, wenn sie ihr körperliches Gefährt abstreift? In welchem Zustand befindet sie sich dann? Und: Wohin führt die Reise unserer Seele? Welchem Ziel strebt sie zu?

 

ENDE DER LESEPROBE

* * *

 

LESEPROBE

aus

Das ist Mein Wort
Kapitel 69

Seiten 752 – 760

(Methode des Zitierens: siehe Hinweis im Impressum)

 

Das ist Mein Wort

 

 

Das Evangelium Jesu

ISBN 978-3-89201-271-9

Erhältlich im

Gabriele-Verlag

oder im Buchhandel

 

LESEPROBE
Kapitel 69

Seiten 752 – 760

(Methode des Zitierens: siehe Hinweis im Impressum)

 

ÜBER TOD, WIEDERGEBURT UND LEBEN

 

I N H A L T

 

1-2
Die Wiedergeburt im Geiste Gottes befreit von der Wiederverkörperung.

 

3-4

Über das Rad der Wiedergeburt – die Schattenseelen – Die Seele findet erst Ruhe, wenn alle Sünden getilgt sind – Sündentilgung auf Erden leichter und schneller als im Seelenreich.

 

5-6

Das Wort des Menschen ist das Wort des Irrtums

 

7-10

Das Wirken des Vater-Mutter-Prinzips in den Dualen

 

11-13

Wer guten Willens ist, versteht und erfüllt das Gesetz des Lebens und wird frei von Irrtümern.

 

 

1-2
Die Wiedergeburt im Geiste Gottes befreit von der Wiederverkörperung

 

1.

Als Jesus mit Seinen Jüngern an der Westseite des Tempels saß, siehe, da trugen die Leute einen Toten auf einer Bahre, um ihn zu begraben, und einer sagte zu ihm: „Meister, wenn ein Mensch gestorben ist, wird er wieder leben?“

2.

Und Er antwortete und sprach: „Ich Bin die Auferstehung und das Leben, Ich Bin das Gute, das Schöne, das Wahre, und wer an Mich glaubt, der wird nimmermehr sterben, sondern ewig leben. So wie in Adam alle sterben, so werden alle in Christus wieder lebendig werden.  Gesegnet seien, die in Mir sterben und Mir vollkommen gleich geworden sind; denn sie ruhen aus von ihrer Arbeit, und ihre Werke folgen ihnen nach. Sie haben das Böse überwunden und sind zu Pfeilern des Tempels Meines Gottes gemacht worden, und sie gehen nicht mehr heraus; denn sie werden in der Ewigkeit bleiben.

 

Ich, Christus,

erkläre, berichtige und vertiefe das Wort:

 

In Adam sterben

 

„… in Adam sterben“ heißt, in der Sünde sterben. In Christus auferstehen heißt, von der Sünde entbunden sein durch Reue, Vergebung, Bitte um Vergebung, durch Wiedergutmachung und indem der Mensch gleiche und ähnliche Sünden nicht mehr begeht.

 

Wiederverkörperung

 

Wer die Reinheit der Seele anstrebt und wer an mich, Christus, den Erlöser aller Menschen und Seelen, glaubt, der wird bewusst in Mir leben und die Wiedergeburt im Geiste Gottes erlangen. Er geht in das Allerheiligste ein, in Gott, und wird auch in Gott bleiben. Das Wesen, das wieder zum Ebenbild des Vaters geworden ist, bleibt in den ewigen Himmeln und geht nicht mehr zur Wiederverkörperung in das Fleisch – es sei denn, um dem Ewigen im Erdenkleid zu dienen.

 

 

3-4

Über das Rad der Wiedergeburt – die Schattenseelen – Die Seele findet erst Ruhe, wenn alle Sünden getilgt sind – Sündentilgung auf Erden leichter und schneller als im Seelenreich.

 

3.

Die aber Böses getan haben, für die gibt es keine Ruhe; denn sie werden ein- und ausgehen und durch viele Zeitalter Leid erdulden müssen zu ihrer Besserung, bis sie vollkommen geworden sein werden. Doch die Gutes getan haben und Vollkommenheit erlangt haben, die haben ewige Ruhe, und sie gehen ein in das ewige Leben. Sie ruhen in der Ewigkeit.

 

4.

Über sie haben Tod und Geburt in ihrer Wiederholung keine Macht mehr, für sie dreht sich das Rad des Ewigen nicht mehr, denn sie haben den Mittelpunkt erreicht, wo ewige Ruhe herrscht, und der Mittelpunkt aller Dinge ist Gott.“

 

Ich, Christus,

erkläre, berichtige und vertiefe das Wort:

 

Wer in der Sünde stirbt

 

Wer in der Sünde stirbt, der wird keine Ruhe haben, weil spätestens in den Stätten der Reinigung die Sünde zum bohrenden Schmerz wird.

 

… wieder auf die Erde

 

Hat die Seele in dieser Einverleibung ihre mitgebrachten Sünden nicht getilgt, sondern auf ihnen weiter aufgebaut, dann haftet sie weiter am Rad der Wiedergeburt und wird von ihm in eine nächste Einverleibung gezogen, da sie sich wegen der Belastung, wegen der Sünde, nicht erheben konnte. Jede Sünde wird nach vorgegebenen Gesetzen reif und drängt dann zur Tilgung. Solange die Seele am Rad der Wiederverkörperung haftet, zieht es sie auch wieder auf die Erde, weil sie dort die Möglichkeit hat, in Kürze das zu bereinigen, was noch erdschwer, also erdverwurzelt ist.

 

… viele Einverleibungen

 

Eine Seele kann mehrere oder gar viele Einverleibungen hinter sich haben. Das kann sich so lange fortsetzen, bis alle Sünden getilgt sind, welche die Seele immer wieder zur Erde ziehen weil sie noch erdverwurzelt ist.

 

… in den Stätten der Reinigung

 

Bricht in den Stätten der Reinigung eine Seelenschuld auf, dann kann das für die Seele ein „Feuerofen“ sein, in dem sie schmachtet. Viele Seelen erkennen in der Glut der aufgebrochenen Sünde – welche die Seele so schmerzt, wie die Menschen die Wunden am physischen Leib schmerzen –, dass sie erneut die Möglichkeit hätten, als Mensch auf Erden diese Schuld abzutragen und ebenso weitere Sünden, die noch latent liegen. Sie erfahren von Lehrengeln, dass in einer weiteren Einverleibung die Möglichkeit besteht, die Belastungen der Seele rascher und leichter abzutragen und sich von dem Leid, das durch die Sünde entstanden ist, schneller zu befreien.

 

... kommen und gehen

 

Wieder andere Seelen gehen durch viele Zeiträume, kommen in das Erdenkleid und gehen wieder – kommen und gehen wieder. Viele von ihnen belasten sich immer wieder aufs Neue, weil sie weder in den Reinigungsebenen noch im Erdendasein gewillt sind, ihre Sünden zu erkennen, also ihre Schuld anzuerkennen, zu bereuen und nicht mehr zu sündigen. Das sind häufig diejenigen, welche über jene Menschen Übles reden, die sich bemühen, Gottes Willen zu erfüllen.

 

Entsprechungen

 

Wer über lange Zeiträume hinweg in der Sünde lebt, ist weit entfernt vom Licht – und ist letztlich wider das Licht, da für ihn der Schatten die Heimat ist. Das sind dann auch solche Seelen, die im Erdenkleid jenen Menschen immer wieder nachstellen, denen sie schon in vergangenen Zeiten Übles angetan haben. Auch über ihre Entsprechungen können die Verfolger diejenigen erkennen, die sich bemühen, die Schatten – ihre Sünden – mit Christus zu bereinigen.

 

Erkennet

 

Viele einverleibte Seelen, also Menschen, begegnen im Diesseits in anderen Menschen ihre Opfer aus vergangenen Zeiten. Damit wird ihnen die Möglichkeit zur Erkenntnis und zur Umkehr gegeben. Der eine erkennt, bereut und geht als Seele allmählich ins Leben ein und kommt nicht wieder. Die andere Seele kommt wieder in ein Erdendasein, weil sie die Vorinkarnationen nicht genutzt und sich erneut versündigt hat.

 

Erkennet: … entbunden von Geburt und Tod

 

In den Seelenreichen erleben die Seelen ihre Sünden als Feuer im Seelenleib, wenn die Ursachen, die Sünden also, aktiv werden; es ist ähnlich wie im Erdendasein, wenn die Ursachen zur Wirkung kommen und der Mensch Schicksale und Krankheiten zu erdulden hat. In den Stätten der Reinigung jedoch erlebt die Seele die Wirkungen der Sünden viel leidvoller, als wenn sie diese als Mensch im Erdendasein abzutragen und zu erdulden hat. Denn wir im Erdenkleid bereut und sich bemüht, seine Sünden mir, dem Christus zu übergeben und sie in Mir zu belassen, wer in Mir lebt und nicht mehr sündigt, der  geht ein in das ewige, reine, geistige Leben. Für ihn dreht sich das Rad der Wiederverkörperung nicht mehr. Er ist entbunden von Tod und Geburt, weil die Seele wieder das Wesen aus Gott geworden ist und im Mittelpunkt lebt, in Gott.

 

 

5-6

Das Wort des Menschen ist das Wort des Irrtums

 

5.

Und einer Seiner Jünger fragte ihn: „Wie soll man in das Reich Gottes eingehen?“ Und Er antwortete und sprach: „Wenn ihr nicht das Untere wie das Obere macht und das Linke wie das Rechte, das, was hinten, wie das von vorne ist, wenn ihr nicht in den Mittelpunkt eingehet und in den Geist, werdet ihr nicht in das Reich Gottes eingehen.“

 

6.

Und Er sprach: „Glaubet nicht, dass irgendein Mensch ohne Irrtum sei, denn sogar unter den Propheten und den Eingeweihten des Christseins wird das Wort des Irrtums gefunden. Doch es gibt viele Irrtümer, welche die Liebe zudeckt.“

 

Ich, Christus,

erkläre, berichtige und vertiefe das Wort:

 

Bewusstsein

 

Das Wort des Menschen ist das Wort des Irrtums. Denn Worte sind nur Symbole und können vielfältig gedeutet werden. Das Wort des Menschen wird von Menschen nur so verstanden, wie ihr jeweiliges Bewusstsein gereift ist. Geistig wache Menschen erfassen den Sinn des Wortes, weil sie in die Wahrheit eingetaucht sind. Menschen, deren Bewusstsein noch im Embryonalzustand ist,  bleiben am Buchstaben hängen und sehen in allem die Widersprüche.

 

Bewusstseinsgrade

 

Das Wort wahrer Propheten, Eingeweihter und Erleuchteter wird oftmals falsch gedeutet, weil es falsch verstanden wird. Auf Erden leben Menschen mit unterschiedlichen Bewusstseinsgraden, und jeder hört gemäß seinem Bewusstseinsstand, und jeder deutet es entsprechend für sich und seine Nächsten.

 

das Wort des Irrtums

 

Die Worte: „ … denn sogar unter den Propheten und den Eingeweihten des Christseins wird das Wort des Irrtums gefunden. Doch es gibt viele Irrtümer, welche die Liebe zudeckt“ sagen folgendes aus:

Die sogenannten Propheten und Eingeweihten, die Mich, den Christus, nur als Mittel zum Zweck nehmen, um ihre eigenen Belange zu fördern, missbrauchen Meinen Namen, um den Irrtum in diese Welt zu bringen. Diese Unerleuchteten berufen sich mit ihren menschlichen Vorstellungen – die sie als Wahrheit vertreten und die doch Irrtümer sind – auf das Wort der wahren Propheten und Eingeweihten, die sie falsch verstehen und auslegen, um sich zu legitimieren. Diese Irrtümer, die sie den wahren Propheten und Eingeweihten andichten, lässt der Ewige nicht auf diese fallen. Er deckt sie jedoch gleichsam zu, bis die Zeit reif ist, um den Irrtum aufzudecken, der in diese Welt kam.

 

 

7-10

Das Wirken des Vater-Mutter-Prinzips in den Dualen

 

7.

Und da es Abend geworden war, ging Er hinaus nach Bethanien mit den Zwölfen; denn dort wohnten Lazarus und Maria und Martha, die Er liebte.

 

8.

Und Salome kam zu ihm und fragte ihn: „Herr, wie lange soll der Tod Macht haben?" Und Er antwortete und sprach: „So lange ihr Männer Lasten auferlegen, und ihr Weiber gebären werdet. Aus diesem Grund Bin Ich gekommen, um die Werke der Leichtsinnigen zu beenden.“

 

9.

Und Salome sagte zu ihm: „Dann habe ich wohlgetan, nicht geboren zu haben.“ Und der Herr antwortete und sprach: „Iss von jeder Weide, welche gut ist; aber von jener, die Bitternis des Todes hat, iss nicht.“

 

10.

Und als Salome fragte, wann diese Dinge, nach denen sie Ihn gefragt hat, begriffen sein werden, sprach der Herr: „Wenn ihr das Kleid der Schamhaftigkeit werdet abgetragen haben und euch über die Begierde erhebet; wenn die beiden eins sein werden, und das Männliche mit dem Weiblichen weder männlich noch weiblich sein wird.

 

Ich, Christus,

erkläre, berichtige und vertiefe das Wort:

 

das männliche und das weibliche Prinzip

 

Das männliche und das weibliche Prinzip werden in Gott das positive und das negative Prinzip genannt. Es sind die zwei Pole, die in absoluter Einheit wirken. Es sind der gebende und der empfangende Pol. Sie bilden in der Einheit das Vater-Mutter-Prinzip.

 

Verschmelzen in der Dualität

 

Beide Pole, das gebende und das empfangende Prinzip, wirken auch in den Kindern Gottes. Sie bewirken u.a. die Zusammenführung von zwei Wesen, dem gebenden und dem empfangenden Prinzip. Sie verschmelzen in der Dualität und aktivieren so das Vater-Mutter-Prinzip, die geistig zeugende und empfangende Kraft.

 

im Lichte Gottes

 

Wesen im Lichte Gottes freien nicht und werden auch nicht gefreit. Sie lieben einander in Gott und aus Gott, und in der Verbindung der Vater-Mutter-Kraft zeugen sie geistige Wesen, Kinder des Lichts.

 

Dualität

 

Das Dualpaar ist die Dualität. Es sind die zwei verschmolzenen Kräfte, die gebende und die empfangende Kraft. Die Duale sind zwei Wesen – und doch für ewig zur Einheit verschmolzen. Ihre geistigen Kinder bringen sie dem Ewigen dar und erheben sie in die Kindschaft Gottes, in die All-Familie, welche die große Familie Gottes bildet.

 

 

11-13

Wer guten Willens ist, versteht und erfüllt das Gesetz des Lebens und wird frei von Irrtümern.

 

11.

Und abermals zu einem andern Jünger, der Ihn fragte: „Wann werden alle dem Gesetz gehorsam sein?“ „Wenn der Geist Gottes die ganze Erde und das Herz jedes Mannes und jedes Weibes erfüllen wird.

 

12.

Ich streute das Gesetz in die Erde, und es fasste Wurzel und trug zur rechten Zeit zwölf Früchte als Nahrung für alle. Ich warf das Gesetz in das Wasser, und es war gereinigt von allem Übel. Ich warf das Gesetz in das Feuer, und das Gold ist gereinigt worden von allen Schlacken. Ich warf das Gesetz in die Luft, und es bekam Leben durch den Geist des lebenden Einen, der alle Dinge erfüllt und im Herzen eines jeden wohnt.“

 

13.

Und noch viele andere ähnliche Gleichnisse sagte Er denen, welche Ohren hatten, um zu hören, und eine vollständige Seele. Doch für die Menge waren es dunkle Reden.

 

Ich, Christus,

erkläre, berichtige und vertiefe das Wort:

 

das Gesetz des Lebens

 

Diese Worte besagen: Der ewige Vater in Mir, Seinem Sohn, brachte das Gesetz des Lebens in diese Welt. Die bewussten und unbewussten Irrtümer der Menschen umranken das Gesetz der Liebe und des Lebens. Diese Irrtümer werde ich hinwegnehmen, so dass das ewige Gesetz von jedem Menschen, der guten Willens ist, erkannt und verstanden wird, damit er das ewige Gesetz verwirklicht und im täglichen Leben erfüllt.

 

... dann hat der Irrtum keinen Platz mehr

 

Wenn alle Menschen das Gesetz Gottes erfüllen, dann schauen sie ihre eigenen Worte und die ihrer Nächsten; dann hat der Irrtum keinen Platz mehr. Wer in Gott lebt, der lebt als Kind Gottes im allumfassenden Ozean Gott. Das Kind Gottes kennt das Gesetz der Erde, des Wassers, des Feuers und der Luft, weil es im Gesetz lebt. Somit hat es auch die Kraft, die vier Elemente zu bewegen.

 

ENDE DER LESEPROBE