PROLOG

 

ZUM THEMA

WESEN UND REALITÄT DES CHRISTUS-GOTTES“

 

Wer oder was ist Gott?

 

Wer heutzutage das Wort GOTT in den Mund nimmt, der erntet misstrauische Blicke, fast so, als wäre man ein Außerirdischer. Wer es dann auch noch wagt, sich in Fragen des Alltags auf den Willen Gottes zu berufen, der könnte sehr schnell zum Gespött werden. Die Gesinnung der großen Mehrheit der Menschen scheint sich nicht nur von Gott abgewendet zu haben, sondern es scheint inzwischen sogar schon so weit gekommen zu sein, dass gottgläubige Menschen und praktizierende Christen damit rechnen müssen, diffamiert und sogar bedroht zu werden. Warum ist das so? Wie konnte es so weit kommen? Ist Gott etwa eine Gefahr und wenn ja, für wen? Was muss das für ein Gott sein, den man derart fürchten muss? Wer ist der Christus-Gott und wer ist der Kirchen-Gott? Ist Gott wandelbar? Ist Gott ein Fürchte-Gott, vor dem wir Angst haben müssen? Kann man einen wütenden Fürchte-Gott lieben? Wer oder was ist der wahre Gott, der Christus-Gott? Darum geht es in dem folgenden Dialog.

 

* * *

 

DIALOG

 

ZUM THEMA

WESEN UND REALITÄT DES CHRISTUS-GOTTES“

 

Frage 01

Wenn man den Prolog zum Wesen und zur Realität des Christus-Gottes liest, scheint es mittlerweile relativ riskant zu sein, sich zu dem Gott zu bekennen, der hier als Christus-Gott bezeichnet wird. Ist das nicht ein wenig zu weit herbeigeholt und vielleicht doch ein wenig übertrieben?

 

Nein, das ist es nicht. Ob im Bereich des persönlichen Umfeldes, ob in der Welt der Arbeit, ob im Verhältnis Bürger, Staat und Kirchen: Wahre Christen sind längst nicht mehr „nur“ Diffamierungen ausgesetzt. Wenn man sich im praktischen Leben auf die unverfälschten christlichen Lehren ausrichtet, müssen wahre Christen oft handfeste Nachteile kassieren, die weit über das Maß verbaler Anfeindungen hinausgehen. Die verbalen Anfeindungen sind längst Teil des Alltags geworden, wobei gleichzeitig und scheinheilig die Glaubens- und Gewissensfreiheit postuliert wird. Der Glaubens- und Gewissensfreiheit wegen werden die Ausgrenzungen und Benachteiligungen von den Entscheidern in Staat, Kirchen und Gesellschaft meist rechtlich raffiniert getarnt vollzogen. Viel schlimmer empfinde ich die Intoleranz in den privaten Beziehungen, wenn es um prinzipielle Fragen von Ethik und Moral geht, die ja die Essenz wahrer Christlichkeit sind. Die Mehrheit will vom Christus-Gott nichts wissen. Das ist Fakt.

 

Frage 02

Wenn das Gros der Menschen von Christus und von dem Christus-Gott nichts wissen will, und wenn dieses sogar ein unstreitiger Fakt sein soll, dann fragt sich, warum das so ist. Man könnte sich sogar fragen, was denn daran so schlimm ist. Ist das schlimm?

 

Das ist eine sehr ehrliche Frage, die an die Substanz geht. Was ist schlimm? Darüber was schlimm ist, lässt sich trefflich streiten, zumindest so lange, wie man sich noch nicht darüber im Klaren ist, was unter „schlimm“ zu verstehen ist. Es gibt Phänomene im Alltag, die von den einen als schlimm empfunden werden und von anderen gar nicht. Einigen könnte man sich darin, dass als „schlimm“ gelten kann, das ungut ist oder schlecht, schädlich, ungesund, gefährlich oder gar tödlich. Aber diese generelle Einigung beseitigt den Zwist immer noch nicht darüber, was schlimm ist oder weniger schlimm oder gar nicht schlimm. Was die einen böse finden, ist für andere nicht böse oder sogar gut. Beispiel: der Konsum von Fleisch und tierischer Nahrung wird sehr konträr beurteilt, streitiger geht es gar nicht. Mit diesen Beobachtungen aus dem praktischen Leben, stellt sich die Frage, woher diese unterschiedlichen Einstellungen in ethisch-moralischen Grundfragen kommen. Ist da ein Konsens überhaupt möglich?

 

Frage 03

Genau, hier zeigt sich einmal mehr, dass es grundsätzlich keine dummen Fragen gibt. Dumm ist nur, wenn man etwas nicht hinterfragt, was unverständlich ist oder was in sich widersprüchlich ist.

Also weiter gefragt zu dem, was schlimm ist und was nicht:

Warum gibt es offensichtlich keinen Konsens darin, was schlimm ist, was also unter gut oder unter böse zu verbuchen ist? Etwas provozierend könnte man sogar fragen: Ist das schlimm, wenn es in der Frage, was schlimm ist, keinen Konsens gibt?

 

Klar, mit Fragen kann man auch provozieren. Doch eine Provokation in guter Absicht kann wohl kaum schlimm sein. Wir sehen, dass selbst die hier auftauchende Frage, ob eine Provokation etwas Schlimmes ist, eine Einladung zum Streit sein kann. Aber wir wollen ja nicht streiten, sondern klären. In der Klärung von Unklarheiten und offenen Fragen liegt ja das eigentliche Problem. Erst wenn wir jede Frage, aber auch wirklich jede Frage, zur Gewissensfrage werden lassen können, ist es uns möglich, Probleme zu analysieren und zu lösen. Wenn ein Mensch etwas nicht schlimm findet, worüber ein anderer sich beklagt, dann kann das nur daran liegen, dass beide in ihrem Inneren ein unterschiedlich entwickeltes Gewissen haben. Wir wollen ja herausfinden, ob Gottferne etwas Schlimmes ist, was ja dann der Fall wäre, wenn die Ursachen aller Übel in der Gottferne lägen. Je nachdem zu welchem Ergebnis man in dieser Frage kommt, findet auch die persönliche Zuordnung in schlimm oder nicht schlimm statt.

 

Frage 04

Durch die letzte Aussage würde die Frage, ob eine Gegebenheit als schlimm oder als nicht schlimm zu beurteilen ist, zu einer rein persönlichen Frage. Das macht stutzig. Warum?

Wenn wir nämlich gesellschaftliche Zustände beklagen, die von fast allen Menschen als schlimm empfunden werden, dann muss es ja doch etwas geben, das über das persönliche Ich, also über das persönliche Gewissen hinausgehen muss. So denken fast alle Menschen, dass Krieg etwas Schlimmes ist. Niemand wünscht sich Krieg, außer vielleicht einige Kriegsgewinnler oder einige Psychopathen. Was ist es, was über dem Individuum steht, das letztlich doch fast alle Menschen zu einen scheint?

 

Fragen zielen immer ins Zentrum des Seins. Letztlich geht es immer um das Leben. In uns Menschen wohnt ein verbindendes Unsichtbares, eine einigende Kraft, die es immer wieder schafft, alle Kluften der Uneinigkeit, alle Zwistigkeiten und Streitereien zu überwinden. Diese innere einigende Kraft könnte man „kollektives Gewissen“ nennen, oder „kosmisches Über-Ich“, oder auch ganz einfach GOTT und/oder das Göttliche in uns. In der Frage Krieg oder Frieden sehen wir nämlich plötzlich ein höchst interessantes Phänomen: In grundlegenden existenziellen Fragen sind sich häufig auch solche Menschen einig, die sich ansonsten in der Gott-Frage nicht einig sind, die entweder für oder gegen Gott sind. Das ist ein Fakt. Was bedeutet dieser Fakt in letzter Konsequenz? In uns Menschen muss eine stille Kraft wirken, wie die Kraft für den Frieden, die auch dann ihre Wirkung entfaltet, wenn der Mensch nicht an die Kraft der Einheit glaubt. Damit sind wir endgültig bei der GOTT-Frage angelangt.

 

Frage 05

Wenn wir wüssten, wer oder was GOTT ist, wäre es vielleicht leichter, an Gott zu glauben und ein Gottes-Bewusstsein zu entwickeln. Nun ist ja in diesem Dialog nicht nur von GOTT die Rede, sondern von dem Christus-Gott. Gibt es da Unterschiede und wie können Menschen, die noch Probleme mit dem Glauben haben, die im Stillen aber doch nach Gott suchen, ihren Weg zu Gott finden oder gar zu dem Christus-Gott?

 

Vor fünfzig Jahren gab es noch ca. 2,5 Milliarden Menschen auf der Erde. Heute sind es ca. 8 Milliarden Seelen, die sich auf Erden einverleibt haben. Diese sogenannte Bevölkerungsexplosion ist ganz offensichtlich ein kosmischer Vorgang. Aus kosmischer Sicht ist jedes kirchlich-religiöse Schubladendenken endgültig überflüssig geworden. Alle Religionen führten schon immer eine gewollte Spaltung der Menschheit im Schilde. Das tun sie auch heute noch und das war und ist schon immer falsch. Alle Kirchen und Religionen haben ihren selbst gezimmerten Gott und der ist nicht der wahre Gott. Religion ist Götzentum. Die absolute Wahrheit ist, dass alle Menschen auf Erden Kinder des einen Gottes sind, des einen Schöpfergottes, von dem auch alle Tiere, Pflanzen und auch alle Mineralien stammen. Das will sagen, dass es wirklich nur einen einzigen Gott geben kann, den All-Einen, den Vater aller Kreaturen der Schöpfung auf Erden und im All. Alles andere ist Lug und Betrug.

 

Frage 06

Damit ist aber noch nicht geklärt und für viele bestimmt auch nicht so ohne weiteres nachvollziehbar, warum dieser Gott der All-Einheit ausgerechnet der Christus-Gott sein soll, wo es doch so viele andere Glaubensrichtungen gibt. Wie steht es damit und was hat der Zugang zu dem Gott der All-Einheit mit Plausibilität zu tun?

 

Verständliche und auch eine sehr berechtigte Frage, die wir in diesem Dialog noch näher untersuchen werden. Zu der Frage des Christus-Gottes möchte ich ein wenig später zu sprechen kommen. Beim jetzigen Stand dieses Dialoges halte ich zunächst die Klärung der Frage der Plausibilität, als eine Vorstufe des Glaubens, für dringlicher. Zunächst gilt, dass Glauben nicht Wissen ist. Das sagt auch die Prophetin Gabriele. Dem wird wohl auch niemand widersprechen. Ich selbst kann, will und darf natürlich kein Konzept liefern, wie ein Suchender zum Glauben an Gott finden kann. Ich darf aber schildern, wie es bei mir abgelaufen ist. Vielleicht ist mein Weg zum Glauben an Gott dem einen oder anderen eine Hilfe unter weiteren anderen Hilfen. Ich persönlich musste sehr mühsam meinen sorgfältig gepflegten und über Jahrzehnte dauernden Atheismus überwinden, was mir nur deswegen gelang, weil der Atheismus mehr und mehr inplausibel wurde, denn der Atheismus ist genau betrachtet auch nur ein Glaube.

 

Frage 07

Na Hallo! Der Atheismus soll ein Glaube sein?! Das will erst einmal verdaut werden! Doch irgendwie scheint diese These auf den zweiten Blick gar nicht so verkehrt zu sein. Schlussfolgernd würde das aber doch bedeuten, dass Atheisten „Gläubige“ sind. Kann man das wirklich so behaupten?

 

Klar kann man das, denn was vertreten Atheisten für eine Ansicht? Aus eigener Erfahrung weiß ich: Atheisten glauben, dass es keinen Gott gibt, der alles lenkt was geschieht und jetzt kommt es: Sie glauben es – aber können sie es auch wissen? Hier entsteht wieder ein Stück Einheit, nämlich mit jenen, die an Gott glauben, denn auch die Gottgläubigen können Gott nicht wissen. Warum nicht? Gott ist weder wissbar noch beweisbar, weil sich Beweise auf Erden immer nur auf das Wissbare beziehen, also auf das Wissen. Schlechte Karten? Nein, Gläubige haben sehr gute Karten, denn es gibt Realitäten, die zwar existent sind, die aber für unser menschliches Gehirn nicht wissbar sind. Hier beginnt das, was mir in meiner geistigen Entwicklung sehr hilfreich war: Die Plausibilität. Zum Glauben gehört nämlich auch die Glaubwürdigkeit und die Glaubwürdigkeit kann sich aus der Plausibilität ergeben. Dass es keinen Gott geben soll, ist mir nicht mehr plausibel. Die Existenz Gottes ist mir höchst plausibel.

 

Frage 08

Interessanter Aspekt, dass Gott zwar nicht wissbar aber dennoch plausibel sein kann und, dass die Existenz Gottes von daher auch Glaubwürdigkeit verdient. Was verbirgt sich eigentlich hinter diesem seltsamen Begriff der Plausibilität?

 

Wenn man „Plausibilität“ googelt, dann definiert sie sich als eine Aussage oder eine Annahme, die einleuchtend, verständlich und begreiflich ist, die aber als unbewiesene Vermutung gilt. Hier erlaube ich mir hinzuzufügen: …, die auch keines Beweises bedarf, weil weder die plausible Annahme noch ihr Gegenteil nicht beweisbar sind. Gott ist also nicht beweisbar, weil Gott nicht wissbar ist. Gott ist aber erfahrbar. Für jeden Menschen ist Gott erlebbar. Dadurch gibt es etwas, was über dem Glauben steht und was auch über dem Wissen und dem Wissbaren steht, nämlich die Gewissheit, dass Gott Realität ist. Gott ist aber eine andere Realität als jene, die von Materialisten als Realität angenommen wird. Die Glaubensfragen werden im Kapitel 09 meiner Website genauer hinterfragt. In diesem Dialog möchte ich jenen versuchen zu helfen, die sich von ihren alten gottfernen Vorstellungen lösen möchten, weil sie in sich das Gefühl haben, dass die Existenz Gottes wahrscheinlicher ist, als Seine Nichtexistenz.

 

Frage 09

Da mischt sich ja eine völlig neue Komponente unter die Glaubensfrage: Das Gefühl oder die Empfindung. Welche Rolle spielt unser Gefühl in dieser schwierigen Gott-Frage. Fast kommt die Frage des Glaubens an Gott daher, wie die Frage, was zuerst da war: Die Henne oder das Ei. Ist das Gefühl zuerst da, also bevor der Glaube entsteht, wenn es um Gottgläubigkeit geht?

 

Wer oder was ist das Gefühl?“, so könnte man fragen. Die Antwort wäre: Es ist Gott selbst, der in allen Menschen ist und, der sich irgendwann in jedem Menschen meldet. Auch bei mir war es zuerst ein Gefühl, dass meine atheistischen Annahmen immer absurder und skurriler erscheinen ließ. Langsam reifte in mir der Wunsch, an etwas glauben zu wollen, das aber glaubwürdig sein musste. Dass es unwissbare Phänomene gibt, das war mir schon länger klar. Ich begann nach etwas, zu suchen das mir plausibel erschien. Der Kirchengott, der für mich identisch mit dem Christengott war, war mir absolut nicht plausibel. Diesen Gott hatte ich ja in meiner Kindheit erlernt, denn ich war evangelisch zwangsgetauft und konfirmiert (richtiger gesagt: konformiert). Mit diesem brutalen Strafgott des alten Testamentes und mit dem Gott einer ewigen Verdammnis wollte ich nichts zu tun haben, denn schon in jungen Jahren pulsierte in mir ein ungewöhnlich starker Drang nach Freiheit und nach Gerechtigkeit.

 

Frage 10

Die heftige Ablehnung des Kirchengottes ist nachvollziehbar, sogar plausibel, um die Idee der Plausibilität noch einmal in Erinnerung zu rufen. Nun heißt diese Website ja „Christusgewissen“ und es ist hier von dem Christus-Gott die Rede. Wieso ist der Christus-Gott in Abgrenzung zum Kirchengott glaubwürdig und plausibel und der Kirchengott nicht?

 

Die Frage beantwortet sich aus den unverfälschten Eigenschaften des Christus-Gottes heraus, zu denen die Attribute des Kirchengottes im diametralen Gegensatz stehen. Der Kirchengott ist ein Konstrukt und dazu noch eine totale Fehlkonstruktion, eine Erfindung machtgeiler und vom Größenwahn besessener Priester und Pharisäer, die nichts anderes als Werkzeuge dunkler Mächte sein können. Doch deren Zeit läuft gerade ab. Ein bildlicher Vergleich: Kann ein Kind seinen biologischen Vater oder seine biologische Mutter lieben, wenn diese „ihr“ Kind ständig mit Gewalt bedrohen, es ständig schlagen und ihm ständig Angst einjagen, um sich „ihr“ Kind mittels Angst gefügig zu machen und wenn diese Rabeneltern „ihrem“ Kind ständig einreden, dass es für immer in eine ewige Hölle kommt, wenn es nicht „artig“ = gefügig ist? Ist das nicht Terrorismus pur, die sogar nach dem geltendem Recht verboten und unterbunden werden müsste? Kann man diesen wütenden und blutrünstigen Kirchengott lieben?

 

Frage 11

Aber dennoch keimte eines Tages ein inneres Verlangen nach etwas Glaubwürdigem? Wie ist das zu erklären und wie erklärt sich die Prognose, dass ein Verlangen nach einem anderen Gott als den Kirchengott eines Tages jeden Menschen ereilen soll, zumal der Klerus doch noch ziemlich fest im Sattel zu sitzen scheint?

 

Dieses Aufkeimen einer Sehnsucht nach etwas Glaubwürdigem kam bei mir nicht an einem denkwürdigen Tag. Es gab bei mir auch kein sogenanntes Schlüsselerlebnis, von dem andere Mitmenschen berichten. Ich kann mich noch nicht einmal an einen Auslöser erinnern, der mich nach Gott rufen ließ. Es war eher ein schleichender Prozess. Die bewusste Gottsuche vollzieht sich bei jedem Menschen anders, je nachdem, welche Erfahrungen wir in früheren Leben auf dieser Erde schon gemacht haben. Meine schleichende Hinwendung zu Gott entwickelte sich vermutlich aus meinem tiefen Verlangen nach Freiheit und Gerechtigkeit heraus, das mich in jungen Jahren schon zum roten Freiheitskämpfer werden ließ, inklusive sehr vieler herber Enttäuschungen. Mein gesamtes Engagement für Freiheit und Gerechtigkeit war ein Weg von herben Enttäuschungen. Heimlich dachte ich damals schon oft: Eigentlich bräuchten wir doch nur die Zehn Gebote einhalten, dann wäre doch alles gut, aber ...

 

Frage 12

… was aber ???

 

, aber kaum gedacht, hatte ich mir diesen guten Gedanken sofort wieder verboten, und zwar immer wieder, denn der Gedanke war christlich und alles wollte ich sein, nur kein Christ. So funktioniert jenes, das ich die „Innere Zensurbehörde“ nenne. Die Innere Zensurbehörde macht das, was in der Zensur immer passiert, nämlich die Verhängung und Anordnung des Verbotes frei zu denken, frei zu reden und dann natürlich auch frei zu handeln. Es war wohl meine Innere Zensurbehörde, die mir selbst mit der Zeit immer mehr „auf den Keks ging“, wie man so sagt. Jedenfalls errangen wir 68er-Revolutionäre weder Freiheit, noch Gerechtigkeit. Das Gegenteil machte die BRD-Wirklichkeit aus und damit waren alle meine Waffen, mit denen ich diese hohen Ideale verwirklichen wollte, stumpf geworden. Was tun, sprach Zeus? Ich glaubte zwar immer noch an die Freiheit und an die Gerechtigkeit, aber ich sah keinen realen Weg mehr dorthin, denn der rote Traum war geplatzt. Eine Odyssee begann.

 

Frage 13

Gott ist im „christlichen Abendland“ ja kein „Unbekannter“. Wahrscheinlich werden die meisten Menschen eher von dem Gefühl beherrscht, dass man dem Gott, der uns bekannt und eingebläut wurde, nicht über den Weg trauen kann? Wann und wodurch begann dann das Eis in Richtung einer wahren Christlichkeit bei dem Atheisten Uwe Jessen zu schmelzen?

 

Noch einmal: Der Kirchengott war für mich identisch mit dem Christengott und Kirche war und ist für mich völlig indiskutabel und absolut unannehmbar. Bei mir waren es wahrscheinlich zwei Dinge, die das Eis zum schmelzen brachten: Die Frage der gerechten Gewalt, denn die hatte ich ja als Weg zur Freiheit und zur Gerechtigkeit auserkoren. Dann trat aber noch das Thema „Reinkarnation“ in mein Leben, das mir bis dato vollkommen unbekannt war. Diese zwei Dinge sattelten sich irgendwie auf meine hohen Ideale drauf, die ich schon immer in mir trug, jedenfalls so lange ich mich an meine Intuitionen erinnern kann. Die Frage der Gewalt klärte sich fast von alleine durch eine Art Eingebung, die ich nach langen Überlegungen an einem Morgen, kurz nach dem Erwachen, hatte. Ein innere Stimme sagte mir: „Jeder Schlag, den Du einem anderen zufügst, trägt zu Deiner inneren Verrohung bei!“ Ich war damals nämlich „schlagkräftig“ und diese innere Verrohung fand schon in mir statt.

 

Frage 14

Welche Rolle spielte dann während des geschilderten inneren Tauwetters die Frage der Reinkarnation?

 

Wie gesagt, eine Odyssee war unumgänglich und eine Desillusionierung jagte die andere zumal es einer Klärung bedurfte, was Freiheit und Gerechtigkeit eigentlich ist. Dabei stieß ich auf immer mehr Gegebenheiten, die materiell nicht erklärbar waren, z.B. der Zusammenhang von Charakter und Krankheit oder Fragen der Geistheilung und überhaupt Fragen nach dem Charakter des Menschen. Warum tickt jeder anders und warum sind wir so, wie wir sind? Keine Antwort – weder die Psychologie, noch die Gelehrten, die ich studierte, und auch wissenschaftlich-ideologische Erklärungen konnten meine Fragen nicht zufriedenstellend beantworten. Vielleicht war es Fügung, die mich über das Thema Geistheilung an die Reinkarnation führte. Ein Buch von Ronald Zürrer zur Reinkarnation elektrisierte mich, vor allem überraschte mich total der Hinweis, dass die Reinkarnation Bestandteil der urchristlichen Lehre war. Ein Licht ging in mir auf: Wir alle wurden falsch unterrichtet und regelrecht angelogen.

 

Frage 15

Das wird wohl vielen so gehen. Das Thema Reinkarnation ist den meisten Menschen im christlichen Abendland entweder unbekannt oder es wird als ein Teil rückständiger fernöstlicher Religionen gesehen, also in die Schmuddelecke verbannt. Wieso konnte und kann von der Reinkarnationslehre so eine elektrisierende Wirkung ausgehen?

 

Das größte „christliche Rätsel“ war für mich immer schon Jesus. Seine Bergpredigt, die acht Seligpreisungen und die vier Wehrufe machten für mich nie einen Sinn. Sie schienen mir regelrecht absurd, vor allem waren mir die Feindesliebe und dieser absolute Pazifismus suspekt. Gleichzeitig bewundert jeder anständige Mensch diese Klarheit, diese Reinheit und diese wirkliche Friedfertigkeit, die uns dieser Mann lehrte und vorlebte. Sogar noch unter Horror-Qualen am Kreuze bat Jesus Seinen und unseren Vater darum, Seinen Peinigern zu vergeben, weil sie nicht wissen, was sie tun. Noch nie hatte ich das alles verstehen können, denn ich war noch auf gerechte Gewalt gepolt. Und doch hatte mich diese „Absurdität“ immer wieder beschäftigt. Woher kommt diese Kraft, womit dieser Jesus, unter Höllenqualen, sein irdisches Leben um unser aller Erlösung willen hingab? Es war die Reinkarnationslehre, durch die mir das Unerklärliche plausibel wurde. Mir fielen die Schuppen von den Augen.

 

Frage 16

Immer wieder taucht das Thema „Hohe Ideale“ auf. Immer wieder tauchen sie in Verbindung mit Gott auf, sogar in den Werken hoher Dichter wie Friedrich von Schiller, der diese auch immer wieder in seinen Werken thematisiert. Sogar in der von Beethoven vertonten „Ode an die Freude“ werden Gott und die Hohen Ideale in einem Atemzug genannt. Was sind diese hohen Ideale, die mit Gott verbunden sind?

 

Die Hohen Ideale sind nicht nur der Weg zu Gott, sie sind nach meinen Erfahrungen Gott selbst. Sie sind das Göttliche in uns, über das viele Menschen sogar dann verfügen, wenn sie keine gute Erziehung hatten. Damit können wir uns endlich der Klärung der Frage zuwenden, wer oder was Gott eigentlich ist, verbunden mit der Frage, wer oder was Christus und wer der Christus-Gott ist. Gott können wir uns nicht vorstellen und es heißt ja auch, dass wir es auch nicht versuchen sollen. Wir sollen uns kein Bildnis von Gott machen, weil wir Menschen offensichtlich dann nur solche Götter schaffen, die mit dem wahren Gott und mit wahrer Christlichkeit absolut nichts zu tun haben. Man sieht es am Beispiel der Kirchen. Den Gott, den Christus uns lehrte und nahebrachte, den Christus-Gott, den kann sich jeder einzelne Mensch über die göttlichen Eigenschaften erschließen, weil alle Menschen, auch alle Böslinge, diese göttlichen Eigenschaften in ihrer Seele tragen. Gott in uns – das ist der wahre Gott!

 

Frage 17

Wie kann es sein, dass Gott in allem ist, was ist? Was kann man oder was soll man sich darunter vorstellen?

 

An dieser Stellen möchte ich erneut wärmstens empfehlen, die Botschaften Gottes und jene des Christus Gottes durch Seine Prophetin Gabriele selbst zu lesen. Diese umfangreichen und total erkenntnisreichen Offenbarungen kann jeder im Gabriele-Verlag sichten, bestellen und dann in aller Ruhe selbst studieren. Diesen Weg bin auch ich gegangen und deswegen kann ich diesen Weg mit bestem Gewissen jedem empfehlen. Ich kann an dieser Stelle nur jenes wiedergeben, was ich selbst erkannt habe. Man kann den Christus-Gott nur in dem Maße erkennen, wie man sein Leben auch nach dem Hohen Willen Gottes ausrichtet, also Seine Gesetze erfüllt. Nur dann wächst die Erkenntnis. Die Informationen dazu sind unverzichtbar, sie sind aber nur der Vorläufer für das, was sich die Gottes-Gewissheit nenne. Diese Gottes-Gewissheit steht über dem Glauben, denn der Glaube ohne Verwirklichung dessen, was man als Wahrheit annimmt, muss in einer Sackgasse enden, in einen Traum ohne Wirklichkeit.

 

Frage 18

Trotzdem noch einmal die Frage: Was bedeutet ganz konkret die Allgegenwart Gottes und wieso ist Gott in allem, was ist?

 

Heute verfügt die Menschheit über klare Erkenntnisse, und zwar aus der Forschung in der Quantenphysik, dass Materie nichts anderes ist, als kristallisierte Energie. Man könnte auch „verdichtetes Licht“ dazu sagen. Man könnte auch heruntertransformierte kosmische Kräfte als Basis für alle Lebensformen in der Materie annehmen und man liegt damit vollkommen richtig. Diese kosmischen Kräfte, die wir Menschlein mit unseren Sinnesorganen nicht wahrnehmen können, sind heutzutage sogar Gegenstand des wissenschaftlichen Interesses. Gleichzeitig können diese kosmischen Kräfte mit wissenschaftlichen Methoden nicht erfasst werden. Sie können nur erahnt werden. Von daher spricht man ja auch von „Grenzwissenschaften“. Da es aber für jedermann, der analytisch denken kann, plausibel ist, dass alles Sein einen Ursprung haben muss, weil Nichts von Nichts kommen kann, sind mir die Christus-Offenbarungen plausibel und glaubwürdig, die die kosmische Energie „Geist“ nennt, der allem Sein innewohnt.

 

Frage 19

Wie könnte man die Frage : „Wer oder was ist Gott?“ einem Mitmenschen beantworten, der sich gerade anschickt, Gott oder das Göttliche zu ergründen und danach trachtet, Gott als Realität erkennen zu wollen, der also auf der Gottsuche ist?

 

Zunächst sei klargestellt: Das Wort „Gott“ ist zunächst einfach nur ein Wort und ein Wort ist wie ein Gefäß. In ein Gefäß kann jeder jedwede Inhalte einfließen lassen, wie es ihm beliebt. Wer oder was Gott ist, das muss ein jeder für sich selbst erkunden. Es kommt noch hinzu, dass wir uns kein Bildnis von Gott machen sollen, denn jeder Versuch, sich ein Gottesbild zu schaffen, muss ein Zerrbild sein, das der wirklichen Gottheit im urchristlichen Sinne nicht gerecht werden kann. Warum ist das so? Wir Menschlein können nur dreidimensional denken, also immer nur in Grenzen. Wir können „Ewigkeit“ und „Unendlichkeit“ weder denken noch irgendwie abbilden. Deswegen ist es ratsam und auch möglich, sich unseren Schöpfer zu Beginn auf zwei Wegen zu erschließen. Jedenfalls haben mir diese zwei Wege sehr geholfen. Es ist die Antwort auf die Frage, was Gott auf keinen Fall sein darf, um ihn lieben zu können und es gilt zu klären, welche göttlichen Eigenschaften uns begeistern würden.

 

Frage 20

Ziemlich gute Idee! Dann lass uns doch einmal klären, wer oder was Gott auf keinen Fall sein dürfte, den man sogar ablehnen dürfte, wenn er so wäre, wie Er nicht sein darf, damit man Gott wirklich lieben kann. Wer oder was kann niemals Gott sein?

 

Da können wir sehr schnell fündig werden. Ich könnte keinen Gott lieben, der Kriege führt und Gewalt anwendet oder befürwortet. Ich könnte keinen Gott lieben, der mich zu irgendetwas zwingt, der mir also nicht die freie Entscheidung lässt. Ich könnte keinen Gott lieben, der als himmlischer Vater seine Kinder züchtigt, brutal bestraft und mich, als Sein Kind, in grenzenloser Wut in eine ewige Hölle verbannt, in der es nur eines gibt: Höllenqualen bis in alle Ewigkeit. Ich könnte keinen Gott lieben, der Hunger und Elend gutheißt und gleichzeitig Luxus und Prasserei als erstrebenswert vorgibt. Ich könnte keinen Gott lieben, der es richtig findet, wenn der Mensch auf brutale Weise die Natur und alle Lebewesen der Natur zerstört und dabei auch noch postuliert, sich die Erde untertan zu machen. Ich könnte auch keinen Gott lieben, der die Herrschaft des Menschen über die Menschen gutheißt und staatlich-kirchliche Monster-Hierarchien entstehen lässt. Wer soll so einen Brutalo-Gott lieben können?

 

Frage 21

Fürwahr und auch sehr einleuchtend, aber so einen Brutalo-Gott empfiehlt doch auch niemand. Wieso soll so eine Abgrenzung gut oder nützlich sein, bevor man sich daran machen kann, solche Attribute und Eigenschaften zu nennen, die ein Gott haben müsste, den man uneingeschränkt lieben kann?

 

Irrtum: Diesen Höllen-Gott gibt es. Es ist der Kirchengott, den Christus durch Seine Prophetin Gabriele als den Gott der Unterwelt bezeichnet. Dieser Wut- und Strafgott wurde und wird uns seit Jahrtausenden von den Priestern aller Gattungen und aller Couleur sozusagen untergejubelt. Auf diesen brutalen Horror-Gott wurden und werden wir geeicht damit wir jede Schandtat und jedes Verbrechen mit Gott in Einklang bringen können. Diesen Kirchengott finden wir in allen Religionen in der einen oder anderen Gestalt weltweit, denn alle Religionen sind Menschenwerk und bei genauer Betrachtung sind sie nichts anderes, als Glaubensvorschriften, die nur ein Ziel haben: Sie sollen der Herrschaft des Menschen über die Menschen dienen und nichts anderes und genau das tun sie auch. Die Religions-Ingenieure sind nichts anderes als die Priesterkaste aller Kulturen. Sie sind gleichzeitig die Religions-Verwalter, die dem Volk mit blutiger Gewalt ihre brutalen Gesinnungen eintrichtern.

 

Frage 22

Da wird der Spruch von Karl Marx verständlich, der ja ganz klar sagte: „Religion ist Opium fürs Volk“. Damit lag er doch dann richtig, oder?

 

Ich habe Karl Marx gründlich studiert und in jungen Jahren war ich begeistert von der Idee der Abschaffung der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen. Was noch die ganze Sache attraktiv machte, war die Kombination seiner Ideen mit dem Flair der Wissenschaftlichkeit auf dem Gebiet der Ökonomie. Aber wie alle Religionen an der Wahrheit scheitern werden und sich im Grunde genommen schon mitten im Prozess des Zerfalls befinden, so ist auch der Marxismus an sich selbst gescheitert, denn auch der Marxismus ist nichts anderes als eine Religion. Im Kampflied zur Befreiung der Arbeiterklasse hieß es nämlich: „Es rettet uns kein höheres Wesen, kein Gott, kein Kaiser noch Tribun – uns aus dem Elend zu erlösen, können wir nur selber tun“. Hier geht es also um die Erlösung aus eigener Menschenkraft und das ist nichts anderes als ein leeres Heilsversprechen und von daher eine Religion. Was aus ihr geworden ist, braucht nicht erörtert zu werden. Alle Religionen werden an der Wahrheit scheitern.

 

Frage 23

Eine interessante Sicht eines Ex-Kommunisten, der den Marxismus mit allen anderen Religionen aller Kulturen auf eine Stufe stellt. Dennoch: für Gottsucher ist es doch sehr schwierig, sich einen Glauben an Gott ohne Religion vorzustellen.

GOTT ohne Religion – geht das?

 

Warum kleben viele Menschen noch an Religionen und Heilsverkündigungen aller Art und warum ist Religion mit dem Geist Christi unvereinbar? Das Raffinierte an allen Religionen und auch an Ideologien ist, dass sie Fragmente der Wahrheit enthalten. Alle Religionen sind Halbwahrheiten und Halbwahrheiten sind Lügen. Warum? Die Wahrheit ist absolut und nicht relativierbar. Sie gilt ohne Einschränkung universal. Alles andere ist nicht Wahrheit. Von daher können auch wissenschaftlich begründete Ideologien unter Religion subsumiert werden. Immer wieder erleben wir in dieser Zeit des sogenannten wissenschaftlichen Fortschritts, dass wissenschaftliche Thesen nicht hinterfragt werden dürfen, ohne diffamiert oder gar verfolgt zu werden. Das alles und nichts anderes haben auch immer alle Religionen gemacht. Vor zweitausend Jahren war es dann endlich so weit, dass durch Christus die Wahrheit in diese verlauste Welt kam. Durch Christus offenbart sich ein ganz anderer Gott als der dunkle Priester-Gott.

 

Frage 24

Dann wären wir wieder bei der Frage, wer oder was Gott denn nun wirklich ist. Wenn der Christus-Gott ein völlig anderer Gott ist, als die Götter der Kirchen und der Religionen , die wir traditionell Gott nennen, dann wäre ja praktisch die ganze Menschheit auf einem falschen Kurs – ist dem so?

 

Dem ist so, denn durch Christus kam und kommt der Geist der Erlösung in diese Welt und Christus brachte uns in Gestalt des Nazareners Jesus die Gesetze des Friedens, der Freiheit und der Gerechtigkeit auf die Erde. Durch Christus können wir alle die absolute Wahrheit erkennen und leben und den wahren GOTT, den Christus-Gott lieben. Durch Christus kam allerdings auch der Preis in diese vergammelte Welt, den jeder Mensch zu zahlen hat, wenn er Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit erfahren und leben möchte. Wer nicht bereit ist, den Preis für den Frieden zu zahlen, der wird Krieg ernten und dieser Fakt ist im Gesetz von Saat und Ernte angelegt. Schauen wir uns doch die vergangenen 2.000 Jahre an! Ein Krieg jagte und jagt den anderen Krieg mit immer raffinierteren Kriegs-Technologien und wenn die Waffen mal für ein paar Jahre schweigen, dann führen wir Krieg gegen die Natur, um des „Wohlstandes“ willen. Christus lehrt und zeigte uns, wie wir aus diesem Teufelskreis herauskommen können.

 

Frage 25

Vielleicht wäre genau an dieser Stelle der richtige Moment, die Eigenschaften des Christus-Gottes zu benennen. Welcher Gott ist von Seinen Eigenschaften her liebenswürdig, den man ohne Wenn und ohne Aber lieben kann?

 

Gott hat für uns keine Gestalt, die wir uns vorstellen könnten, aber wir können in allen Gestalten auf Erden, in der Natur das Wesen Gottes erkennen, denn alle Formen des Lebens sind aus dem Geiste entstanden. Gott ist Geist und Gott ist die Energie des Lebens in allen Lebensformen. Gott ist das Leben selbst und Gott gibt unaufhörlich alles für das Leben. Wer gibt, der liebt. Liebe gibt und Liebe gestaltet nur Gutes für das Leben. Wer die Gerechtigkeit liebt, der liebt Gott. Wer die Freiheit liebt, der liebt Gott. Wer das Leben liebt, der liebt Gott. Wer die Einheit aller Kreatur liebt, der liebt Gott. Wer das Miteinander und das Füreinander liebt, der liebt Gott. Wer den Himmel auf Erden schaffen will, der liebt Gott. Wer sich nach der ewigen Heimat sehnt, von der wir alle kommen, der liebt Gott. Gott ist die Urkraft alles dessen was ist, der Quell aller Lebensformen. Der Quell des Lebens ist Liebe. Liebe spaltet nicht. Wahre Liebe verbindet, ohne zu binden. Der Christus-Gott ist Liebe, der Geist des absolut Guten.

 

Frage 26

Das ist allerdings ein anderer Gott als der Gott der Katholiken und der Protestanten. Aber man fragt sich, wieso sich ein gefälschtes Christentum fast weltweit etablieren konnte, das offensichtlich im totalen Widerspruch zu den Christus-Offenbarungen steht und auch zu den Offenbarungen aller wahren Propheten aller Zeiten bis heute? Wieso nennt sich der Klerus selbst christlich, ohne christlich zu sein?

 

Auf diese berechtigte Frage finden wir alle Antworten in den Christus-Offenbarungen der heutigen Zeit durch die Prophetin Gabriele. Es gibt auch eine Website eines ehemaligen Theologen, die sehr ausführlich diese Problematik behandelt. Diese Website trägt den Namen: www.theologe.de . Ich selbst habe meinen ersten Zugang in der Friedensfrage gefunden, und zwar über das fünfte Gebot: „Du sollst nicht töten!“ Die Geschichte der Kirchen zeigt glasklar auf, wessen Kind sie sind und von welchen niederen und brutalen Kräften sie geritten werden. Warum nennt sich diese Satansbrut auch noch christlich? Weil sie ihre schmutzige und gottferne Gesinnung ja irgendwie tarnen müssen, damit sie überhaupt Anhänger finden. Sie schmücken sich mit fremden Federn, mit den hohen Christus-Idealen, die man aber verfälschen muss, um im Namen Gottes Kriege für Reichtum und Macht führen zu können. Die Masse der Menschen liebt die Illusion mehr als die Wahrheit. Das ist der Nährboden der Lüge.

 

Frage 27

Gibt es zum Abschluss dieses Kapitels etwas, das man in sich aufnehmen kann, damit man für sich die Frage „Wer oder was ist Gott?“ immer dann vor Augen führen kann, wenn sich mal wieder gewisse Zweifel aufdrängen wollen?

 

Die sicherste Gewähr für die Festigkeit der Gottes-Gewissheit liegt in der Erfüllung der Zehn Gebote und der Bergpredigt Jesu. Diese unumgehbare Erfordernis lässt sich nur dann leben, wenn man alle Regeln des Lebens und des Friedens durch Christus in sein Herz, also im Innersten seiner Seele aufnimmt, bejaht und die Erfüllung zu einem echten Bedürfnis wird. Die Standhaftigkeit in der Gefolgschaft Christi ist also nicht eine Frage des Intellekts, im Gegenteil: Unser Intellekt neigt meist dazu, es besser zu wissen als unser Schöpfer, der die höchste und allmächtige Intelligenz ist und die Quelle allen Seins. Wer eine dauerhafte und unerschütterliche Harmonie mit unserem Schöpfer anstrebt, der kann dieses nur über die Liebe schaffen, über die Liebe zum Leben und über die Liebe zu allen Lebewesen in der Natur. Zur Erinnerung: Wahre Liebe gibt. Sie fordert nicht und sie nimmt nicht, wie es die satanische Eigenliebe tut.

 

Vielleicht hilft am Ende dieses Kapitels zur Inneren Stabilisierung das folgende Zitat der Seite 21 aus dem Buch: „Der mutige junge Mann Jesus von Nazareth“ und im Anschluss daran animieren vielleicht auch einige Zitate Prominenter dabei, sich dauerhaft völlig neu zu orientieren.

 

Viele Menschen wissen:

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GOTT ist Geist.

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GOTT ist das universale Bewusstsein, die All-Intelligenz, der Schöpfer allen Lebens.

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GOTT ist das Leben in seiner ganzen Schöpfung.

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Es gibt kein Leben außer GOTT.

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ER ist das Leben im Mikrokosmos und im Makrokosmos.

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ER ist das Leben in Allem.

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ER ist der Odem im Atem aller Seiner Geschöpfe.

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GOTT, der All-Eine, ist grenzenlose Liebe und grenzenloses Sein.

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ER ist die All-Einheit und die All-Ewigkeit.

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ER ist der Freie Geist der Unendlichkeit und der Vater-Mutter-Gott aller Seiner Kinder.

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In GOTT gibt es keine äußeren Religionen. Alle äußeren Religionen sind Menschenwerk. Äußere Religionen sind von Priestern gewollt, nicht von GOTT dem Ewigen.

 

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Die folgenden Zitate bekannter Personen geben Zeugnis davon, dass Religionen und Kirchen alles Mögliche sein können, nur für GOTT sind sie nicht sein und Kirchen und deren Priester können auch nicht christlich sein, absolut nicht:

 

Das Beste, was das Christentum hervorgebracht hat, sind seine Ketzer.

Ernst Bloch

Philosoph, 1857-1977

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Jesus verkündete das Reich Gottes, und gekommen ist die Kirche.

Alfred Loisy

exkommunizierter französischer Theologe

1857-1940

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Wenn man das Judentum der Propheten und das Christentum, wie es Jesus gelehrt hat, von allen Zutaten der Späteren, insbesondere der Priester, loslöst, so bleibt die Lehre übrig, die die Menschheit von allen sozialen Krankheiten zu heilen imstande wäre.

Albert Einstein

Physiker, 1879-1955

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Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der Massen.

Johann Wolfgang von Goethe

Dichter und Naturforscher

1749-1832

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Tretet aus der Kirche aus. Tretet aus der Kirche aus. Tretet aus der Kirche aus. Wir sind aus der Kirche ausgetreten, weil wir es nicht länger mitansehen konnten.

Kurt Tucholsky

Journalist und Schriftsteller

1890-1935

 

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Einige passende Literaturempfehlungen
aus dem Gabriele-Verlag:

 

Als Autor der Website Christusgewissen möchte ich klarstellen, dass ich weder ein Lehrer, noch ein Erleuchteter und schon gar nicht ein Heiliger bin, der von sich behaupten könnte, die in dieser Website behandelten Fragen und Antworten vollkommen und richtig im Geiste Christi dargestellt zu haben. Das kann ich deswegen nicht, weil ich selbst noch nicht die geistige Reife erreicht habe, die eine weise Behandlung aller Themen des Lebens ermöglichen könnte.

 

Von daher bitte ich immer wieder darum, meine Ausführungen bestenfalls als geschwisterliche Tipps oder Hinweise eines noch unfertigen Anhängers der Christus-Ideale aufzunehmen. Es ist dringend geraten, dass sich jeder selbst an die Christus-Quelle begibt und sich von Christus selbst leiten und führen lässt. Jeder sollte seine Intuitionen beim Original selbst einspeisen, denn nur Christus ist der Weg und die Wahrheit und das Leben in die Ewigkeit.

 

Deswegen rate ich dringend zum Besuch der Website des Gabriele-Verlags, um sich dort umzusehen, welche Themen der dort gebotenen Literatur zur Zeit am meisten Dein Gemüt erregen oder Dein Interesse finden.

 

Der Link zur Website des Gabriele-Verlages ist auf der Unterseite „Link-Empfehlungen“ zu finden. Der Gabriele-Verlag lässt sich aber auch leicht „ergoogeln“. Alle Bücher sind dort übersichtlich und thematisch geordnet und sehr gut beschrieben. Teilweise finden sich dort auch Leseproben. Auf anderen Unterseiten werde ich entsprechend weitere Bücher empfehlen, die ich auch selbst gelesen habe, und immer wieder lese, weil nach einiger Zeit immer wieder etwas Neues drinsteht … …

 

Vorschlag Nummer 1

 

Der mutige junge Mann

Jesus von Nazareth

ISBN: 978-3-89201-354-9

Gabriele-Verlag oder im Buchhandel zu beziehen

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Vorschlag Nummer 2

 

Der Prophet

Nr. 13, April 1998

Schlagt die Bibel zu!

Der Verrat an Jesus dem Christus, und an den Propheten

nur über den Gabriele-Verlag zu beziehen

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Vorschlag Nummer 3

 

Der Prophet

Nr. 14, Mai 1999

Der Atheist – ein Freund des Propheten?

Das Sittengemälde der heutigen Zeit.

Nur über den Gabriele-Verlag zu beziehen

 

Vorschlag Nummer 4

 

Der Gabriele-Brief für Freiheitsdenker

März 2004

Denken Sie mit, und überlegen Sie

Treffen Sie frei Ihre Entscheidung

nur über den Gabriele-Verlag zu beziehen

 

Vorschlag Nummer 5

für den lebenslangen und ständigen Gebrauch:

 

Das ist Mein Wort

A und Ω

Das Evangelium Jesu

Die Christus-Offenbarung,

welche inzwischen die wahren Christen

in aller Welt kennen

ISBN 978-3-89201-271-9

Im Gabriele-Verlag oder im Buchhandel erhältlich

 

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Diese Unterseite kann noch Fehler enthalten, weil noch nicht eine Korrekturlesung erfolgen konnte. Für etwaige Fehler bitte ich um Nachsicht. Eine Korrekturlesung nebst Korrektur wird so bald wie möglich erfolgen.

 

Gez.: Uwe-Ferdinand Jessen

Flensburg, den 25.05.2020

 

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