DIE SELIGPREISUNGEN UND WEHRUFE

JESU

 

 

 

ISBN 978-3-89201-271-9

Gabriele-Verlag

Das Wort

 

Das ist Mein Wort

A & Ω

Das Evangelium Jesu

Die Christus-Offenbarung,

welche inzwischen die wahren Christen in aller Welt kennen.

 

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ZITATE

aus:

Kapitel 25 a.a.O.

Seiten 267-286

Bergpredigt 1.Teil

 

Ich, Christus, erkläre, berichtige und vertiefe das Wort:

 

Die Bergpredigt ist der Innere Weg zum Herzen Gottes, der zur Vollendung führt.

 

Die Seligen werden den Christus schauen und mit Mir, dem Christus, in aller Sanftmut und Demut das Erdreich besitzen. Wohl dem, der die Herrlichkeit des Vater-Muttergottes in allem schaut! Er ist zum lebendigen Vorbild für viele geworden.

 

Ich führe die Meinen zur Erkenntnis der Wahrheit.

 

Wer aus der Wahrheit ist, hört meine Stimme, weil er die Wahrheit ist und daher auch die Wahrheit hört und schaut.

 

Die Seligen sind furchtlos und freudig, denn sie schauen und hören, was jene nicht sehen und hören, die sich noch hinter ihrem menschlichen ICH verbergen und dieses mit äußerster Anstrengung halten, um nicht erkannt zu werden.

 

Doch die Seligen schauen in den Kerker des menschlichen ICHs hinein und erkennen die verborgendsten Gedanken ihrer Mitmenschen. Sie leuchten mit der Kraft ihres lichten Bewusstsein hinein und rufen ihren Mitmenschen zu:

 

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1. SELIGPREISUNG

 

 

Selig im Geiste sind die Armen, denn ihrer ist das Himmelreich!

 

Mit den Worten „die Armen“ ist nicht materielle Armut gemeint. Nicht diese bringt die Seligkeit im Geiste, sondern die Gottergebenheit, aus welcher der Mensch erfüllt, was Gottes Wille ist. Sie ist innerer Reichtum.

 

Mit den Worten „die Armen“ sind all jene gemeint, die nicht nach eigenem Besitz streben und keine Güter horten. Ihr Denken und Trachten gilt dem Gemeinschaftsleben, in dem sie die Güter, die Gott allen geschenkt hat, in gesetzmäßiger Weise verwalten. Sie sinnen und trachten nicht nach Weltlichem. Sie dienen dem Gemeinwohl und strecken ihre Arme nach Gott aus und gehen bewusst den Weg zum inneren Leben. Ihr Ziel ist das Reich Gottes in ihrem Inneren, das sie allen Menschen verkünden und bringen wollen, die guten Willens sind. Ihr innerer Reichtum ist das Leben in Gott, für Gott und für ihre Nächsten. Sie leben das Gebot „Bete und arbeite“.

 

Sie streben dem Geiste Gottes zu und empfangen für ihr irdisches Leben von Gott, was sie benötigen, und darüber hinaus. Das sind die Seligen im Geiste Gottes.

 

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2. SELIGPREISUNG

 

 

Selig sind, die da Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden

 

Das Leid des Menschen ist nicht von Gott, sondern der Leidende hat es entweder selbst verursacht – oder seine Seele hat im Seelenreich einen Teil der Schuld einer Bruder- oder Schwesterseele übernommen, um für diese im Erdenreich abzutragen, damit die Bruder- oder Schwesterseele in höhere Bereiche des inneren Lebens einzugehen vermag.

 

Wer sein Leid trägt, ohne seinen Nächsten zu beschuldigen, und im Leid seine Fehler und Schwächen erkennt, diese bereut, um Vergebung bittet und vergibt, dem wird Gottes Barmherzigkeit zuteil werden. Denn Gott, der Ewige, möchte seine Kinder trösten und von ihnen das hinwegnehmen, was nicht gut und heilsam für ihre Seele ist. Denn wenn das Leid die Seele verlässt, wenn also die Ursachen, die in der Seele wirksam wurden, getilgt sind, findet der Mensch näher zu Gott.

 

„Trage dein Leid“ heißt: klage nicht darüber; klage Gott nicht an und auch nicht deine Nächsten. Finde in deinem Leid dein sündhaftes Verhalten, das zu diesem Leid geführt hat.

 

Bereue, vergib und bitte um Vergebung, und tue das nicht mehr, was du als Sünde erkannt hast. Dann kann die Seelenschuld von Gott getilgt werden, und du empfängst aus Ihm sodann vermehrt die Kraft, Liebe und Weisheit.

 

Wenn du einem leidtragenden oder leidgeprüften Menschen begegnest und er dich um Hilfe bittet, so stehe ihm bei und hilf ihm, soweit es dir möglich ist und es gut für seine Seele ist. Und wenn du erkennst, dass dein Nächster die Hilfe dankbar annimmt und sich mit ihr aufbaut, dann gib ihm darüber hinaus, so es dir möglich ist.

 

Doch du, der du Hilfe bringst, tue dies selbstlos. Wenn du dies nur aus äußerer Verpflichtung tust, so wirst du dafür keinen Lohn empfangen – und du wirst auch der Seele des Leidtragenden und Leidgeprüften keinen Dienst erweisen, sondern nur dem Körper, dem Gefährt der Seele.

 

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3. SELIGPREISUNG

 

 

Selig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Erdreich besitzen.

 

Sanftmut, Demut, Liebe und Güte gehen Hand in Hand. Wer zur selbstlosen Liebe geworden ist, der ist auch sanftmütig, demütig und gütig. Er ist erfüllt von Weisheit und Kraft.

 

Menschen in Meinem Geiste, die selbstlos Liebenden, werden das Erdreich besitzen. O sehet, der Weg zum Herzen Gottes ist der Weg in das Herz der selbstlosen Liebe. Aus der selbstlosen Liebe strömt der Friede Gottes.

 

Die Menschen, die zum Herzen Gottes hinwandern, und die Menschen, die schon in Gott leben, wirken für die Neue Zeit, indem sie alle willigen Menschen den Weg zu Gott lehren. Damit nehmen sie das Erdreich mehr und mehr in Meinem Geiste in Besitz.

 

Die selbstlos Liebenden sind es, die im Reiche Gottes auf Erden, im Friedensreich, leben werden. Freuet euch, die ihr jetzt schon den Weg zum Herzen Gottes wandelt! Ihr seid in Mir die Wegbereiter und Pioniere für die Neue Zeit. Viele von euch werden sich in die neue Zeit, in das Lichtreich, hineingebären und die Erfüllung in Gott mitbringen, weil sie jetzt schon den Weg dorthin gehen. Freuet euch und seid dankbar für die Läuterung und Reinigung eurer Seelen, denn ihr werdet Mich dann schauen und bewusst in und mit Mir leben und sein.

 

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4. SELIGPREISUNG

 

 

Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit, denn sie sollen gesättigt werden.

 

Wer nach der Gerechtigkeit Gottes hungert und dürstet, ist ein Wahrheitssuchender, der sich nach dem Leben in und mit Gott sehnt. Er soll gesättigt werden.

 

Mein Bruder, meine Schwester, die du dich nach der Gerechtigkeit, dem Leben in und mit Gott, sehnst, sei getrost und erhebe dich aus dem sündhaften menschlichen Ich! Freue Dich, denn die Zeit ist angebrochen, in der das Reich Gottes den Menschen näher kommt, die sich bemühen, die Gebote des Lebens zu halten.

 

Siehe, Ich, dein Erlöser, Bin die Wahrheit in dir selbst. In dir selbst also Bin Ich der Weg, die Wahrheit und das Leben.

 

Die Wahrheit ist das Gesetz der Liebe und des Lebens. In den Zehn Geboten, welche Auszüge aus dem allumfassenden Gesetz Gottes sind, findest du die Merksätze für den Weg zur Wahrheit. Beachte die Zehn Gebote, und du gelangst immer mehr auf den Weg der Bergpredigt, in welcher der Weg zur Wahrheit grundlegend ausgeführt ist.

 

Der Weg zur Wahrheit ist der Weg zum Herzen Gottes, zu dem ewigen Leben, das selbstlose Liebe ist. Die Bergpredigt ist der Weg in das Reich Gottes, in die Gesetze für das Friedensreich Jesu Christi. Vertiefst du dich in sie und erfüllst du sie, dann gelangst du zur göttlichen Weisheit.

 

Du hast schon gelesen, dass sich der Teilstrahl der göttlichen Weisheit im Erdenkleid befindet, um Gottes Wort zu geben und die Gesetze Gottes auszulegen. Über dieses Mein Instrument offenbare Ich nun die Bergpredigt in allen Einzelheiten und führe und begleite die Willigen auf dem inneren Weg durch Lehren und Lektionen, die – sofern sie verwirklicht werden – hinführen zum Vater, dem ewigen Licht. Außerdem lehre Ich durch Mein Instrument das Absolute Gesetz, das Gesetz der Ewigkeit.

 

Erkenne: Keiner soll nach der Gerechtigkeit hungern oder dürsten. Vollziehe den ersten Schritt hin zum Reiche der Liebe, indem du zuerst zu dir selbst gerecht bist. Übe dich im positiven Leben und Denken, und du wirst ganz allmählich ein gerechter Mensch werden. Dann bringst du die Gerechtigkeit Gottes in diese Welt; und du vertrittst diese auch, weil du den Willen Gottes, des Herrn, erfüllst, aus Seiner Liebe und Weisheit.

 

Erkenne: Die Zeit ist nahe, in der geschieht, was offenbart ist. Der Löwe wird beim Lamme liegen, weil die Menschen den Sieg über sich selbst errungen haben – durch Mich, ihren Erlöser. Sie werden eine große Familie in Gott bilden und mit allen Tieren und der ganzen Natur in Einheit leben.

 

Freuet euch, das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen – und mit dem Reiche Gottes auch Ich, euer Erlöser und Friedensbringer, der Herrscher des Friedensreiches, des Weltreiches Jesu Christi.

 

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5. SELIGPREISUNG

 

 

Selig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.

 

Die Barmherzigkeit Gottes entspricht der Sanftmut und der Güte Gottes und ist für alle Seelen das Tor zur Vollendung des Lebens. Die Menschen, die durch Mich, den Christus, der Ich im Vater-Mutter-Gott lebe, alle sieben Grundkräfte des Lebens – das Gesetz von der Ordnung bis zum Gesetz der Barmherzigkeit – in ihren Seelen entfaltet haben, werden wieder als reine Geistwesen durch das Tor der Barmherzigkeit in die selbstlose Liebe, in das Reich Gottes, in die Himmel, eingehen und in Frieden leben. Das Tor zum ewigen Sein bildet die siebte Grundkraft, die Barmherzigkeit – im Geiste Gottes Güte und Sanftmut genannt. Alle Menschen, die sich in der Barmherzigkeit üben, werden auch Barmherzigkeit erlangen und jenen beistehen, die sich auf dem Wege zur Barmherzigkeit befinden.

 

Erkennet: Der Weg zum Herzen Gottes ist der Weg des Einzelnen in der Gemeinschaft mit Gleichgesinnten. Denn Gott ist Einheit, und Einheit in Gott ist Gemeinschaft in und mit Gott und mit den Nächsten.

 

Wer die ersten Schritte auf dem Wege zur Vollendung getan hat, der wird das Gebot der Einheit erfüllen: Einer für alle, Christus – und alle für Einen, Christus.

 

Die Bergpredigt ist, wie offenbart, der Evolutionsweg hin zum Inneren Leben. Alle jene, die auf diesem Entfaltungsweg hin zum Herzen Gottes vorangeschritten sind, helfen wieder denen, die erst am Beginn des Weges stehen. In und über allen leuchtet der Christus, der Ich Bin.

 

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6. SELIGPREISUNG

 

 

Selig sind, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen.

 

Das reine Herz ist die reine Seele, die sich wieder zum absoluten Geistwesen emporgeschwungen hat durch Mich, den Christus im Vater-Mutter-Gott.

 

Die reinen Seelen, die wieder zu Wesen der Himmel wurden, sind dann wieder das Ebenbild des ewigen Vaters und schauen den Ewigen wieder von Angesicht zu Angesicht. Sie schauen, leben und vernehmen zugleich das Gesetz des ewigen Vaters, weil sie wieder Geist aus Seinem Geiste geworden sind – das ewige Gesetz selbst.

 

Wer jedoch wieder zum Gesetz der Liebe und des Lebens geworden ist, der schaut den ewigen Vater von Angesicht zu Angesicht und steht mit ihm in ständiger, bewusster Kommunikation. Er schaut auch das Gesetz Gottes, das Leben aus Gott, als Ganzes, weil er selbst das Leben und die Liebe ist und sich darin bewegt. Wer sich im absoluten Gesetz Gottes bewegt, der hat es auch ganz erschlossen – von der Ordnung zur Barmherzigkeit. Ihm dienen alle sieben Grundkräfte der Unendlichkeit, weil er in absoluter Einheit und Harmonie mit allem Sein ist.

 

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7. SELIGPREISUNG

 

 

Selig sind, die Friedensstifter, denn sie werden die Kinder Gottes heißen.

 

Diese Worte bedeuten dem Sinne nach: Selig sind die, die Frieden halten. Sie werden auch den wahren Frieden auf diese Erde bringen, weil sie in sich selbst friedfertig geworden sind. Sie sind bewusst die Kinder Gottes.

 

Viele der Söhne und Töchter Gottes, die den Frieden in sich tragen und in die Welt bringen, sind die einverleibten Wesen, die im Auftrag Gottes stehen und für die Neue Zeit kämpfen, damit das geistige Menschentum entsteht, das im Friedensreich Jesu Christi lebt, in der Lichtzeit.

 

Worte des Herrschers des Friedensreiches auf Erden an die Menschen der Neuen Zeit:

 

Ihr Menschen in der Neuen Zeit, im immer lichter werdenden Friedensreich Jesu Christi, die ihr dieses Buch, „ Das ist Mein Wort“, lest, erkennt, dass die Pioniere Christi an mehreren Fronten gleichzeitig gegen das satanische kämpfen mussten, um dem angekündigten Reich Gottes auf Erden zum Durchbruch zu verhelfen.

 

Ihr also lebt im Frieden, in Mir, dem Christus, eurem göttlichen Bruder, dem Herrscher des Friedensreiches. Doch hinter der Nebelwand leben und wirken jene Seelen, die sich von der Bergpredigt, dem Weg in das Innere Leben, nicht erfassen ließen, die immer noch im Kerker des menschlichen Ichs leben. Als Menschen wollten sie den Ruf der Wanderer zum Herzen Gottes nicht hören. Sie hielten ihre Ohren und Herzen für die Wahrheit verschlossen und verbargen sich hinter ihrem menschlichen Ich, hinter ihren Vorstellungen, Meinungen und theologischen Ansichten. Auch in der Vorbereitungszeit von der alten zur Neuen Zeit, der Lichtzeit, blieben sie Pharisäer, Heuchler, Verfolger und Verleumder.

 

Wisset, in allen Seelen bis hin zur vierten Reinigungsebene leuchtet das Licht der Erlösung. So sind auch sie nicht verloren. Hinter der Nebelwand wirken im Namen des Herren viele reine Geistwesen – unter ihnen auch viele Söhne und Töchter Gottes, die Mir, dem Christus, auf Erden in verschiedenen Erdenkleidern in verschiedenen Zeitepochen die Wege in das immer lichter werdende Friedensreich bereitet haben. Dort in den Seelenreichen wirken sie weiter im selbstlosen Dienst für ihre Nächsten. Die gerechten Männer und Frauen, die das Gesetz der Liebe und des Lebens in diese Welt gebracht haben, hatten es in jener Zeitepoche sehr schwer.

 

Erkennet, Ihr Brüder und Schwestern, die ihr nun im Reiche Gottes auf Erden lebt: die Pioniere Christi für die Neue Zeit stellten sich in jener großen Zeitenwende von der alten, materialistisch geprägten Zeit hin zur Neuzeit, der Lichtzeit, auch gegen das Satanische und Dämonische.

 

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8. SELIGPREISUNG

 

 

Selig sind, die um der gerechten Sache willen Verfolgung erleiden, denn ihrer ist das Reich Gottes.

 

Was geschah weiter in der damaligen Vorbereitungszeit? Die Pioniere Christi für die Neue Zeit litten um des Reiches Gottes auf Erden willen Verfolgung. Von Pharisäern und Schriftgelehrten, von Kirchenmännern und von allen jenen, die diesen hörig waren, wurden sie missachtet und verleumdet. Die Wahrheit wurde bewusst in ein falsches Licht gebracht und verzerrt. Jene, die treu für die Wahrheit gekämpft haben, wurden der Wahrheit wegen lächerlich gemacht. Menschen, die Mich, Christus, nur auf den Lippen, jedoch nicht im Herzen trugen, predigten in ihren Kirchen und auch außerhalb der Kirchenmauern gegen sie, verleumdeten und diskriminierten sie. Sie wurden beschimpft und der falschen Lehre beschuldigt.

 

Den wahren Nachfolgern Christi sprachen die Scheinchristen ab, Christen zu sein, weil sie selbst nicht lebten, was Ich ihnen als Jesus von Nazareth geboten hatte. Wie zu meiner Zeit als Jesus predigten sie zwar aus ihren Bibeln und frömmelten den Menschen einen Glauben an Mich vor – und waren doch die Wölfe im Schafspelz. Denn sie taten nicht, was Ich den Menschen geboten habe: sich untereinander selbstlos zu lieben, so, wie ich sie liebe; deshalb sind sie Pharisäer und Heuchler. Und wer das Gebot der Feindesliebe missachtet, der missachtet den Christus, der Ich Bin.

 

Wer dies später liest, der möge der Christuspioniere gedenken, die das Erdreich und die Atmosphäre der Erde für die Neue Zeit vorbereitet haben. Sie brachten einen Teil des ewigen Strahlengesetzes auf die Erde und in deren Atmosphäre. Ihrer gedenkt in Liebe, denn viele von Ihnen gehen nicht mehr in das Erdenkleid, um im Friedensreich auf Erden zu leben und zu wirken. Sie kämpfen in den Stätten der Reinigung weiter. Sie ringen um die Seelen, damit auch sie frei werden von ihren Sünden und eingehen können in die Herrlichkeit, die Ich im Vater Bin.

 

Erkennet: Was die Seelen auf Erden nicht bereinigt haben, das nehmen sie mit hinter die Nebelwand. Dort müssen sie erkennen und abtragen, was sie im Erdenkleid verursacht haben. Wer als Mensch nicht zur Selbsterkenntnis gelangt ist und daher auch nicht Buße getan hat, der vegetiert als Seele hinter der Nebelwand gleichsam traumwandlerisch weiter wie zuvor im Erdenkleid – was er Leben nannte. Viele, die einst Heuchler und Pharisäer im Erdenkleid waren, verleumden ihre Mitgeschwister auch wieder im Seelenreich, machen sie auch dort lächerlich, sprechen ihnen ab, Christen zu sein, und wollen sich selbst damit in ein gutes Licht stellen. Das geschieht so lange, bis sie – wohl gar unter größtem Leid und Schmerz – erkennen, was sie verursacht haben und in welchen Herzen Christus wahrlich auferstanden ist.

 

Nach dem kosmischen Gesetz der Anziehung wird die Seele in ihrem Seelenleib das erleben, was sie im Erdenkleid an ihren Mitmenschen verursacht und nicht bereinigt hat. Die Seele sieht bildhaft ihre Sünden und erlebt gleichzeitig in ihrem Seelenleib selbst die Leiden und Qualen ihrer Nächsten, die sie ihnen als Mensch zugefügt hat. Die in ihr nun aktiven Sünden wirken so lange auf sie ein, bis die Seele von Herzen bereut, um Vergebung bittet und gewillt ist ihren Nächsten zu vergeben. Dann erst wandelt sich die sündhafte Energie in göttliche Kraft, und die Seele wird lichter und reiner.

 

Betet für jene, die sich hinter der Nebelwand ähnlich verhalten wie einst auf Erden im Erdenkleid! Betet, dass sie sich erkennen und Buße tun. Viele der Verleumder werden in ihren Seelen die Not und das Leid der Pioniere erkennen, erleben und eventuell erdulden müssen, bis ihnen zur Gewissheit geworden ist, dass Ich, Christus, mit den Pionieren, mit Meinen Brüdern und Schwestern, war und nun mit ihnen als Göttlicher Bruder Bin.

 

Betet, dass sie rechtzeitig erkennen und spüren, dass sie in der gegensätzlichen, machtgierigen Welt den dunklen Mächten hörig waren! Die Finsternis missbrauchte sogar Meinen Namen, um Menschen zu verführen und den Pionieren, den Söhnen und Töchtern Gottes auf Erden, die Arbeit im Weinberg des Herrn zu erschweren.

 

Erkennet:  Wer Mir nachfolgte, wurde von den Weltlingen nicht geachtet, weil auch ich als Jesus von ihnen missachtet wurde. Zu allen Zeiten mussten Menschen, die in die wahre Nachfolge des Nazareners traten, viel erdulden und erleiden.

 

Viele der Pioniere für die Neue Zeit gingen jedoch unerschütterlich voran und blieben in meinen Fußspuren. Gedenkt jener tapferen Männer und Frauen, die unerschütterlich im Glauben an Mich für die Neue Zeit einen gerechten Kampf geführt haben.

 

Freuet euch, die ihr in der Neuen Zeit lebt, im Friedensreich, das immer mehr lichtstofflich wird. Ihr seid mit Ihnen verbunden. Viele unter Euch waren in der großen Zeitenwende als Pioniere im Erdenkleid, um den Durchbruch für das Reich Gottes zu erreichen. Der Kampf und der Sieg für Mich, den Christus, blieb in euren Seelen als Erinnerung zurück. Intuitiv spüren manche von euch, dass sie in jener Zeitepoche als Pioniere mitgewirkt haben. Sie spüren auch, dass in jener Zeit die Ursachen immer rascher wirksam wurden und das Positive, die Lichtzeit, mit Macht heraufstieg, die Zeit des Christus, in der ihr nun wieder – im Kleid einer feineren Materie – lebt.

 

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1. Wehruf

 

 

Wehe euch, die ihr reich seid!

Denn ihr habt in diesem Leben euren Trost empfangen.

 

Menschen, die ihren Reichtum als ihr Eigentum ansehen, sind arm im Geiste. Vielen der an irdischen Gütern Reichen wurde für ihr Erdenleben die geistige Aufgabe in die Wiege gelegt, ein Vorbild für jene Reichen zu sein, die mit verstockten, unnachgiebigen Herzen sich an ihren Reichtum binden und deren einziges Denken und Trachten es ist, diesen für sich selbst zu vermehren. Ein Mensch, der an irdischen Gütern reich ist und erkannt hat, dass sein Reichtum eine Gabe ist, die er nur dazu von Gott empfangen hat, dass er sie in das große Ganze für das Wohl aller einbringt und sie dort rechtmäßig für alle verwaltet – der verwirklicht das Gesetz der Gleichheit, Freiheit, Einheit und Brüderlichkeit. Er trägt als ein selbstloser Geber mit dazu bei, dass die Armen nicht in Entbehrungen und die Reichen nicht in Luxus leben.

 

Auf diese Weise wird allmählich ein Gleichgewicht, ein gehobener Mittelstand hergestellt für alle, die bereit sind, das Gesetz „Bete und arbeite“ selbstlos zu erfüllen. So erwächst ganz allmählich das wahre Menschentum einer Gemeinschaft, deren Glieder keinen auf die Person bezogenen irdischen Reichtum sammeln, sondern alles als Gemeinbesitz betrachten, der ihnen von Gott gegeben ist.

 

Wenn der Reiche Geld und Gut als sein Eigentum betrachtet und in der Welt seines Reichtums wegen angesehen ist, wird er – als Wirkung auf seine Ursachen – in den nächsten Erdenleben in armen Ländern leben und dort um das Brot betteln, das er einst als Reicher Armen versagt hat. Das ist so lange gegeben, wie derartige Einverleibungen noch möglich sind.

 

Die Seele eines solchen Reichen wird auch in den Reinigungsebenen keine Ruhe finden. Die lichtarmen Seelen, die seinetwegen im Erdenkleid Leid und Hunger erdulden mussten, werden ihn als den wiedererkennen, der ihnen vorenthalten hat, was ihnen aus den Verstrickungen menschlichen Ichs hätte heraushelfen können. Viele werden ihn anklagen, und dann wird seine Seele selbst spüren, wie diese gelitten und gehungert haben. Auf diese Weise kann eine Seele, die im Erdenkleid als Mensch reich und angesehen war, große Not erleiden; diese Not ist viel größer, als wenn sie im Erdenkleid um Brot hätte betteln müssen.

 

Erkennet: Nach den Gesetzen des Ewigen gebührt jedem, der selbstlos das Gebot „Bete und arbeite“ hält, das gleiche; denn Gott gibt jedem, wessen er bedarf, und darüber hinaus. Solange jedoch noch nicht alle Menschen sich an das Gebot halten, gibt es auf der Erde die sogenannten Reichen. Ihre Aufgabe ist es, ihren angesammelten Reichtum auszuteilen und ebenso zu leben wie die, die selbstlos das Gebot „Bete und arbeite“ erfüllen. Wenn sie in dieser Welt nicht an ihr Wohl denken, sondern an das Wohl aller, dann kehrt sich allmählich der innere Reichtum nach außen und kein Mensch wird hungern und darben.

 

Wehe euch ihr Reichen, die ihr euer Geld und Gut euer Eigen nennt und eure Nächsten dafür arbeiten lasst, dass euer Vermögen sich vermehrt! Ich sage euch: ihr werdet Gottes Thron nicht schauen, sondern weiter dort leben, wo Gottes Füße sind – auf Erden, immer wieder in Erdenkleidern, solange dies noch möglich ist. Auch wenn ihr soziale Einrichtungen fördert, selbst jedoch um vieles reicher seid als jene, die daraus unterstützt werden, so seid ihr dennoch dem Satan der Sinne hörig, der die Unterschiede zwischen arm und reich will.

 

Durch diese Unterschiede entstehen Macht und Unterwürfigkeit, Neid und Hass. Daraus ergeben sich Streit und Kriege. Daher dienen die,  welche ihren Reichtum festhalten, auch dann, wenn sie hin und wieder sozial denken, dem Satan der Sinne und handeln gegen das Gesetz des Lebens: gegen Gleichheit, Freiheit, Einheit und Brüderlichkeit.

 

Wer Geld und Güter als sein Eigen betrachtet und für sich hortet, anstatt diese materiellen Energien fließen zu lassen, der ist nach dem Gesetze des Lebens ein Dieb, da er seinen Nächsten einen Teil ihres geistigen Erbes vorenthält. Denn alles ist Energie. Wer sie bindet durch „Mein und Mir“, handelt gegen das Gesetz, das fließende Energie ist.

 

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2. Wehruf

 

 

Wehe euch, die ihr satt seid, denn ihr werdet hungern.

 

Der reiche, satte Mensch, der allein „seine“ Scheuern füllt, ist im Herzen leer. Er kennt nur das Mein und Dein. Seine Sinne und Gedanken drehen sich um „mein“ Eigentum, „meinen“ Besitz, „mein“ Brot, „meine“ Speise. „Das alles gehört mir“ – dies ist seine Welt. Ein solcher Mensch wird einst hungern und darben, bis er begreift: Alles ist das Sein; alles gehört Gott und allen Menschen, die sich bemühen, Gottes Werke zu tun: die selbstlose Liebe und das Gesetz des Lebens für die Erde „Bete und arbeite“ zu erfüllen.

 

Menschen, die nur von Mein und Dein sprechen, sind lichtarme Menschen, die schon in dieser Einverleibung einen weiteren Erdenweg vorbereiten oder eine lange Wanderung ihrer Seele im Seelenreich, jeweils im Kleide des Bettlers.

 

Die vom Materiellen geblendete Seele hungert unbewusst nach Licht, weil sie lichtarm ist. Zwanghaft versucht sie dies mit äußeren Dingen auszugleichen wie mit irdischem Reichtum, Habgier, mit Völlerei, Trunksucht und anderen Begierden und Genüssen. Sie ist unersättlich.

 

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3. Wehruf

 

 

Wehe euch, die ihr jetzt lacht, denn ihr werdet trauern und weinen.

 

Wer über seinen Nächsten lacht und spottet, der wird einst sehr traurig sein und über sich selbst weinen – weil er jene verkannt hat, über die er sich lustig gemacht und die er verspottet hat. Er wird erkennen müssen, dass er letztlich sich selbst verlacht, verhöhnt und verspottet hat. Denn wer über seinen Nächsten richtet und urteilt, ihn verlacht, verhöhnt und verspottet, der richtet, verurteilt, verlacht, verhöhnt und verspottet Mich, den Christus.

 

Erkennet: Wer sich am Geringsten meiner Brüder versündigt, der versündigt sich am Gesetze des Lebens und wird darunter zu leiden haben. Zugleich hat er sich an jene gebunden, die er missachtet hat. Daher sehet euch vor und übt Selbstkontrolle. Nicht was durch den Mund eingeht, verunreinigt eure Seele, sondern was von eurem Mund ausgeht, das belastet die Seele und den Menschen.

 

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4. Wehruf

 

 

Wehe euch, wenn alle Menschen gut von euch sprechen, denn so machten es auch ihre Väter mit den falschen Propheten.

 

Wenn ihr euren Mitmenschen nach dem Munde redet, damit sie euch loben und ihr bei ihnen angesehen seid, so seid ihr gleich den Falschmünzern, die um ihres Vorteils willen mit falscher Münze zahlen.

 

Ähnlich verhielt und verhält es sich auch mit den falschen Propheten. Sie waren und sind bei dem Volke angesehen, weil sie ihm nach dem Mund redeten und weil die Angesehenen des Volkes zu ihnen hielten, da sie sich dadurch persönlichen Vorteil und Nutzen versprachen.

 

Erkennet, ihr Menschen im Friedensreich: In der sündhaften Welt wurden viele gerechten Propheten und auch erleuchtete Männer und Frauen von den irdischen Reichen und den Machthabern dieser Welt, von Kirchenführern und ihren Anhängern verleumdet und verfolgt und viele von ihnen gefoltert und getötet. Das Satanische hat zu allen Zeiten jene als Werkzeug benützt, die ihren irdischen Reichtum für sich halten und vermehren wollten, die Macht erstrebten, und auch die, welche den Reichen und Machthabern hörig waren.

 

Das müsst ihr wissen, damit ihr versteht, warum die alte, sündhafte Welt auf grausame Art und Weise unterging.

 

Falsche Propheten waren unter anderem auch jene, die das Evangelium der Liebe wohl predigten, jedoch selbst nicht danach lebten. Und es waren auch all jene, die sich „Christen“ genannt haben und sich in ihrem Leben unchristlich verhielten. Sie wurden oft gerühmt wegen ihrer Redekunst und geehrt und gelobt wegen ihres Reichtums und Ansehens.

 

O sehet, dennoch trugen alle wahren Propheten und Erleuchteten im Laufe der Zeiten dazu bei, dass der Kristall des Inneren Lebens mit seinen vielen Facetten der ewigen Wahrheit immer mehr funkelte und leuchtete. Auf diese Weise baute sich ganz allmählich das Reich Gottes auf Erden auf.

 

Für euch, liebe Brüder und Schwestern im Friedensreich, gilt es, diesen nun vollkommenen, funkelnden und leuchtenden Kristall, das Innere Leben, wie eine kostbare Blume zu hegen und zu pflegen, zu hüten und zu bewahren: Es ist das Gesetz der Liebe und Weisheit Gottes, Seine Ordnung, Sein Wille, Seine Weisheit, Sein Ernst, Seine Güte, Seine unendliche Liebesstrahlung und Seine Sanftmut.

 

ENDE DER ZITATE

 

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