DIE ZEHN GEBOTE GOTTES

DURCH MOSE

Ausgelegt mit den Worten der heutigen Zeit

von Gabriele

 

 

ISBN 978-3-89201-337-2

Gabriele Verlag Das Wort GmbH
oder
im Buchhandel erhältlich

 

EINE LEBENSHILFE DES EWIGEN

(der Klappentext)

 

Die Gebote Gottes durch Mose sind eine Liebegabe und eine Lebenshilfe des Ewigen für Seine Menschenkinder, Auszüge aus dem allumfassenden ewigen Gesetz der Unendlichkeit.

 

Das Leben ist Gott, der freie Geist, der in allen Kulturen weltweit ein und derselbe ist. Der freie Geist in allen Kulturen weltweit ist die unendliche Vielfalt und Fülle des Seins. Jedes Gebot Gottes ist ein Tor zur Fülle des Lebens, weil Gott, der freie Geist, das Leben ist.

 

Seit ungefähr 35 Jahren offenbart sich der freie Geist, der Christus-Gottes-Geist, durch Seine Prophetin, Sein Sprachrohr, das auch die Botschafterin der Himmel ist, Gabriele. Der Christus Gottes, der freie Geist, ist an keine äußere Religion gebunden, weil – so lehrte Jesus von Nazareth, ebenso heute der Christus Gottes – jeder Mensch der Tempel Gottes ist und daher keinen Tempel, keine Kirche aus Stein, benötigt, um Gott, die ewige All-Intelligenz, den ewigen Geist, zu finden, um Ihn anzubeten.

 

Heute spricht der Christus Gottes in die Neue Zeit hinein. Gott, der Ewige, ist nicht wandelbar; Er ist Derselbe, gestern, heute und morgen. Das gilt auch für die zehn Gebote Gottes durch Mose. Der Christus Gottes, der sich in der Jetztzeit offenbart, sprach in das Herz Seiner Prophetin und Botschafterin Gottes, Gabriele, hinein, die mit ihren Worten sinngemäß wiedergab, was für die Neue Zeit von besonderer Bedeutung ist, denn die Götzengötter haben an Vielfalt zugenommen.

 

KOMPLETT-LESEPROBE

 

(Methode des Zitierens: siehe Hinweis im Impressum)

HINWEIS

Die oben genannte Publikation ist vom Umfang und vom Format her eine handliche Broschüre. Sie umfasst 44 Seiten. Die  Abmessungen der Broschüre betragen 12 cm x 17 cm. Damit ist sie sehr gut geeignet, die zehn Gebote Gottes und deren Bedeutung für uns heute im Handgepäck überallhin mitzunehmen. Im Folgenden ist die Broschüre komplett wiedergegeben, verbunden mit der Empfehlung, sich dieses kleine Büchlein zum täglichen Gebrauch zu erwerben.

Normalerweise ist die Wiedergabe von Publikationen nach weltlichem Recht erlaubnispflichtig. Die Botschaften des Christus Gottes können nur Gemeingut sein, wie alles auf Erden eigentlich Gemeingut ist. Christus lehrt uns in der Bergpredigt, dass die Eigentums-Denke satanische Denke ist. Aus dieser Sicht kann es auch kein Urheberrecht oder kein sogenanntes „geistiges Eigentum“ geben, das dem Privatrecht unterliegt. Die folgende Komplett-Wiedergabe dieses Büchleins erfolgt im Vertrauen darauf, dass sie keiner weltrechtlichen Erlaubnis bedarf.

Der Autor dieser Website

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VORWORT
von Gabriele

Erfüllung der Gebote

Der Buchstabe wird erst dann lebendig, wenn der Mensch die Gebote zu erfüllen beginnt. Dadurch reift er ganz allmählich in das allumfassende Gesetz der Liebe und des Lebens hinein. Nur wer mit dem Herzen und im Geiste der Liebe die Gebote erfüllt, der wird das allumfassende Gesetz erkennen und so zur Wahrheit finden, die inwendig in der Seele des Menschen ist.

 

Gott ist Freiheit

 

Der Geist Gottes ist Freiheit. Der freie, ewige, allgegenwärtige Geist, im Abendland Gott genannt, ist allgegenwärtiges Sein, allgegenwärtiges Leben. Er ist die Urkraft des Universums, der Strom in den mächtigen Sonnen und Planeten. Er ist das Leben in der Erde, in jeder Pflanze, in jedem Tier, in jedem Stein und nicht zuletzt in jedem Menschen und in jeder Seele. Der allgegenwärtige freie Geist, Gott, ist somit die Allkraft in der ganzen Unendlichkeit.

 

Lebenshilfe des Ewigen

 

Die Gebote Gottes durch Mose sind wahrlich eine Liebegabe und eine Lebenshilfe des Ewigen für Seine Menschenkinder, Auszüge aus dem allumfassenden ewigen Gesetz der Unendlichkeit. Weil im Geist des ewigen Seins, des ewigen Lebens, alles in allem enthalten ist, so können wir in jedem Gebot wiederum das andere Gebot finden.

 

Aufgabe der Erfüllung

 

Uns Menschen ist die Aufgabe gegeben, im irdischen Leben die Gebote des All-Einen zu erfüllen, sie also zu leben – nicht nur darum zu wissen oder darüber zu lesen. Die Gebote Gottes beinhalten kein Verbot, weil der freie Geist die Freiheit ist, die besagt: Der Mensch ist frei, Gottes Hinweise anzunehmen und danach zu leben, oder sie zu lassen.

 

Selbstverantwortlichkeit

 

Weil Gott in das Leben des Menschen nicht eingreift, ist dieser für sein Leben, für die Inhalte seines Fühlens, Empfindens, Denkens, Sprechens und Handelns selbst verantwortlich. Die Gebote Gottes sind Gesetzmäßigkeiten, Auszüge aus dem ewigen Gesetz des Reiches Gottes. Sie helfen dem Menschen, der danach strebt, sie zu erfüllen, höhere Ethik und Moral zu erlangen, wodurch sich der ganze Mensch in seinem Denken, Reden und Tun verfeinert. Wer den Weg der Gebote Gottes geht, veredelt auch seine  Sinne und entwickelt höhere Lebensperspektiven; er erkennt, dass die Natur und dass Tiere ebenfalls zur göttlichen Einheit gehören. Gelebte Gottesgebote bewirken Freiheit und Lebensgewinn.

 

Höhere Ethik und Moral

 

Die Gebote Gottes sind ein Angebot von Gott, dem freien Geist, an uns Menschen, auf dass wir danach leben, auf dass wir durch den Gewinn an höherer Ethik und Moral verstehen lernen, was Gerechtigkeit, Einheit, Gottes- und Nächstenliebe bedeuten. Aufgrund dieser schrittweisen Erfüllung kommt der Mensch dem Leben näher, das der universale, freie Geist ist: Gott, der All-Geist in allem. Im Zuge der schrittweisen Erfüllung der Gebote Gottes blickt der Mensch nicht nur tiefer, sondern er erfährt auch in sich, dass der freie, allgegenwärtige Geist auch in ihm selbst ist.

 

Freier Geist

 

Es sei wiederholt: Das Leben ist Gott, der freie Geist, der in allen Kulturen weltweit ein und derselbe ist. Der freie Geist in allen Kulturen weltweit ist die unendliche Vielfalt und Fülle des Seins. Jedes Gebot Gottes ist ein Tor zur Fülle des Lebens, weil Gott, der freie Geist, das Leben ist. Tauchen wir durch rechtes Denken und Tun in die Tiefen des Lebens ein, in die Wurzel des Seins, dann entdecken wir, dass jedes Gebot eine Vielfalt des Seins enthält und als Kraftquell im anderen Gebot enthalten ist. Mit den Worten „freier Geist“, den wir im Abendland Gott nennen, ist nicht der von Priestern und Pfarrern präsentierte „Gott“ gemeint.

 

Jesus von Nazareth

 

Jesus von Nazareth war als Mensch Gottes Sohn und ist als Wesen in Gott der Mitregent des Reiches Gottes, der Christus Gottes, der uns als Jesus von Nazareth die Erlösung brachte und den Weg zurück ins Vaterhaus. Als Jesus von Nazareth lehrte Er die Menschen, dass der ewige Vater und Er eins sind, was besagt: ein Geist, ein Leben, eine Wahrheit, die ewige Wahrheit, das unendliche, ewige Gesetz, das frei macht. Der Christus-Gottes-Geist ist im Vater, und der Vater ist im Christus-Gottes-Geist – ein Geist, ein Leben, eine Wahrheit.

 

Seine Prophetin

 

Seit ungefähr 35 Jahren offenbart sich der freie Geist, der Christus-Gottes-Geist, durch Seine Prophetin, Sein Sprachrohr, das auch die Botschafterin der Himmel ist, Gabriele. Der Christus-Gottes, der freie Geist, ist an keine äußere Religion gebunden, weil – so lehrte Jesus von Nazareth, ebenso heute der Christus Gottes – jeder Mensch der Tempel Gottes ist und daher keinen Tempel, keine Kirche aus Stein, benötigt, um Gott, die ewige All-Intelligenz, den ewigen Geist, zu finden, um ihn anzubeten.

 

Himmelslehre

 

Wenn wir an die Zehn Gebote Gottes glauben und wenn wir auch an Jesus, den Christus, glauben, an Seine Lehren und vor allem an die Himmelslehre, die Bergpredigt Jesu, wenn wir uns christlich und urchristlich nennen oder uns als Nachfolger des Jesus von Nazareth bezeichnen, dann verpflichten wir uns gleichzeitig ganz automatisch, das auch zu erfüllen, wofür wir uns ausgeben.

 

Eines sei klargestellt:

 

Die Erfüllung dessen, was uns der Ewige in den Zehn Geboten und Jesus von Nazareth in Seinen Lehren und in der Bergpredigt gab, hat nichts mit kirchlich-institutionellen Satzungen und kirchlichen Beschlüssen zu tun.

Gabriele

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DAS ERSTE GEBOT GOTTES

 

Ich Bin der Herr, dein Gott.

Du sollst keine anderen Götter neben Mir haben.

 

Gott – das ewige Gesetz

 

Der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der Gott durch Mose, durch alle Gottespropheten, ist der freie Geist, ist das ewige Gesetz, die Liebe und die Nächstenliebe. Gott, der freie Geist, ist die Schöpferkraft in allem. Wohin wir Menschen auch gehen, wohin wir schauen – in allem ist der ewig waltende Geist. In jedem Menschen, also in uns, in unserer Seele, ist der Geist der Wahrheit, der freie Geist. Er berührt uns in jeder Körperzelle und durch unseren Atem. Alles, was uns umgibt, was wir sehen und nicht schauen, trägt den Geist, Gott, der das Leben ist. Der Mensch ist im Urgrund seiner Seele göttlich, doch er ist nicht Gott. Das göttliche Wesen ist ewig existierend, weil es von Gott, seinem himmlischen Vater, geschaut und geschaffen wurde. Das reine Wesen wird auch Geistwesen genannt.

 

Götzen

 

Das Wort Gottes, das Gebot durch Mose, lehrt uns: „Du sollst keine anderen Götter haben neben Mir.“ Was sind die anderen Götter, gleich Götzen, und wie viele zusätzliche Götzengötter hat der Mensch sich in der heutigen Zeit geschaffen, denen viele verfallen sind, die sie anbeten? Es ist das Geld, die hochgezüchtete Technik, die Vergnügungssucht, die Spielsucht, die Machtansprüche, die extremen Wünsche, Begierden und Leidenschaften und vieles mehr. Jegliche Süchte haben die entsprechende Götzengestalt, die heutzutage von vielen Menschen weltweit gleichsam angebetet wird. Menschen beten Menschen an oder verehren sie, von denen sie glauben – oder die ihnen den Glauben vermitteln –, sie wären von Gott berufen, Menschen zu führen und zwangsweise zu belehren, um sie zu binden. Viele Menschen zahlen den Tribut an Götter, an Götzen, auch an sogenannte Hochgestellte, die sich vom Volk verehren lassen.

 

Schrittweise Erfüllung

 

Das Reich Gottes ist siebendimensional, ebenso das allumfassende, ewige Gesetz, Gott. Wir Menschen haben die Auszüge aus dem siebendimensionalen, ewigen Gesetz von Gott durch Mose für unsere dreidimensionale Welt empfangen, die Zehn Gebote Gottes. Die gelebten Gebote Gottes können uns helfen, das allumfassende Leben aus Gott zu verstehen. Nur durch die schrittweise Erfüllung erlangt der Mensch höhere Ethik und Moral, und nur auf diesem Weg erweitert sich sein Bewusstsein, das tiefer und weiter blickt.

 

Kein Bildnis machen

 

Weil das Reich Gottes siebendimensional ist, sollten wir uns kein Bildnis machen vom Reich Gottes, dem Himmel, noch von dem, was auf, in und über der Erde ist. Nehmen wir die Worte von Jesu von Nazareth ernst, der uns sinngemäß lehrte: „Der Geist Gottes ist in dir, und du bist der Tempel des Heiligen Geistes.“ Angebetete Bildnisse, z.B. Statuen und Heiligenbilder, prägen sich als dreidimensionale Bilder in unsere Seele ein. Wenn dann die Stunde kommt, in der der Körper, die Hülle der Seele, hinscheidet, dann geht die Seele in die jenseitigen Bereiche ein. In und an ihr haften dann die dreidimensionalen Bilder, die dem siebendimensionalen Leben nicht gleichen. Irgendwann wird die Seele erkennen müssen, dass diese Eingaben, die dreidimensionalen Bilder, die sie als Mensch angebetet hat, nicht dem siebendimensionalen ewigen Leben entsprechen.

 

Menschliche Vorstellungswelt

 

Wir Menschen können uns das Reich Gottes nicht vorstellen, auch von den rein-geistigen Welten kein Bild machen, auch nicht von den Geistwesen, die wir Engel nennen, auch nicht von Gott, unserem ewigen Vater, den wir auch Vater-Mutter-Gott nennen und im Vaterunser anbeten, so auch nicht von Christus, dem Mitregenten des Reiches Gottes. Bilder und Statuen entsprechen lediglich unserer menschlichen Vorstellungswelt. Deshalb sollten wir keine Bildnisse anbeten.

 

Das Kreuz ohne Korpus

 

Wir sollten auch nicht den Leichnam Jesu am Kreuz anbeten. Sein Geist ist auferstanden und sitzt als der Sohn Gottes, als Mitregent des Reiches Gottes, zur Rechten des ewigen Vaters. Der Sohn Gottes, der Mitregent des Reiches Gottes, ist der Erlöser aller Seelen und Menschen. Er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben, und Er, Christus, führt uns zum ewigen Vater in das siebendimensionale ewige Reich. Das Kreuz ohne Korpus als das Symbol Seiner Erlösertat ist wegweisend in das Reich Gottes, des Friedens, der Einheit und der Freiheit.

 

Das ewige Gesetz der Gottes- und Nächstenliebe

 

Wie wir gelesen haben, ist der ewige freie Geist allgegenwärtiges Leben und somit in jedem Tier, in allen Pflanzen, also in der Natur, im Mineral und in jedem Stein. In jedem Wassertropfen ist das Leben. Alles in allem ist Einheit, und die Einheit in Gott ist das unvergängliche Leben. Auch wir Menschen sind jeweils nur die Hülle des ewigen Lebens. Tief im Urgrund unserer Seele gehören wir dem Reich Gottes an. So, wie der physische Körper nur die Hülle des wahren Lebens ist, so ist auch jede Lebensform der irdischen Natur, jedes Tier, jede Pflanze, jeder Baum, jeder Strauch, jeder Stein, nur die Hülle des Lebens. Das Leben, die Schöpferkraft, pocht in allen und in allem; es ist der freie Geist, das ewige Gesetz der Gottes- und Nächstenliebe. In allem, was wir sehen und nicht schauen, wirkt das allumfassende, ewige Leben. Die Materie, das Dreidimensionale, ist die Hülle, ist nur der Abglanz der Schöpfung Gottes, in dem das siebendimensionale Leben pulsiert. Befassen wir uns nun mit dem zweiten Gebot, dem freien Geist, dem All-Geist, der die Schöpferkraft ist.

 

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DAS ZWEITE GEBOT GOTTES

 

Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren.

 

Alles ist Energie

 

Wodurch verunehren wir Menschen Gottes Namen? Z.B. wenn wir Seinen Namen fluchen, unehrenhaft schwören oder leichtfertig „lieber Gott, lieber Gott“ rufen, ohne uns darüber Rechenschaft zu geben, dass wir so den Namen Gottes ausrufen, ohne Ihn zugleich im Sinn zu haben. Oder wenn wir Grußworte verwenden wie „Grüß Gott“ oder „Gott zum Gruß“, ohne zu beachten, dass wir die absolute Intelligenz in den Mund nehmen. In so manchen Gesprächen wird das Wort „oh Gott, oh Gott“ ausgesprochen. Was denken wir Menschen dabei? Meist sind es nur leere Worte, Floskeln. Wie wir heute jedoch wissen, ist alles Energie. Daraus ist zu schließen: Für jedes Wort, das aus unserem Mund kommt, sind wir selbst verantwortlich, nicht Gott. Jeder Mensch, der Gottes Namen verunehrt, missbraucht Seinen Namen und vergeudet damit Energie, wodurch er sich selbst bestraft. Gemäß dem Gesetz Aktion gleich Reaktion sind wir für unser Denken, Reden und Handeln selbst verantwortlich – nicht der Allmächtige.

 

„Ach Gott, ach Gott“

 

Von Christus ist uns geboten, unsere Gedanken und Worte zu hinterfragen, in dem Bewusstsein: Was denken und was reden wir? Stehen unsere Verhaltensweisen im Einklang mit dem, was wir aussprechen, z.B. „Grüß Gott“ oder „Gott zum Gruß“ oder „Ach Gott, ach Gott!“? Alles ist Energie. So stellt sich die Frage: Bestraft uns Gott, wenn wir gegen unsere eigene Energie verstoßen, denn diese umfasst auch unser Erdenleben? Nein, wir selbst bestrafen uns, wenn wir unsere Lebenskraft, unsere Energie, mindern.

 

„Gott sei Dank“

 

Immer mal wieder hört man: „Gott sei Dank ist mir dieses oder jenes gelungen bzw. nicht passiert!“ Sind wir dann Gott wirklich dankbar oder ist es nur, leichthin gesprochen, eine Redewendung, eine Floskel? Leider nehmen wir in den seltensten Fällen solche Situationen ernst und zum Anlass, über uns selbst nachzudenken, über unser Verhalten, über unser Leben und nicht zuletzt über die Saat, die wir mit unseren Gedanken und Worten, bewusst oder unbedacht und unbesonnen, in den Acker unserer Seele einbringen.

 

Aktion gleich Reaktion

 

Wir Menschen sollten uns immer öfter bewusst werden, dass unsere Saat irgendwann aufgeht. Was dann? Wer an Aktion gleich Reaktion glaubt, an Saat und Ernte, an Ursache und Wirkung, dem wird klar, dass der Ewige, den wir im Abendland Gott nennen, nicht straft. Infolgedessen zwingt Er uns auch zu nichts, weil Seine Gebote ausnahmslos heißen „du sollst“ und nicht „du musst“. Gerade die Gebote sind Angebote, sind orientierungsweisend. Der Mensch ist frei, zu denken, zu reden, zu handeln, wie es ihm beliebt. Weil wir Menschen frei sind, sind wir auch verantwortlich für unsere Werke, für all das, was wir täglich fühlen, empfinden, denken, sprechen und tun.

 

Unterschied zwischen „du musst“ und „wir müssen“

 

Wir Menschen sollten unterscheiden zwischen „du musst“ und „wir müssen“. „Du musst“ ist persönlich, der Person zugedacht und zugesprochen und somit gegen die Freiheit aus Gott, in der es heißt: „du sollst“. Hingegen sind die Worte „wir müssen“ unpersönlich, weil es allgemein gesprochen ist und keinen Menschen persönlich betrifft, außer, es ist ein Befehl. Dann geht dieser in das Persönliche über und macht unfrei. Daraus ergibt sich dann der bindende Beschluss, der heißt: Trenne, binde und herrsche! Gott, der Ewige, bietet aus Seinem Himmelsgesetz die Gebote durch Mose nur an. In Verbindung mit der Lehre des Jesus von Nazareth, vor allem der Bergpredigt, sind sie der Weg in das Reich Gottes.

 

Politik

 

Christus ist der Mitregent des Reiches Gottes. Sein Name, Christus, wird auch in so mancher politischen Partei verunehrt, gleich missbraucht. Der Name des allmächtigen Gottes und der Seines Sohnes hat mit Politik nichts zu tun. Man fragt sich: Soll er eventuell nur als Aushängeschild benutzt werden, um Menschen zu blenden? Wer die Reden vieler Menschen, auch in den sogenannten christlichen Parteien, prüfen möchte und letzten Endes auch seine eigenen persönlichen Verhaltensweisen, der lese, was uns Jesus in der Bergpredigt als Unterscheidungsmerkmal empfohlen hat. Er lehrte uns unter anderem: „An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen“.

 

Missbrauch

 

Wer die Zehn Gebote Gottes achtet und die Lehren des Jesus von Nazareth, der wird auch erkennen und erfassen, inwiefern der Name des Allerhöchsten und der Name des Jesus, des Christus, in sogenannten christlichen Parteien, Gemeinschaften, Kirchen und dergleichen missbraucht wird. Jeder muss sich für das, was er vorgibt oder dem er anhängt, vor dem Gesetz der Unendlichkeit, vor Gott und vor sich selbst verantworten; das gilt auch, wenn er von einem Unrecht weiß und schweigt und sich überdies noch dieser Vereinigung zugehörig fühlt.

 

Kirchliche Institutionen

 

In kirchlichen Institutionen ist vom strafenden Gott die Rede. Gemäß dem Gesetz des freien Willens bestrafen wir uns selbst, wenn wir um die Gebote Gottes wissen und sie ablehnen. Das Gesetz des Unendlichen ist Gottes- und Nächstenliebe. Es beinhaltet die Freiheit. Wer kirchliche Satzungen befolgt, wo es heißt „du musst“, wer an die ewige Strafe, die Verdammnis heißt, glaubt, der hat noch nicht über den Missbrauch der Gebote Gottes und der Lehren des Jesus von Nazareth nachgedacht.

 

Den Sinn der Worte verstehen lernen

 

Wir Menschen werden immer wieder vom Ewigen, dem freien Geist, angehalten, den Sinn der Worte verstehen zu lernen, auch was die Gebote Gottes betrifft. Die menschlichen Worte sind nur Hüllen, ähnlich wie der Mensch selbst nur die Hülle des wahren Lebens, die Hülle seiner Seele, ist. Menschliche Worte sind also Hüllen, einer Schale gleich; die Inhalte sind ausschlaggebend. Erst wenn wir Menschen bereit sind, die Wahrheit in den Geboten Gottes und in den Worten des Christus Gottes durch ihre Anwendung im täglichen Leben zu finden, dann erleben wir den freien Geist, der nicht zwingt und nicht bestraft.

 

Verantwortung

 

Wie oft hören oder lesen wir von Saat und Ernte, von Ursachen und Wirkung, von Aktion gleich Reaktion. Eine alte Volksweisheit wird, wie so vieles, ohne tiefer zu blicken, gelassen ausgesprochen, z.B.: „Wer nicht hören will, muss fühlen.“ Wer also auf die Hinweise vom Ewigen nicht hören will, der geht seine eigenen Wege. Für die Stolpersteine, die er selbst auf seinen Weg legt, gewisse Inhalte seines Fühlens, Denkens und Sprechens, kann er nicht andere zur Verantwortung ziehen, und schon gar nicht den freien Geist, im Abendland Gott genannt. Wenn der Mensch irgendwann über seine selbst gelegten Hindernisse, gleich Stolpersteine, fällt, dann klagt er in den meisten Fällen Gott dafür an. Die alte Volksweisheit wird ebenso wenig beachtet wie das Gesetz „Was der Mensch sät, wird er ernten“. Wer nicht hören will, muss fühlen.

 

Abkehr von den Geboten

 

Wer seine eigenen Eingaben, seine eigenen Stolpersteine, zu fühlen bekommt, dem sollte bewusst sein, dass es die Abkehr von den Geboten und den Lehren des Jesus von Nazareth ist, von den unsäglich vielen Handreichungen und Hilfen des freien Geistes, Gott. Die Sorgen, die Nöte, das Leid und vieles mehr sind nicht der Willes des Ewigen, sondern der Ausfluss des irrationalen Denkens und Verhaltens des Menschen. Bekommt der Mensch seine eigenen Fußfesseln zu spüren, dann schreibt er es meist nicht sich selbst zu, sondern fragt: „Warum lässt Gott das zu?“ Stattdessen sollte er sich vielmehr fragen: „Mensch, warum lässt du es zu, dass dir das widerfährt?“

 

Konsequenzen

 

Eines sollte uns Menschen vor allem bewusst werden: Die Verantwortung in Bezug auf die Inhalte unseres Fühlens, Denkens, Sprechens und Handelns liegt einzig bei uns selbst. Manch einer könnte sagen: „Das hat aber mit Freiheit nichts zu tun. Gott müsste uns doch helfen und beistehen, Gott müsste uns doch schützen!“ – Der Ewige steht uns sehr wohl bei. Er hilft und schützt uns. Doch wenn wir nicht wollen, wenn wir Seine Hand ausschlagen, indem wir den Geboten Gottes und den Lehren des Jesus von Nazareth den Rücken zuwenden, dann wird es ähnlich sein wie bei einer Familie, wo der Vater zu seiner Tochter, zu seinem Sohn sagt: „Pass auf! Tue das nicht; das hat Konsequenzen.“ Tochter oder Sohn denken unter Umständen: „Ach, was der Vater sagt; ich halte es so, wie ich es will.“ Trotz der mahnenden Worte des Vaters „Tue das nicht – es hat Konsequenzen“, meint unter Umständen die Tochter, der Sohn: „Wozu denn, was heißt Konsequenzen?“ Eventuell sagen sie trotzig, gar zornig: „Die nehmen wir auf uns!“ Was sagt unter Umständen der Vater?  „An meine mahnenden Worte kann ich euch nicht binden. Ihr habt die Freiheit, es zu tun; aber jeder von euch hat nun mal das zu tragen, was sich daraus für ihn ergibt.“

 

Freiheit als Erbgut

 

Ähnlich ist es bei Gott, unserem himmlischen Vater. Wenn der Mensch nicht will, obwohl er um die Gebote Gottes durch Mose und um die Lehren des Jesus von Nazareth weiß und meint: „Was soll das? Das interessiert mich nicht; wir haben eine andere Zeit; ich mache was ich will“, dann wird Gott ihn zu nichts zwingen und ihn auch nicht bestrafen, denn der Mensch hat die Freiheit, weil Gott, der Ewige, allen Wesen und Menschen die Freiheit als Erbgut gegeben hat. Der ewige Geist, Gott, uns Sein Sohn, Jesus, der Christus, versöhnen, vergeben und stehen bei, dann, wenn wir es wollen, wenn wir auf den einen freien allgegenwärtigen Geist zugehen und das beachten, was Er uns angeboten hat: die Auszüge aus dem ewigen Gesetz der Gottes- und Nächstenliebe, die Zehn Gebote, und Jesus von Nazareth die Himmelslehre, vor allem die Bergpredigt.

 

Fragen wir uns:

 

Wovor soll Gott, der Ewige, uns schützen – eventuell vor dem, was wir trotzig, gleich selbstherrlich, verursacht haben? Fragen wir uns: Wenn Gott so handeln würde, wären wir dann von heute auf morgen andere, unserem eigenen Denken und Verhalten gegenüber wachsamere Menschen, die das Ungute ihres Verhaltens, das zu den Misshelligkeiten führte, künftig lassen – oder würden wir mit dem, was uns beliebt, fortfahren?

 

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DAS DRITTE GEBOT GOTTES

 

Gedenke, dass du den Sabbat heiligst.

 

Der siebte Tag

 

Die Arbeitnehmer von heute müssen sich den Gegebenheiten des jeweiligen Betriebes anpassen, so dass nicht prinzipiell gesagt werden kann, dass der siebte Tag der Tag der Ruhe sein muss. Für Menschen, die z.B. Schichtarbeit leisten, oder Menschen, die in der Gastronomie arbeiten, kann in vielen Fällen der siebte Tag kein Ruhetag sein.

 

Das Wörtchen „warum“

 

Kein Mensch ist ausgeschlossen von dem ewigen Gesetz, der Gottes- und Nächstenliebe, die die Freiheit beinhaltet. Gleich an welchem freien Tag, sollten wir Menschen uns einige Minuten der Besinnung einräumen, um über die zurückliegenden Tage nachzudenken. Was war gut, was weniger gut oder gar schlecht? Aus allem können wir einiges herauslesen oder aus Gesprächen einiges heraushören, insbesondere dann, wenn sich unsere Gefühlsebene meldet, sowohl im positiven als auch im gegensätzlichen Sinne. Es ist hilfreich, dann, wenn wir ein sogenanntes mulmiges Gefühl haben, das Wörtchen „warum“ anzuwenden, das wir an uns selbst richten. Das Wörtchen „warum“ kann vieles aufschlüsseln, was wir unter Umständen im Laufe der zurückliegenden Stunden oder Tage vergessen oder gar verdrängt haben. Auch könnten wir uns besinnen, dass in uns eine mächtige positive Kraft wirkt, die wir Menschen im Abendland Gott nennen und die uns beistehen möchte.

 

Das Gebet

 

Sollten Gedanken Sie bestimmen wollen, eventuell eine Kapelle oder eine Kirche aufzusuchen, um dort zu beten, dann lesen Sie, was Jesus von Nazareth uns Menschen lehrte. Er lehrte uns zum einen, dass jeder Mensch der Tempel Gottes ist und Gott in des Menschen Seele wohnt. Zum anderen lehrte Er uns in Bezug auf das Gebet Folgendes:

 

„Wenn du aber betest, so gehe in deine Kammer, und wenn du die Türe geschlossen hast, bete zu deinem himmlischen Vater, der im Verborgenen ist; und der Verborgene Eine, der ins Verborgene sieht, wird es dir öffentlich anerkennen.“

 

Sie, wir, alle Menschen sind frei, so zu beten, so zu denken und zu handeln, wie es dem Einzelnen von uns beliebt. Eines sollten wir nicht leichtfertig außer Acht lassen: dass wir selbst verantwortlich sind für unser Tun und Lassen, für unser gesamtes Verhalten.

 

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DAS VIERTE GEBOT GOTTES

 

Du sollst Vater und Mutter ehren (achten).

 

Menschen ehren?

 

Menschen der heutigen Zeit geben sich vielfach selbst die Ehre. Und Menschen ehren Menschen. Z.B. werden Menschen geehrt, die in die Gesellschaft beachtliche Forschungsergebnisse einbringen oder die von Positionierten in Regierung und Staat in höhere gesellschaftliche Ränge erhoben werden. In unserer Zeit werden z.B. Spitzensportler, Schauspieler und andere Künstler sowie Menschen, die ihren Luxus und Reichtum zur Schau stellen, bewundert und geehrt. Auch sollen die Kinder Vater und Mutter ehren. Wir sollen also Menschen die Ehre erweisen.

 

Jesus von Nazareth lehrte …

 

Wir Menschen sind vor Gottes Angesicht alle gleich, Brüder und Schwestern, Kinder eines Vaters, der im Himmel ist, so, wie es uns Jesus von Nazareth lehrte, der z.B. wie folgt zu den Menschen sprach, die das Volk im Namen des Ewigen lehrten:

 

„Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn nur einer ist euer Meister, ihr alle aber seid Brüder. Auch sollt ihr niemand auf Erden euren Vater nennen; denn nur einer ist euer Vater, der im Himmel. … Der Größte von euch soll euer Diener sein. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.“

 

Titel und Würden

 

Einerlei, welche Titel der Mensch erwirbt und mit welchen Würden er sich schmückt – er ist vor Gottes Angesicht dem Nächsten gleich, ohne Titel und Würden; das gilt auch den Menschen, deren Kind, deren Erdensohn und –tochter wir sind. Das Gotteswort ist das ewige Gesetz, ist das wahre Leben. Es lautet unter anderem: „Einer trage des anderen Last“, was besagt: einer helfe dem anderen.

 

Achtung vor dem Nächsten

 

Sich selbst als ehrenhaft geben oder sich von anderen ehren lassen, ist im all-ewigen, universalen Gesetz der Gleichheit, Freiheit und Einheit nicht vorgesehen. Die Gottes- und Nächstenliebe beinhaltet die Achtung vor dem Nächsten, dass wir Menschen uns also gegenseitig achten sollen und Gott, den allgegenwärtigen Geist, der das Leben in allen und in allem ist, Ehre erweisen, indem wir auch Seine Schöpfung achten, zu der Menschen, Tiere, Natur, die Mutter Erde gehören. Nur wer das Leben achtet, der ehrt Gott. Wer das Leben zerstört, der missachtet Gott.

 

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DAS FÜNFTE GEBOT GOTTES

 

Du sollst nicht töten.

 

Weit gefächert

 

Gerade das fünfte Gebot ist weit gefächert, denn kirchlich institutionelle Kreise haben das Töten umgewandelt in das Wort „morden“. Nach der heutigen Aussage darf man z.B. im Krieg töten; vorsätzliches Töten hingegen ist Mord. Nehmen wir das Wort „Krieg“ gemäß der Aussage des Jesus von Nazareth unter die Lupe, dann lesen wir, was Jesus uns lehrte, z.B.:

 

„Wer zum Schwert greift, wird durch das Schwert umkommen“

 

Jesus von Nazareth war durch und durch Pazifist. Er lehrte die Friedfertigkeit. Jesus von Nazareth war ein Mensch des Friedens und der Himmelsfürst des Friedens. Wer das Wort „töten“ zu „morden“ umwandelt und somit in seiner Bedeutung abgeschwächt hat, ist letztlich für den Krieg und gegen die Lehre des Jesus von Nazareth. Vor Gottes Angesicht, vor dem himmlischen Vater, den uns Jesus nahebrachte, sind wir alle Brüder und Schwestern, die von Gott, ihrem himmlischen Vater, das Leben, das ewige Leben empfangen haben. Wir Menschen atmen, weil in unserem Atem das Leben strömt, das die allmächtige Kraft ist. Wer hat das Recht, oder wer nimmt sich das Recht heraus, seinem Bruder, seiner Schwester den Atem zu nehmen?

 

Das Leben achten

 

Jesus von Nazareth lehrte uns, dass wir Menschen nicht das Recht haben, einen Menschen zu töten. Das gilt auch für das mutwillige Töten eines Tieres und einer Pflanze im Saft. Uns Menschen ist geboten, die Erde mit allem, was auf ihr, in ihr und über ihr ist, zu achten, zu lieben und zu schätzen, denn in allem ist das Leben, und das ist der allwaltende, freie Geist, der einzig das Leben ist in allen und in allem.

 

Wer hat das Leben gegeben?

 

Gerade die heutige Menschheit ist von der ewigen Wahrheit, die wir im Abendland Gott nennen, weit entfernt. Leider denken sehr wenige darüber nach, dass Er der mächtige Geist der Unendlichkeit ist, der Schöpfer, dessen Lebenskraft in allem waltet. Ob es die Universen sind, die mächtigen Sonnen und Planeten oder das kleinste Tierlein auf der Erde – alles trägt das Leben vom ewigen Geist, dem Schöpfer allen Seins. Wer hat also das Recht, in das Leben, das ewig ist, einzugreifen? Wer hat das Leben gegeben? Wessen Eigentum ist das Leben? Der Mensch, das Tier, die gesamte Natur hat das Recht zu leben, und zwar so lange, bis das irdische Dasein ausfließt. Jeder Mensch, die gesamten Naturreiche haben also das Recht, als grobstoffliches Dasein so lange zu sein, bis ihre Zeit gekommen ist, in der sie als geistige Lebensform zurückgehen in den Schoß des ewigen Lebens.

 

Unsere Welt der Arroganz

 

Der heutige Mensch lässt das Gesetz von Saat und Ernte – was der Mensch sät, das wird er ernten – meist außer Acht. Blicken wir tiefer in unsere Welt der Arroganz und Ausbeutung von Mensch und Natur, dann erleben wir, dass die ungute Saat nicht erst reift, sondern aufgeht, also zur Wirkung kommt. Doch wen kümmert das? Der eine mehr, der andere weniger denkt: „Ich bin mir selbst der Nächste. Ich bin nicht gemeint.“ Doch Sie, wir alle sind gemeint, denn wir tragen das Leben und tragen auch unsere Freiheit, wodurch das Fallgesetz entstand, das lautet: Was der Mensch sät, das wird er ernten.

 

Wer bewusst tötet …

 

Wer also bewusst tötet, einerlei, ob es im Krieg ist oder als Landwirt oder als Forstmann oder Jäger – keiner hat das Recht, mutwillig zu töten. Wer mutwillig, also willentlich tötet, ist gegen das Gesetz des Lebens und somit gegen den Schöpfergott. Der Endpunkt für jeden heißt: Was du säst, wirst du irgendwann ernten, denn die Seele jedes Menschen lebt ewig. Einst geht die Seele in die jenseitigen Reiche und hat das zu tragen, was der Mensch gesät hat.

 

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DAS SECHSTE GEBOT GOTTES

 

Du sollst nicht ehebrechen.

 

Vertrauensbruch

 

Ehebrechen ist Treue-, gleich Vertrauensbruch. Ehen werden meist aufgrund von gegenseitigem Vertrauen geschlossen. Ob die Ehefrau oder der Ehemann das Vertrauen aufkündigt, indem er eine andere Frau bzw. sie einen anderen Mann körperlich bevorzugt, dieser Mensch hat das Versprechen gegenseitiger Treue gebrochen.

 

Treue

 

Die heutige Zeit scheint nicht nur schnelllebiger zu sein, auch in Bezug auf Treue wird diesem Schein Rechnung getragen, in der Vorstellung, man müsse das Leben genießen. Auch was Ehe und Partnerschaft anbelangt, steht die schnelllebige Zeit Pate, denn heute verspricht man sich die Treue – morgen sieht es schon ganz anders aus.

 

Arbeitsvertrag

 

Auch in vielen Konzernen und Betrieben ist es ähnlich. Man schließt einen Arbeitsvertrag, in dem inhaltlich das Vertrauen zum Betrieb vermerkt ist. Doch wenn es um Eigenprofit geht, wenn eventuell darüber hinaus betriebliche Machenschaften und Manipulationen im Spiel sind, dann ist der Arbeitsvertrag oftmals nur noch Makulatur.

 

Formen des Opferkultes

 

Wohin man auch blickt, die heutige Zeit, die heutige Welt ist zum Opferkult geworden. In vielen Fällen opfert man die Ehe und die Partnerschaft für eine kurzlebige Freundschaft. Ob Frau mit Kind oder auch ohne, es spielt keine Rolle – die scheinbar schnelllebige Zeit verlangt ihren Tribut. Ob Ehebruch, gleich Treuebruch, gleich Vertrauensbruch – es spielt kaum mehr eine Rolle; man opfert den Nächsten, man opfert eine vertragliche Unterzeichnung. Die Formen des Opferkultes sind mannigfältig. Das Leben heute kann mit einem Würfelspiel verglichen werden. Heute ist die Nummer eins die oder der Vertrauenswürdige – morgen ist eventuell schon Nummer drei, fünf oder gar Nummer sechs der Vertraute oder die Wünschenswerte.

 

Schnellzeitjünger

 

Und so meint manch einer: „Was will man da noch mit den Geboten Gottes, die vor einigen tausend Jahren sogenannten Steinzeitmenschen zugeordnet wurden?“ Hand aufs Herz: Wird nicht so und ähnlich von vielen Schnellzeitjüngern gedacht, die der Ansicht sind, heute müsse gelebt werden, und sei es auf Kosten anderer, auch auf Kosten von Leid und Schmerz derer, die zurückgelassen wurden und zu tragen haben?

 

Gott ist unwandelbar

 

Mögen wir Menschen auch noch so viele Abartigkeiten für gang und gäbe halten und uns deswegen nicht einmal schämen – Gott, der Ewige, ist unwandelbar. Er ist der Gleiche, gestern, heute und wird es auch morgen sein. Sein ewiges, kosmisches Gesetz ist absolut; es ist Gegenwart. Wenn es im sechsten Gebot Gottes heißt: „Du sollst nicht ehebrechen“, dann heißt das unter anderem: „du sollst dein Versprechen halten“, was ehrhafte Treue, gleich ehrhaftes Vertrauen, anbelangt, ob in der Ehe, in der Partnerschaft, in Konzernen, in Betrieben und dergleichen. So, wie der Mensch von gestern in der sogenannten Steinzeit sein Denken und Reden, sein ganzes Verhalten an den Geboten Gottes messen sollte, das Gleiche gilt heute in der sogenannten technisierten Zeit, die der Mensch als Zeit des Aufgeklärtseins bezeichnet.

 

Ehrlichkeit, Offenheit …

 

Ehe, Partnerschaft und vertragliches Versprechen sollten auch heute von Ehrlichkeit, Offenheit, Treue, Geradlinigkeit und Vertrauen getragen sein. Wer die Gebote Gottes und seit zweitausend Jahren die Lehren des Jesus von Nazareth, des Christus Gottes, ernst nimmt und Schritt für Schritt erfüllt, der erlangt Weitblick und Einblick und kann wägen, wen er z.B. als Mensch vor sich hat, und wem er sein Vertrauen schenken kann. Es heißt also im sechsten Gebot: „Du sollst nicht ehebrechen“.

 

Bruch bleibt Bruch

 

Bruch bleibt Bruch. Was repariert ist, ist nicht mehr ganz. Deshalb prüfe man als erstes sich selbst, bevor man Unrecht tut, also etwas in die Brüche gehen lässt. Das heißt: Wir sollten erst überlegen, bevor wir etwas zerschlagen, denn das Kitten des Gebrochenen kostet oftmals viel mehr Zeit, und gekittet ist nun mal gekittet – es wird nichts Ganzes mehr daraus. So manches, das in die Brüche ging, findet unter Umständen in dem Gesetz von Saat und Ernte, „Was du säst, wirst du ernten“, seinen gerechten Widerhall.

 

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DAS SIEBTE GEBOT GOTTES

 

Du sollst nicht stehlen.

 

Zwei Kategorien

 

Das Wort „stehlen“ könnte man in zwei Kategorien einteilen. Die erste Kategorie könnte Diebstahl heißen, die zweite Kategorie Stehlen. Wie schnell sagt man: „Aber, aber, ich stehle doch nicht!“ Können wir Menschen das so ohne weiteres behaupten, wenn wir doch wissen, dass alles Energie ist und auch unsere Zeit ein Energiefaktor ist?

 

Zeit stehlen

 

Wer ist ein Dieb? Z.B. könnten wir den Menschen als Dieb bezeichnen, der Geld und Sachwerte entwendet. Ein anderer könnte als der Dieb bezeichnet werden, der seinen Mitmenschen die Zeit stiehlt, der z.B. lange unnütze Gespräche mit viel Wenn und Aber führt und nicht auf den Punkt kommt; oder er ergeht sich im sogenannten „small talk“ und findet kein Ende; oder wenn einer vom anderen etwas verlangt, was er selbst hätte tun können; oder wenn der eine mit dem anderen streitet, weil jeder Recht haben will und keiner dem anderen sein Quäntchen der sachlichen Richtigkeit zugestehen will.

 

Zeitvergeudung gleich Energievergeudung

 

Die Zeit-, gleich Energievergeudung trifft in vielen Situationen zu, in vielfältigen Variationen, die hier nicht alle aufgezählt werden können. Das und vieles mehr ist der Raubbau an Energie, wobei der eine dem anderen mehr oder weniger Energie stiehlt. Jeder von uns könnte sicher eine ganze Skala von Beispielen einbringen, wenn es darum geht, was dem Diebstahl oder dem Stehlen gleichkommt. Doch es geht nicht um weitere Erkenntnisse, welche Formen von Stehlen es gibt, sondern es geht um jeden von uns persönlich, in der Frage: Wann verstoße ich, wann verstoßen wir gegen das Gebot „Du sollst nicht stehlen“?

 

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DAS ACHTE GEBOT GOTTES

 

Du sollst kein falsches Zeugnis geben wider deinen Nächsten

 

Unwahres reden

 

Falsches Zeugnis geben besagt, über einen anderen Unwahres reden, vor der Gerichtsbarkeit Unwahres von sich behaupten und über andere falsche Aussagen zu machen. Seinen Mitmenschen zu Munde reden, ihnen zu schmeicheln, sie in ihrem Verhalten zu bestätigen, aber auch über sie anders zu denken, als wir reden, ist ebenfalls Falschheit und verstößt gegen das achte Gebot.

 

Unsere Meinung …

 

Die Behauptung, dass unsere Meinung die Wahrheit sei, ist auch dieser Kategorie zuzuordnen. Eine Meinung besagt immer, dass wir es nicht wissen. Unsere Meinung, die wir als Wahrheit ansehen, ist meist ein Denkvorgang unsererseits, ein Denkschema, etwas, das wir ausgedacht haben und das für uns logisch erscheint. Das deklarieren wir dann als unsere Meinung. Da aber eine Meinung von Nicht-Wissen Zeugnis gibt, kann sie unwahr sein. Das kann als falsches Zeugnis gewertet werden.

 

Gerüchte

 

Falsches Zeugnis geben könnten auch unwahre Gerüchte sein, die wir verbreiten, um einen gewissen Zweck damit zu erreichen. Mit Gerüchten kann man andere beschuldigen. Auch das verstößt gegen das achte Gebot.

 

Kontrolle unserer Gedanken und Worte

 

Wir sollten also nicht falsch Zeugnis über unsere Mitmenschen abgeben, sondern öfter über uns selbst nachdenken, ob wir uns unter Kontrolle haben bezüglich unserer Gedanken und Worte, denn was von uns ausgeht, ist Energie und kommt irgendwann wieder auf uns zurück – ob wir Wahres aussprachen oder aussprechen oder Unwahres. Wer nach moralischen Werten verlangt, sollte sich vor Gesprächen selbst die Frage stellen: Ist das, was ich sagen will, wahrhaftig? Oder wäre es falsches Zeugnis wider meinen Nächsten?

 

Garantie der Wahrheit

 

Wenn wir uns die Mühe machen, über das achte Gebot nachzudenken, über das Falsch-Zeugnis-Geben und dass alles Energie ist, auch unsere Gedanken, dann müsste uns Menschen bewusst werden, dass wir, jeder Einzelne, für alles, was von uns ausgeht, ob es Gedankenenergie, Wort- oder Tatenergie ist, der Garant sind. Können wir garantieren, dass das, was wir sagen, der Wahrheit entspricht? Deshalb sollten wir der Kontrollmechanismus über uns selbst, die Waage, sein.

 

Alles ist Energie

 

Wir sollten uns mehr und mehr klar werden, dass alles Energie ist und jede Energie, die von uns ausgeht, ob positiv oder negativ, wieder auf uns zurückkommt. Bewusst falsches Zeugnis geben kann man als Lügen bezeichnen.

 

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DAS NEUNTE GEBOT GOTTES

 

Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib.

 

Begierde

 

Das Wort „begehren“ beinhaltet Begierde, das Besitzenwollen, den Wunsch, das, was ich begehre, zu nehmen, um es als mein Eigentum zu betrachten. Das „Mein“ und das „Mir“, das Sich-zu-eigen-mach-Wollen, lässt sich mit dem einen Wort „begehren“ aufschlüsseln. Wenn wir unser Begehren wahr machen, dann ist im Sinne des Neunten Gebotes das Weib, also die Frau, das Eigentum dessen, der sie durch die Begierde erworben hat. Im übertragenen Sinne kann dann gesagt werden: Sie, die Frau, ist zu Sklavin dessen geworden, der sie willentlich und wissentlich begehrt hat.

 

Körperliche Zwecke

 

Das Gleiche kann auf den Mann übertragen werden oder gar auf ein Kind, das z.B. für körperliche Zwecke begehrt, gleich missbraucht, wird. Wenn ein Mann eine Frau begehrt oder eine Frau einen Mann oder gar ein Mann ein Kind, dann stellt sich automatisch die Frage: Für welchen Zweck? Wie schon gesagt, ist die Begierde meist körperbezogen, wodurch vielfache Abhängigkeit entsteht, also modernes Sklaventum. Ist die „Sklavin“ oder der „Sklave“ – bishin zum zwanghaften Kindesmissbrauch – ausgekostet und somit nicht mehr von Interesse, dann macht sich im Fallengelassenen vielfach die Bitternis, die Leere, das Weggeworfen- und Ausgenütztsein breit. Das Kind, das seiner Unschuld beraubt wurde, bleibt oftmals leer, körperlich und psychisch ausgebrannt, zurück. Aus diesem Geschehen entsteht vielfach Hass und eventuell sogar der Wunsch nach Rache.

 

Wer ein Kind missbraucht …

 

Und wer ein Kind begehrt und missbraucht, für den wäre es besser, er wäre nicht geboren. Drastisch sagte dazu Jesus:

 

„Wer einen von diesen Kleinen, die an Mich glauben, zum Bösen verführt, für den wäre es besser, wenn er mit einem Mühlstein um den Hals im tiefen Meer versenkt würde.“

 

Weitere Aspekte

 

Das Wort „begehren“ hat weitere Aspekte wie z.B. hinterhältiges Abwerben von Fachkräften aus Konzernen und Betrieben, um ihr „Know-how“ dort einzubringen oder um Betriebsgeheimnisse auszuspionieren, wobei beides um Ansehen und Geld geht. Auch das kann man im übertragenen Sinn als Sklavenhandel bezeichnen. Es könnten noch viel, ja unzählige Beispiele angeführt werden. Eines jedoch sei festgestellt: dass die Begierde ganz unterschiedliche Facetten hat.

 

Wer käuflich ist …

 

Auf jeden Fall sei gesagt: Wer käuflich ist und auf das Begehren, gleich die Begierde, hereinfällt, wird zum modernen Sklaven, der sich seinem Verkäufer ausliefert und dadurch unfrei ist und bleibt, bis er sich darauf besinnt, was eigentlich der erste Schritt zur Freiheit wäre. Er hieße:

 

Bleibe dir selbst treu!

 

Der zweite Schritt könnte heißen: Achte auf die Fangseile, die ausgelegt werden. Der dritte Schritt hieße: Lass dich nicht abwerben – bewirb dich selbst, indem du dir eine gute, spezielle Fachausbildung aneignest, die dir Freude bereitet und mit der du deinen Lohn verdienst, denn jeder gute Arbeiter ist seines Lohnes wert. Der vierte Schritt könnte heißen: Achte auf Schmeicheleien, die dem Begehren und der Begierde vorausgehen. Frage dich: Was ist, wenn der Zug der Begierde abgefahren ist – wer bist du dann? Eventuell ein ausgebrannter Waggon, der nicht so recht weiß, auf welchem Rangiergleis er steht …

 

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DAS ZEHNTE GEBOT GOTTES

 

Du sollst nicht begehren deines Nächsten Hab und Gut.

 

Parzellenkuchen Erde

 

Das Zehnte Gebot Gottes durch Mose lässt uns tiefer blicken, dann, wenn wir unsere Erde betrachten, die Gott allen Menschen gegeben hat, auf dass sie Seine Menschenkinder ernähre. Was hat der Mensch aus dem Planeten Erde gemacht? Letzten Endes eine Parzelleninsel. Wer Geld und Güter ererbt oder erworben hat, der besitzt ein entsprechend großes Landstück, eine große Parzelle, die er sein Eigentum nennt. Ein anderer besitzt nur ein kleines Stückchen von diesem großen, aufgeteilten Parzellenkuchen Erde. Wieder ein anderer hat kein Parzelleneigentum; er ist Arbeiter, der sein Brot und das seiner Familie verdient. Von diesem Verdienst leben er, seine Frau und Kinder so recht und schlecht.

 

Eigentum

 

Der Parzellengroßbesitzer, der Großkapitalist, lässt auf seinem Parzelleneigentum, seiner Parzelleninsel, die Arbeiten von sogenannten Arbeitern und Angestellten verrichten. Er selbst lebt vorzüglich und genießt – letzten Endes durch die Arbeit anderer – das „Mein“ und „Mir“, das sein Leben ist. Er braucht nicht wie der Arbeiter, der Angestellte, sein täglich Brot verdienen; die anderen tun es für ihn. Die Arbeiter, die Angestellten bekommen ihren Lohn und der Besitzer daraus sein Kapital, das er entsprechend anlegt, um dadurch sein „Eigentum“ zu mehren.

 

Ungleichheit

 

Dass diese immer größer werdende Ungleichheit zu Neid, Hass, Begehrlichkeiten und dergleichen führen kann, ist nicht von der Hand zu weisen, wenn man bedenkt, dass in unserer Zeit die Reichen immer reicher werden und die Armen immer ärmer.

 

Jesus und die Reichen

 

Um wieviel deutlicher klingt heute das Zehnte Gebot Gottes an unser Ohr. Schon Jesus von Nazareth sagte:

 

„Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt“.

 

Diese Aussage kann auf die Parzellierung des Erdplaneten bezogen werden. Die Jesusworte kümmern die Reichen noch weniger als früher, da noch mehr Herz auf dem persönlichen Prüfstand gewogen und die Werke der Nächstenliebe gemessen wurden. Heute ist sich jeder selbst der Nächste.

 

Das Gesetz von Saat und Ernte

 

Doch was gestern zählte, zählt auch heute. Keiner kann sein Geld und seine Güter ins Jenseits mitnehmen. So, wie der Reiche früher, so ist es auch heute. Keiner kann durch das sogenannte Nadelöhr kommen, weil das Himmelreich für den Reichen noch weit entfernt ist. Wo wird dann seine arme Seele sein, wenn der Reichtum nicht mehr zählt? Das Gesetz von Saat und Ernte wird den Ausgleich schaffen. Deshalb ist es nicht lohnend, des Nächsten Hab und Gut zu begehren. Auf jeden Fall:

 

Die Erde ist Gottes Planet

 und nicht das Werk menschlicher Ichsüchte!

 

Wer die Zehn Gebote Gottes durch Mose sinnbewusst erfasst, der erkennt: Ohne das gelebte Wort irrt der Mensch tagtäglich umher; er weiß nicht, wer er ist und warum er im Zeitlichen als Mensch lebt.

 

 

 

ENDE DER KOMPLETT-LESEPROBE

 

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