FREICHRISTLICHER

 

 

STERBE- UND TRAUER-BEISTAND

 

Wieviel unnötiges Leid wird gelitten, welches nicht gelitten werden müsste. Wieviel Trost würden alle Sterbenden und auch die trauernden Hinterbliebenen erfahren können, wenn wir uns nicht so sehr verloren vorkämen, weil wir noch in einer selbstverschuldeten Unwissenheit verharren. Wie anders, wieviel froher und angstfreier könnten wir unser Leben und unser Sterben gestalten, wenn wir wüssten, dass wir nicht sterben, wenn wir sterben. Wie angstfrei könnten wir agieren und reagieren, wenn wir den Tod als Tor zum ewigen Leben erkennen würden.

 

Meine eigene ehemalige Ratlosigkeit

 

„Sag´ doch was,“ bat mich ganz leise meine sterbende Mutter, als ich an ihrem Krankenhausbett saß und ratlos und fassungslos ihre Hand hielt. Ich sagte nichts, vor 26 Jahren, dabei wäre so unendlich viel zu sagen gewesen. Ein sehr schwieriges, spannungsreiches Mutter-Sohn-Verhältnis lag hinter uns und wir beide hatten uns „nichts geschenkt“. Die Bitte um Vergebung und die Vergebung blieben aus - eine Schande vor dem Herrn. Was ich heute weiß und erkannt habe, wusste ich damals noch nicht, aber schlimmer war mein noch kaltes Herz damals.

 

Kalte Herzen …

 

 

… Ursachen aller Schmerzen

 

Wenn ich dieses heute offen bekenne, meine damalige Innere Kälte und die auf ihr beruhende Unwissenheit über den Sinn des Lebens und des Sterbens, dann deswegen, weil es mir heute darum geht, sterbenden Mitmenschen so beizustehen, wie ich meiner Mutter und meinem Vater hätte beistehen sollen. Ebenso bedürfen die vielleicht noch ratlosen Angehörigen Beistand und Aufklärung, denn auch sie und wir alle werden sterben dürfen. Hier kann und sollte der erste Umdenkprozess stattfinden: wir müssen nicht sterben, sondern wir dürfen sterben!

 

Es gibt keinen Tod …

 

 

… denn wir alle sind unsterblich!

 

Eine jede Gewissensfrage ist immer auch eine Frage der Gewissheit. Gewissheit und Gewissen sind zwei Pole des Lebens in und aus Gott. Wer anders sollte sonst der Ursprung allen Lebens sein als Gott, diese unerschöpfliche und ewige Quelle allen Seins, diese Quelle der Liebe, die in uns allen mehr oder weniger stark pulsiert? Warum haben wir Angst? Wir haben Angst, wenn wir nicht in der Gewissheit des Christus-Gottes, des Ewigen, leben. Unser Gewissen kann nur funktionieren, wenn wir in der Gewissheit des Christus-Gottes und in Christus leben.

 

 Christus-Gewissheit

 

 

und Christus-Gewissen

 

Christus-Gewissheit ist mehr als Glaube. Der Glaube an Christus als unseren Erlöser, der alle Seelen im Diesseits und im Jenseits wieder zu ihrem Ursprung, ins Reich Gottes, führen wird, ohne Wenn und Aber, ohne Hölle und ewige Verdammnis, ist nur der Anfang, das Entree, für ein neues Leben unter der Führung Christi. Der Glaube an sich bewirkt gar nichts. Der Glaube kann nur dann Berge versetzen und eine Lichtzeit auf Erden entstehen lassen, wenn wir die Gesetze des Lebens erfüllen. Das tun wir meist noch nicht, weil wir vergessen haben, woher wir kommen und wohin wir gehen.

 

Wir haben vergessen,
 

 

… woher wir kommen, und

 

 

… wohin wir gehen werden

 

Die Angst vor dem Tode ist die Mutter aller Ängste, die uns auf Erden plagt. Wer in der Ungewissheit lebt, der muss Angst haben. Wer noch in der Finsternis gefangen ist, muss Angst haben, denn Ungewissheit und Finsternis sind Angst-Generatoren. Christus hat uns aber allen, auch allen Sündern, ja selbst den Dämonen, ewiges Leben im Lichte Gottes verkündet, wenn wir uns für Christus, für den Weg ins Licht und für die Wahrheit entscheiden, in Gedanken, Worten und Taten. Für diese Entscheidung, für den Christus-Weg ist es nie zu spät – warum nicht?

 

warum alle unsere Wege

 

 

… ins ewige Licht zu Gott führen

 

Die Angst vor dem Sterben kann auch darin begründet liegen, wenn wir auf ein sündhaftes Leben zurückblicken müssen, in dem wir vielleicht viel Schuld auf uns geladen haben. Wir resignieren dann vielleicht am Ende unseres Erdendaseins, weil wir denken, wir könnten nun ja nichts mehr gutmachen. Wen solche Gefühle beschleichen, der ist auf gutem Wege, denn es sind Gefühle der Reue. Schuldbewusstsein ist ein gutes Signal dafür, dass unser Gewissen noch tickt. Christus lehrt uns: „Wer anklopft, dem wird aufgetan.“ Wer es nicht tut, der ist auf dem „Holzweg“, aber:

 

… aber auch der Holzweg

 

 

… führt letztlich ins ewige Licht, zu Gott

 

Die Priesterkaste der Staats- und Machtkirchen-Konzerne wussten sehr genau, warum sie uns, über ca. 1.700 Jahre lang, ihren Kirchen-Straf-Gott, ihren Höllen-Gott als Tyrann über Leben und ewige Verdammnis eingebläut hatte. Unserem Erlöser und Seinen Weg in das ewige Leben im Lichte Gottes sollten wir, laut Kirche, misstrauen. Sie führten uns vorübergehend auf den berühmt-berüchtigten Holzweg in den Sumpf der Finsternis. Dieser Holzweg ist nun morsch, denn Christus lehrt uns heute wieder durch Prophetenmund, dass es diesen Höllen-Gott nicht gibt, sondern:

 

… das Licht durchdringt immer die Finsternis, und

 

 

… niemals durchdringt die Finsternis das Licht

 

Durch Seine Künder- und Lehrprophetin Gabriele lässt uns Christus durch viele Offenbarungen wissen, dass auch diejenigen Menschen und Seelen, die sich auf den Holzweg der dunklen Priesterkulte begeben haben und hatten, jederzeit den Pfad der Tugend gehen können. Diesen Weg zu  Gott lebte Er, Christus, uns nach Seiner Niederkunft in den Leib des Nazareners Jesus vor. Er, Christus, lehrte uns damals wie heute, dass nicht nur Er, Christus, in Gestalt des Jesus, nicht von dieser Welt ist, sondern, dass auch wir Menschen nicht von dieser Welt sind.

 

Reinkarnation = Wiederverkörperung der Seele

 

 

… eine Gnaden-Gabe Gottes zu unserer Läuterung

 

Oft sagen Menschen am Ende dieses Erdendaseins: „Ach, könnte ich doch nur noch einmal von vorne anfangen – ich würde so gerne vieles anders machen, als ich es tat.“ Christus lehrt uns durch Gabriele, dass Gott, unser Schöpfer und ewiger Vater, genau dieses gewährte und immer noch gewährt. Seit dem Sündenfall, als viele ehemals reine Geistwesen sich mit Luzifer in die tiefsten Tiefen der verdichteten Materie haben mitreißen lassen, gewährte uns Gott viele Wege der Läuterungen, u.a. auch den Weg einer erneuten Einverleibung.

 

Über viele Generationen hinweg …

 

 

… zog es uns immer wieder zur Erde

 

Hier liegt das von den Kirchen verfluchte „Geheimnis“ - nämlich, dass wir in Wirklichkeit nicht sterben, wenn wir sterben. Der sogenannte Tod ist in Wirklichkeit nur ein Hinüberwechseln unserer unsterblichen Seele in eine feinstofflichere Lebensform, sozusagen der Übergang in ein Leben in einen höheren Aggregatzustand. Dabei zieht sich unsere Seele aus dem abgenutzten Erdenleib heraus, der ihr als Gefährt für ein paar Jahrzehnte auf Erden diente. Die Erde ist der Ort der größten Entfernung von Gott, was an ihrem kranken Zustand unübersehbar ist.

 

Geburt ist, wenn alle lachen und die Seele weint …

 

 

Sterben ist, wenn alle weinen und die Seele lacht …

 

Im Grunde genommen ist der sogenannte Tod nichts anderes als die Geburt in ein höheres Leben, in ein Leben, das unserem derzeitigen Bewusstsein entspricht. Unser Bewusstsein strebt immer nach Höherem und wir wachsen immer höheren Lebensformen entgegen, bis wir wieder in unserer Heimat sind, im ewigen Reich Gottes. Warum trauern wir also und warum haben wir noch Angst? Weil wir immer noch dem niederen Glauben der Priester-Religionen verfallen sind, wonach wir nur dieses eine Leben haben und dann kommt der dunkle „Sensen-Mann“…

 

Ohne Licht …

 

 

kein Wachstum und keine Reifung

 

So wie das Getreide dem Lichte zustrebt, so möchte auch unsere Seele ins Licht streben dürfen. Wir selbst sind diejenigen, die es uns in freier Entscheidung erlauben oder verbieten, den Weg der Erlösung zu gehen, den Christus uns vorlebte. Unser Erdenaufenthalt ist nichts anderes als eine Schule für höhere Lebensformen. Von allem Niederen in uns sollen, können und dürfen wir uns lösen, um frei zu werden, frei wie der Schmetterling, dem sein Kokon viel zu eng geworden ist. Unsere Seele möchte und wird sich entfalten – ein schönes Bild unserer Erlösung.

 

Wenn ich komme,
weiß niemand,
wer ich bin und woher ich komme …

 

 

Wenn ich gehe,
weiß niemand,
wer ich war und wohin ich gehe.

 

Mit diesen kurzen Ausführungen zum Thema Sterbe- und Trauer-Beistand ist noch längst nicht alles gesagt, was uns heute kein Geheimnis mehr sein muss. Alles ist offenbart. Die Anerkennung und die Annahme der Wahrheit ist letzten Endes eine reine Willenssache. Wenn wir uns noch gegen die Wahrheit sträuben, dann meist, weil wir uns der Wahrheit noch nicht öffnen wollen, denn das Reinkarnationsgesetz und das mit ihm verbundene Gesetz von Saat und Ernte machen jeden von uns verantwortlich für alles, was wir zu erdulden haben.

 

Fazit zum Sterbe- und Trauer-Beistand

 

Dieser kurze Artikel kann natürlich nur eines leisten: er kann als Tür-Öffner für alle jene dienen, die sich mit den Fragen des Sterbens eingehender befassen möchten. Wer das tut, wer sich in Wort und Tat den hohen Christus-Idealen zuwendet, wird vertrauensvoll und ohne Angst im sogenannten Tod das sehen, was er in Wahrheit ist: ein Licht-Ereignis, statt eine kirchlich verordnete Horror-Veranstaltung. Niemand muss den Tod fürchten. Je früher wir uns mit dem Unausweichlichen in richtiger Weise befassen, desto mehr wächst unser Vertrauen in Gott.

 

 

 

Als weitere Hilfe folgen einige Leseproben …

 

 

ISBN 978-3-89201-296-2
Verlag DAS WORT GmbH
oder im Buchhandel erhältlich

 

… aus dem obigen kleinen, aber sehr aufschlussreichen Büchlein:
 

LESEPROBE

(Methode des Zitierens: siehe Hinweis im Impressum)

 

VORWORT

 

Täglich sterben Menschen. Die meisten von uns fürchten sich vor dem Sterben. Sie haben Angst und fragen sich: „Was wird danach mit mir sein?“

 

Viele sagen: „Wir wissen nicht, was danach ist. Keiner ist jemals aus dem Jenseits zurückgekommen.“ Auch die christlichen Kirchen haben auf diese existentielle Frage keine zufriedenstellende Antwort.

 

Wer nur das Dasein zwischen Geburt und Tod als „das Leben“ ansieht, dem muss sein Woher und Wohin als Geheimnis erscheinen.

 

Nicht Geheimnis, sondern Wahrheit ist es, was viele nicht mehr wissen und was darum in dieser Schrift dargelegt wird: Dass der Tod nicht ein Abschneiden unseres Lebensweges bedeutet, sondern das Tor zu seiner Fortsetzung auf einer anderen Seinsebene ist. Das Tor zu einem Leben, das umso lichtvoller sein wird, je bewusster der Mensch die Aufgabe seines Erdenlebens bewältigt hat.

 

Der Tod, ist eine Station auf der Wanderung unserer Seele hin zum vollkommenen Leben!

 

Erfassen wir, was Leben wirklich ist, so verliert der Tod seine Schrecken. Die Realität unseres Lebens setzt sich fort. Wir bestimmen selbst das Wie.

 

Christusfreunde

Im Universellen Leben

Würzburg, im September 1986

 

EINFÜHRUNG

 

Was ist das Leben?

 

Was ist das Leben? Ist Leben, unser Leben, nur die Spanne zwischen dem Anfang und dem Ende des Erdenlebens, zwischen Geburt und Tod, jenen beiden unausweichlichen Ereignissen, die beide für alle Beteiligten meistens mit Schwierigkeiten verbunden sind? Kann über das Leben wirklich nichts anderes gesagt werden, als dass ein Mensch, von seinen Eltern gezeugt, sich im Mutterleib entwickelt, bis er geboren wird, dass er einige Jahrzehnte lebt, stirbt, begraben wird und sich wieder in seine materiellen Bestandteile auflöst? Ist die Seele nur ein Produkt des Erdenkörpers, das mit diesem zusammen vergeht? Ist der Organismus lediglich von den Erbanlagen der Eltern und Voreltern bestimmt, ein Körper, der sich nach den Gesetzen der Vererbung entwickelt und aufbaut?

 

Vorstellungen

 

Viele sind davon überzeugt, andere haben wiederum mehr oder weniger klare Vorstellungen von einem Weiterexistieren des Menschen oder eines Teils von ihm, seiner Seele. Sie glauben, dass der Verstorbene im Grabe ruhe bis zu seiner Auferstehung und lassen in die Grabsteine meißeln: „Ruhe sanft“. Sie sind der Meinung, dass der materielle Körper trotz der offensichtlichen Auflösung wieder auferstehen kann.

 

Ewige Verdammnis

 

Wer die christlichen Kirchen über Leben und Tod befragt, muss feststellen, dass sie über das, was nach dem Tode kommt, keine schlüssigen Aussagen zu machen vermögen, da die Bibel zu diesem Thema keine konkreten Angaben enthält. Viele kirchlich Gebundene fürchten, nach dem Tode unter Umständen in der Hölle leiden zu müssen oder nach dem Endgericht in die ewige Verdammnis geworfen zu werden.

 

Materielle Sichtweise

 

Der moderne, aufgeklärte Mensch des 20. Jahrhunderts weicht dem Thema „Tod“ gern aus. Er hält für real und existent, was er unmittelbar mit seinen fünf Sinnen erfahren, mit seinem Intellekt erfassen kann. Er erkennt sich in seiner körperlichen Existenz und erlebt, dass er in äußerlich wahrnehmbare Lebensabläufe verwoben ist. Das Woher und Wohin, das Warum und Wieso seines Schicksals bleibt ihm zwar rätselhaft, aber das äußerlich Erfahrbare erscheint ihm konkret greifbar als sein Leben. Aufgrund dieses von der materiellen Sichtweise gekennzeichneten Bewusstseins scheut er begreiflicherweise davor zurück, ein Ende dieses Daseins, seinen Tod, ins Auge zu fassen, denn er meint, der Tod müsse seine Existenz auslöschen.

 

Tabu

 

So liebt der Mensch dieses Leben, das ihm außer Widrigkeiten ja auch etliches Angenehme und Reizvolle zu bieten hat. Er möchte lange leben und möchte auch andere nicht sterben sehen. Freunde und Verwandte möchten oftmals einen bereits vom Tode Gezeichneten noch halten. Angst und Unwissenheit hatten Sterben und Tod mit einem Tabu belegt. Erst vor wenigen Jahren hat sich diese Einstellung gewandelt, nachdem es sich einige Ärzte zur Aufgabe gemacht haben, die Sterbenden zu begleiten und sie nicht „abzuschieben“, wenn eine weitere ärztliche Bemühung zwecklos erscheint.

 

Umdenken

 

Die Erfahrungen im Grenzbereich des Todes gaben Anlass zu Nach- und Umdenken. Sie ermutigten, den eng gewordenen Horizont der Erkenntnis über das Leben zu erweitern. Eine große Anzahl von Menschen ahnen oder glauben bereits an den Wahrheitsgehalt jener Lebensauffassungen, die die Menschen in weniger materialistisch geprägten Ländern dieser Erde haben, in denen man den Tod als Station in einer ganz natürlichen Ordnung des Lebens sieht. Dort ist man überzeugt, dass nach dem Sterben des physischen Körpers der „Tote“, d.h. seine Seele, weiterlebt. Größtenteils ist auch bekannt, dass die Seele zu verschiedenen Zeiten in unterschiedlichen Menschenkörpern mehrere Erdenleben durchlaufen kann.

 

Uraltes Wissen

 

Auch bei uns weiß der schlichte Volksglaube von der Weiterexistenz. Wenn heute die Sterbeforscher ihre wissenschaftlichen Beobachtungen veröffentlichen, so lesen wir so manches, das durchaus nicht neu ist. Denn naturwissenschaftliche Theorien und kirchliche Dogmen konnten zwar uraltes Wissen aus unserem Bewusstsein verdrängen, jedoch keineswegs widerlegen oder gar mit dem Leugnen der Gegebenheiten diese Gegebenheiten ändern.

 

Aus göttlicher Quelle

 

Was in dieser Schrift dargelegt wird, schließt an die Grunderfahrungen der Menschheit an, korrigiert jedoch vieles und geht teilweise über das bisher Bekannte weit hinaus bis in die Welt jenseits der Materie, in die des Geistes. Von dort, aus dem Geiste, stammt das Wissen, aus dem wir hier weitergeben. Die Grundwahrheiten des Lebens wurden zu allen Zeiten und werden auch heute wieder vom Gottesgeist durch Prophetenmund unmittelbar offenbart. Wir haben dieses Wissen aus göttlicher Quelle lediglich in unsere Worte gekleidet.

 

Zum Abschluss noch
einige Auszüge von Fragen und Antworten aus dem Buch:

 

Wie vollzieht sich das Sterben? Was erlebt die Seele, wenn sie ihren Leib verlässt?

 

(…) Ganz anders verläuft der natürliche Sterbevorgang, bei dem sich die Zurücknahme des Lebens über Jahre hinzieht: (…) Der Seele werden selbst während dieser Zeit viele Möglichkeiten geboten, sich auf die Lösung von ihrem Körper vorzubereiten. (…)

Wo werden unsere Seelen einst sein?

 

Nach dem geistigen Gravitationsgesetz: Gleiches strebt zu Gleichem, wird die Seele in die ihr entsprechende Reinigungsebene, zu den ihr entsprechenden Reinigungsbereichen, zu den ihr entsprechenden Seelen ziehen. (…) Die Seele kann sich im Jenseits ebenfalls höher- und weiterentwickeln, wenn auch nicht so rasch und einfach wie auf Erden im Menschenkörper (…)

 

Was bedeutet Trauer der Hinterbliebenen für die Seele?

 

(…) Wenn sich die Trauernden ohne Einsicht an den Dahingeschiedenen klammern, ihn festhalten wollen, ihn zurückwünschen, ihn also gleichsam als ihr Eigentum betrachten, so binden sie damit die Seele an die Erdsphäre. Im Grund genommen denken sie nur an sich selbst und nicht an das Heil dessen, den sie so sehr zu lieben meinen. Ihre Liebe und Trauer sind in Wahrheit egoistisch. (…) Wenn wir Gottes Gnade und Liebe voll erfassen könnten, müssten wir uns eigentlich freuen, dass eine liebe Seele uns vorausgegangen ist in jenes fremde Land (…)

 

Was ist der Sinn unseres Erdenlebens?

 

(…) Denn: Unser Erdenleben ist eine Schul- und Lernzeit. Diese Zeit sollten wir nutzen. Erreicht unsere Seele nicht das Lernziel des Erdenlebens, so wird der Mensch in weiteren Erdenleben vor dieselben Aufgaben gestellt werden und sich damit abmühen, bis alles gelöst und abgetragen ist. (…) Es ist die Aufgabe unseres Lebens, das Gebot aller Gebote zu leben, d.h. zu verwirklichen und zu erfüllen: „Liebe Gott, deinen Vater über alles und deinen Nächsten wie dich selbst!“

 

Welche Hilfe können wir dem Sterbenden geben?

 

Der Sterbende sollte nicht sich selbst überlassen sein. Es sollte ein Mensch bei ihm sein, der ihm von Herzen zugetan ist, der nicht auf die Seele und den Menschen einredet, sondern einfach da ist, in stillem Gebet und in liebevollen Gedanken. (…) Unsere Hilfe sollte vor allem der Seele gelten, die sich zur Weiterreise anschickt. (…) Wichtig dabei ist das Gebet, denn es hilft, eine Verbindung zu schaffen zu der geistigen Seinsform, in die die Seele nun hinübergleiten wird; (…)

 

Die meisten Menschen haben Angst vor dem Übergang, d.h. Angst vor dem Sterben. Was kann man dagegen tun?

 

(…) Sterben ist eine Geburt in die geistigen Welten. Die unübertroffen beste Vorbereitung auf unseren Wechsel in die feinstoffliche Seinsform besteht darin, sich als Mensch während der Erdenzeit bereits auf die lichten geistigen Bereiche auszurichten. (…)

 

Wie kann ein Mensch Hoffnung und Zuversicht haben, wenn er erst kurz vor seinem Leibestode von dem Weg erfährt, wenn er also erst dann erkennt, welchen Weg er hätte gehen sollen?

 

Jede Einsicht öffnet sogleich einen Weg, auf dem wir dieser Einsicht folgen können. Die Führung durch den Gottesgeist, durch die Kraft Christi ist uns jederzeit gewiss, wenn wir sie anzunehmen bereit sind. Auf diese Führung dürfen wir getrost unsere Hoffnung und unsere Zuversicht setzen.

 

Wenn in der Seele eine Entsprechung (= Sünde, der Autor) besteht, die nur abgebaut werden kann, wenn der Mensch eine Zeitlang „in der Welt“ lebt, so ist dies für die Entwicklung seiner Seele eben notwendig und die Voraussetzung dafür, dass er weiterkommt. Dann kann er weitergeführt werden.

 

Er kann oftmals eine gute Strecke auf dem Weg zu Gott dann noch in diesem Erdenleben zurücklegen, aber eine erwachte Seele wird sich auch in der jenseitigen Welt weiterentwickeln. Aufklärung, Rat und Hilfe aus dem Geiste stehen ihr hüben wie drüben immer zur Verfügung.

 

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ENDE DER LESEPROBE

 

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