PROPHETIE HEUTE

 

 

Was sind Propheten?

 

Unter „Prophet“ steht im Knaur-Lexikon: „Empfänger und Verkünder göttlicher Offenbarungen, die die Wahrheit ansagen und zukünftiges Heil oder Unheil ankündigen. Propheten und Prophetinnen gibt es in den Hochreligionen, wie auch in vielen Naturreligionen.“ Das ist eine dürftige Aussage, die zunächst nicht befriedigt. Googelt man „Prophet“ oder „Prophetie“, dann können wir schon mehr erfahren. Die Schwierigkeit für uns moderne Industrie-Heiden liegt darin, dass wir überwiegend weder an Gott, noch an die Prophetie glauben wollen.

 

Glaube als Frage des Willens

 

Ehrlichkeit ist ein Teil der Wahrheit vor uns selbst und vor unseren Mitmenschen. Wir sind ehrlich, wenn wir uns und anderen eingestehen, dass wir meistens noch unser Eigenwohl über das Gemeinwohl stellen. Wenn wir ehrlich sind, dann geben wir zu, dass uns höhere Ideale bei der Befriedigung unseres Ichs stören. Dann geben wir auch zu, dass die Christus-Ideale die höchsten Ideale sind, die es je gegeben hat, die es gibt und die es geben wird. Dann geben wir auch zu, dass wir nicht an Christus glauben wollen, weil Er uns stört. Ergo ist Glaube Willenssache.

 

Der Glaubensverlust

 

Den Glauben an Gott und an den Christus Gottes und an die Propheten kann man nicht befehlen. Auch sind Gott, Christus und die Propheten nicht im herkömmlichen wissenschaftlichen Sinne beweisbar. Allerdings ist der Mensch selbst der lebendige Gottesbeweis, wie alle Formen des Lebens, denn Gott ist das Leben, das „Ich Bin“. Mit dem Aufkommen von Wissenschaft und Industrialisierung hat sich der Unglaube vorübergehend breit gemacht. Der Glaube an die Technik triumphierte. Aber der Beton-Glaube bekommt unvermeidliche Risse. Warum?

 

Glaubensverlust ist Realitätsverlust

 

Der Beton-Mensch hat den Bezug zur Geistigkeit aufgegeben, nicht verloren, sondern aufgegeben. Die Abkehr von Gott und von unserem Seelen- und Geistbewusstsein unterlag und unterliegt unserem menschlichen Ego-Willen. Gerade der moderne Heide will „High-Life“ und da stört alles, was uns daran erinnert, woher wir kommen und warum wir auf Erden sind. In diesem Lichte erscheint die obige knappe Lexikon-Definition gar nicht so dürftig wie es zunächst scheinen mag. Da ist von Wahrheit die Rede, und was ist Wahrheit anderes als Realität!?

 

Realitätsgewinn durch aktiven Glauben

 

Gott, der Christus Gottes, die Geistwelt, die feinstofflichen Kosmen, das ewige Leben im Jenseits, aus dem wir als Seele kommen und wohin wir wieder aufsteigen werden, das alles ist unumstößliche Realität. Realität ist vom Glauben unabhängig. Gott ist, ob wir glauben oder nicht. Wer im Bewusstsein des ewigen Lebens lebt, der lebt in Gott und der glaubt an Gott, an sich selbst als Geistwesen, in aller Gewissheit. Der Gewinn von Zuversicht und Gottvertrauen ist Realitätsgewinn Er bedeutet den Verlust jeglicher materiellen Illusionen. Das macht empfänglich. Wofür?

 

All-Kommunikation

 

Alle Menschen und alle Seelen werden nach und nach alle Illusionen über das materielle Dasein überwinden, auch irgendwann überwinden wollen. Wer heute schon im Geiste Christi aktiv unterwegs ist, der hat kein Problem mit Himmelsbotschaften aus dem All. Wer aber noch nicht ganz in die Sphäre der Gewissheit hineingewachsen ist, was nur durch die Erfüllung der Gebote Gottes, der Gesetze des Lebens, möglich ist, der hat noch gewisse „Empfangsstörungen“, vor allem für die Tatsache, dass wir Menschen alle in der All-Kommunikation leben und wirken.

 

Prophetie: höchste Form der All-Kommunikation

 

Unser Schöpfer könnte kaum der allgütige und allmächtige Vater Seiner Kinder sein, die wir ja sind, wenn Er nicht mit uns reden würde. Dieses Reden mit uns geschieht auf vielfältige Art mittelbar. Jeder empfängt im Grade seines Geistbewusstseins Impulse aus der Geistwelt. Propheten sind inkarnierte reine Geistwesen, die im Auftrag Gottes stehen. Durch Prophetenmund erfahren wir die Wahrheit und den Willen Gottes, denn der wahre Prophet empfängt unmittelbar. Das beste Verständnis von Prophetie können wir daher nur durch Prophetenmund selbst erfahren.

 

Die Künder- und Lehrprophetin Gabriele

gibt selbst Zeugnis der Allmacht Gottes

 

Glaube ist eine Willensfrage. Da Gott uns den freien Willen gab, muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er der Wahrheit folgen will, oder ob er eher noch im Gefängnis seiner Illusionen und der geistigen Blindheit im Dunklen tappen möchte, aus welchen egoistischen Gründen auch immer. Wem aber nach Licht und Wahrheit dürstet, dem sind die folgenden Darlegungen der Prophetin Gabriele nicht nur glaubwürdig. Sie sind plausibel. Wer über eine gesunde analytische Denke verfügt, dem wird die Prophetie nicht mehr schleierhaft sein.

 

Gabriele zur Prophetie

 

Alle Publikationen aus dem Gabriele-Verlag geben Zeugnis von der Authentizität von Gabriele als Sprachrohr Gottes in die heutige Zeit. Mehrfach hat sich Gabriele selbst zu ihrem Auftrag Gottes als Instrument Gottes geäußert. Im Offenbarungswerk „Das ist Mein Wort“ gibt Gabriele zu Beginn eine Kurz-Autobiografie ihres Amtes. Im Anhang gibt es eine allgemeine Darstellung zur Prophetie. Außerdem gibt es eine Auto-Biografie von Gabriele als Buch. Die folgenden Leseproben aus diesen Quellen sollen Informationen und Erkenntnis-Hilfe leisten. 

 

 

 

ISBN 978-3-89201-271-9

Gabriele-Verlag Das Wort

oder

im Buchhandel

Das ist Mein Wort

A und Ω

Das Evangelium Jesu
Die Christus-Offenbarung,

welche inzwischen die wahren Christen

in aller Welt kennen

 

 

LESEPROBE 1

(Methode des Zitierens: siehe Hinweis im Impressum)
Seiten 1087-1092 a.a.O.

Zum Verständnis dieses Werkes:

 

Die Gottesprophetie

 

Was ist ein Prophet?
Seine Berufung und seine Aufgabe.
Das Prophetische Wort des Christus Gottes in unserer Zeit

 

Urquell Gott

 

„Das ist mein Wort“ ist das Buch, dessen Inhalt unmittelbar aus dem Urquell Gott kommt: Christus, der Erlöser aller Menschen und Seelen, offenbart sich über das Prophetische Wort – durch Gabriele, die Prophetin und Botschafterin Gottes in dieser mächtigen Zeitenwende.

 

Nähe des redenden Gottes

 

Obwohl Gott zu allen Zeiten durch Prophetenmund sprach und sich den Menschen mitteilte, sie aufklärte, mahnte, tröstete und führte – also mit Seinen Kindern war -, wissen in unserer Zeit viele Menschen nicht mehr von dieser Nähe des redenden Gottes; das Prophetische Wort hat kaum mehr einen Platz im diesseitsbezogenen, materialistischen Denken und Leben. Daher diese klärenden Worte. Doch auch für die Menschen in den nächsten Zeitepochen und für jene, die nach der mächtigen Zeitenwende auf Erden leben, die Bewohner des Friedensreiches Jesu Christi, sind diese Darlegungen von Bedeutung. Die dienen der Erinnerung; denn in der Lichtzeit wird es das Prophetische Wort nicht mehr geben. Die Menschen sind dann das Wort selbst geworden, das sie das Gesetz Gottes leben.

 

Ich Bin

 

Gott sprach zu den Menschen im alten Bund. Er sprach die Menschen in Seinem „Ich Bin“ an – durch Prophetenmund. Jesaja, Elia, Jeremia, Daniel, Hiob, hießen einige der bekanntesten Propheten. Der größte aller Propheten war Jesus von Nazareth, der inkarnierte Sohn Gottes. Und auch in den drauf folgenden zwei Jahrtausenden traten in der Christenheit immer wieder Propheten Gottes auf. In ihren menschlichen Körpern waren lichte Wesen der Himmel einverleibt, die den Auftrag in sich trugen, Sprachrohre Gottes zu sein.

 

Sein Instrument

 

Der Prophet ist gleich einer Posaune, in die Gott, der ewige Geist, bläst. In Seinem Instrument, dem Menschen, setzt sich die Lichtsprache Gottes in dessen Muttersprache um, damit die Menschen die Ewige Wahrheit, Gott, hören und verstehen können. Wahre Gottespropheten bleiben während der Einsprache des Gottesgeistes im Wachbewusstsein. Jesus von Nazareth, der größte Prophet, ist auch diesbezüglich das Beispiel. Gott, der Ewige, sprach durch ihn im Wachbewusstsein, wie durch alle wahren Propheten, sowohl im alten Bund als auch nach Jesu Zeit. Der Mensch fällt nur dann in Trance, wenn er jenseitige Kräfte aufnimmt, welche nicht die unmittelbare Gottesstrahlung sind. Dies ist beim echten Gottespropheten nicht der Fall.

 

Auftrag

 

Die Seele des Propheten wird auf die kommende Aufgabe im Menschenleibe lange vorbereitet, oftmals über Inkarnationen hinweg. Der Mensch wird schließlich zu einem bestimmten Zeitpunkt von Gott an den in der Seele liegenden Auftrag erinnert; dies ist die sogenannte Berufung.

 

Leidensweg

 

Der Weg des Gottespropheten ist ein Leidensweg. Er steht in der absoluten Pflicht Gott gegenüber und hat das auszusprechen, was Gott ihm eingibt. Die ernsten und mahnenden Worte Gottes, die zur Umkehr aufrufen, sind den Menschen dieser Welt stets unangenehm, weshalb die Propheten in aller Regel Hohn, Spott, Verleumdung, Verfolgung und oftmals den Tod erleiden mussten.

 

Künderpropheten

 

Es gibt zwei Kategorien von Propheten: die Künderpropheten – allgemein Propheten genannt – und die Lehrpropheten. Durch Künderpropheten gab und gibt Gott der Menschheit das geistige Wissen und die grundlegenden geistigen Gesetzmäßigkeiten, deren die Menschen bedürfen, um ihr Leben auf das Göttliche auszurichten und Schritt für Schritt in ein gesetzmäßiges Leben zu gelangen. Er mahnte und mahnt die Menschen, das zu erfüllen, was Gottes Wille ist. Künderpropheten rufen den Menschen ins Bewusstsein, dass sie Gottes Kinder sind; sie bringen ihnen seine Liebe und Weisheit nahe und weisen den Weg zu ihm.

 

Lehrpropheten

 

Durch Lehrpropheten, die zu den großen Zeitenwenden auftreten, verankert der ewige Geist nicht nur das geistige Gut im Bewusstsein der Menschen, das schon vorher offenbart worden war, sondern Er gibt weiterführende und höhere Gesetzmäßigkeiten sowie Aspekte des heiligen Urgesetzes. Der Lehrprophet bringt also detailliert die Gesetze Gottes, und er legt diese auch aus. Durch ihn lehrt der Geist Gottes den Menschen den Inneren Weg zurück in die ewige Heimat, von wo einst jede Seele ausgegangen ist. Durch den Lehrpropheten lehrt Gott stets geistiges Gut, welches über das bisher Bekannte hinausgeht.

 

Selbsterkenntnis und Läuterung

 

Der Lehrprophet hat alles das, was Gott, der Herr, durch ihn lehren möchte, zuvor selbst in sich zu erarbeiten, zu entwickeln und zu verwirklichen. Er muss den Inneren Weg, den Weg der Selbsterkenntnis und Läuterung, allen Menschen voran zuerst selbst beschreiten. Nach geraumer Zeit erlangt dieser aus dem Geist Gottes direkt belehrte und geschulte Mensch den Gipfel mystischer Entwicklung, das Ziel des Siebenstufigen Pfades zu Gott, das die Einswerdung mit dem Bewusstsein, Gott, zur Folge hat. In einem Augenblick erkennt, schaut und weiß ein solcher Mensch sodann um die Dinge und Geschehnisse, die dem verborgen sind, der noch in der Welt der Sinne lebt.

 

Botschafter Gottes

 

Dadurch wird der Lehrprophet der Botschafter Gottes, der aus seinem erschlossenen und mit dem Göttlichen eins gewordenen Bewusstsein schöpft. Er sieht nicht mehr die Dinge oder die Menschen, wie sie scheinen, sondern er schaut die Dinge, Geschehnisse und Menschen, wie sie sind. Er schaut allem, was ist, auf den Grund.

 

Im Alten Testament

 

Im Alten Testament sandte Gott vor allem Künderpropheten auf diese Erde, durch die Er die Menschheit aus ihrer Gebundenheit an die Materie auf den rechten Weg zur geistigen Höherentwicklung zu bringen suchte.

 

Christus, Mitregent der Himmel

 

Danach wirkte Christus, die Teilkraft der Urkraft, der Mitregent der Himmel, als Erlöser und Lehrprophet unter den Menschen. Sie haben Ihn als Jesus von Nazareth – wie viele der gerechten Propheten – nicht erkannt, nicht angenommen und Seinem Leben ein vorzeitiges Ende bereitet. Auf Golgatha konnte Er mit den Worten „Es ist vollbracht“ die Erlösung vollziehen: die Einsenkung eines Funkens der erlösenden Teilkraft der Urkraft als stützende und wieder zu Gott hinführende Kraft in jeder Seele.

 

Lehrprophetin Gabriele

 

Nun hat Gott wieder ein Wesen in diese Welt gesandt. Es verleibte sich in den Menschen ein, der Gabriele genannt wird. Sie dient dem Ewigen in dieser Welt als seine Lehrprophetin. Ihr entschlossenes geistiges Bewusstsein, das im Allmächtigen ruht und von der Kraft des Allmächtigen durchdrungen ist, kennt die ewigen Gesetze und weiß den Weg zum ewigen Gesetz, Gott. Gabriele schaut in ihrem göttlichen Bewusstsein den allumfassenden Weg hin zum Herzen Gottes. Mit schlichten Worten vermag sie den allumfassenden Inneren Weg zu erklären, den Menschen zu seinen Ursachen zu führen, ihm zu helfen, diese zu beheben, und, so er gewillt ist, den Einzelnen Christus zuzuführen. Sie hat Einblick in die Tiefe des Menschen, in ihre Seelenbeschaffenheit. Ihre weiter Aufgabe als Lehrprophetin ist es, die Einzelheiten des Ewigen Gesetzes Gottes nun für alle Teilbereiche des Lebens in diese Welt zu bringen, die Details der göttlichen Gesetze für das Zusammenleben der Menschen in Familie und Beruf, in Wirtschaft und Gesellschaft, für die Kindererziehung und die sozialen Dienste sowie das Heilsein von Seele und Leib. Zugleich lehrt sie Schritt für Schritt die Anwendung der ewigen Gesetze in allen Bereichen des Lebens.

 

Gesetze des geistigen Lebens

 

Lehrpropheten haben also – zusätzlich zu dem Auftrag, Gottes unmittelbare Posaune zu sein – die Aufgabe, ihre Mitmenschen in alle Gesetze des geistigen Lebens zu unterweisen und ihnen in allen Fragen des Inneren Lebens zur Seite zu stehen. Daher musste Gabriele vieles selbst erleiden, erfahren, durchleiden und überwinden – über mehrere Erdenleben hinweg – damit sie die Menschen verstehen und ihnen den rechten Weg weisen kann.

 

Vorbereitung der Menschheit

 

Zur Vorbereitung der Menschheit auf das Gottesreich auf Erden gibt der Ewige nun zu allen Grundfragen des Menschen in dieser Zeit Aufklärung und Belehrungen. So offenbarte sich Christus durch sein Prophetisches Wort 1989 auch über sein Leben, Denken und Wirken als Jesus von Nazareth; zugleich erläuterte Er die Zusammenhänge und die Bedeutung seines Lebens auf Erden für diese und für die kommende Zeit. Die Erklärungen, Berichtigungen und Vertiefungen in dem hier vorliegenden Buch „Das ist mein Wort“ sind das authentische Wort Christi. Die in dem schon vorliegendem Buch „Das Evangelium Jesu“ gegebenen Darlegungen und das von Christus dazu Erklärte, Berichtigte und Vertiefte sind bedeutende Streiflichter über sein Leben, Denken und Wirken als Jesus von Nazareth – zum Verständnis und als Vorbild für die Menschen in dieser Zeit und auch für die Bewohner des Friedensreiches Christi auf Erden.

 

In dieser mächtigen Zeitenwende führt uns Christus darüber hinaus in die ganze Wahrheit ein:

Er offenbart – wie dargelegt – die Gesetze Gottes für alle Lebensbereiche auf dieser Erde und baut so das umfassende Reich Gottes auf dieser Erde auf.

 

ENDE DES ZITATES

 

 

 

LESEPROBE 2

 

Eine kurze Autobiographie

Der Prophet – das Instrument Gottes

 

Gabriele erinnert sich

 

ZITAT

Seiten 8 – 28 a.a.O.

 

Erste geistige Unterweisungen durch meinen

Geistigen Lehrer, Bruder Emanuel

 

Bruder Emanuel

 

Vor 36 Jahren, ich war um die vierzig Jahre alt, als ich am Morgen eines Weihnachtstages in meiner kleinen Familie im Wohnzimmer saß und mich auf den Weihnachtsbaum ausrichtete, denn ich war Katholikin. In der Nähe des Weihnachtsbaumes stand eine wunderschöne Holzfigur, ein Geschenk zu Weihnachten. Plötzlich sah ich, wie sich hinter der Figur etwas bewegte; es war ein wunderschönes Wesen. Ich sah es und vernahm in meinem Innersten die Worte: „Ich bin dein Geistiger Lehrer, Bruder Emanuel!“ – Ich erschrak – ich erschrak sehr: Was soll das? Ich kenne keinen Bruder Emanuel.

 

Ich Bin der Ich Bin

 

Es vergingen ein, zwei Tage, und wieder kam die Botschaft: „Ich bin dein Geistiger Lehrer Bruder Emanuel, und ich werde dich für das große, mächtige `Ich Bin der Ich Bin von Ewigkeit zu Ewigkeit` vorbereiten, für das Prophetische Wort, das nie versiegte.“

 

Erschrecken

 

Mein Erschrecken war groß, und ich erzählte das meiner Familie. Mein Mann hob die Schultern und sagte: „Was soll das bedeuten? Ich verstehe es nicht.“ Und dabei blieb es. Doch es dauerte höchstens weitere zwei Tage. Plötzlich hörte ich eine mächtige Stimme, die in mich brauste; es war wie ein hochloderndes Feuer, auf das Holz gelegt wurde. Es sprach: „Ich Bin der Ich Bin von Ewigkeit zu Ewigkeit. Ich, der Ich Bin, werde dich als meine Prophetin ausbilden lassen für diese Welt, für alle Völker dieser Erde. Ich habe dir meinen Diener zur Seite gestellt, ein göttliches Wesen, den Cherub der Göttlichen Weisheit. Er wird dich vorbereiten und dir zeigen, wie du mein Wort mehr und mehr und immer tiefer aufzunehmen vermagst.“

 

Geistiger Neuling

 

Wieder zuckte ich zusammen, weil ich als geistiger Neuling damit nichts anfangen konnte. Ich war ein katholischer Christ und als solcher geistig unwissend. Daher konnte ich mir keinen Reim darauf machen. Obwohl diese Botschaft in meinem Herzen, die ein mächtiger Liebesstrom begleitete, zunächst wie Balsam war, verstand ich dennoch nicht, was vor sich ging.

 

Der Name „Christus“

 

Einige Tage später meldete sich in meinem Herzen wieder mein Geistiger Lehrer Bruder Emanuel – so stellte er sich für diese Erde, für diese Welt, vor. Langsam und schlicht, mit Worten aus meinem einfachen Wortschatz, erklärte er mir, dass das, was ich bis dahin als Katholikin glaubte, nicht Gottes Wort, nicht Gottes Wille ist. Er erklärte mir, was es heißt, zu beten, erklärte mir, dass das Gebet vom Herzen kommen, ja, dass das Gebet zur Sprache der Seele werden soll und dass ein Mensch, der den Namen „Christus“ in den Mund nimmt, auch ein Nachfolger des Jesus von Nazareth sein soll.

 

… aus dem Himmel

 

Es kamen nur einige wenige Sätze. In der ersten Zeit waren es lediglich kurze aufklärende Lehren, die ich in meinem Herzen empfing. Doch bald wurde das Wort tiefer, und der Geistige Lehrer sprach immer detaillierter. Er erklärte mir, wie ich in Zukunft zu denken und zu leben hätte, denn, so sagte er: „Der mächtige Geist, der bereits selbst in Dich einspricht, möchte dich zu Seiner Prophetin ausbilden. Das Wort, das in dich einströmt, kommt aus dem Himmel. Es ist Gott, der Allmächtige, in Christus, eurem Erlöser. Sein Wort ist seine Botschaft an alle Menschen. Für die Botschaft aus dem Himmel bist du ausgegangen, um sie im Prophetischen Wort zu geben.“

 

Katholizismus

 

Ich muss sagen: Ich war keine gute Katholikin, so, wie viele andere auch. Ab und zu ging ich in die Kirche, doch mit so manchem, was der Katholizismus lehrte, konnte ich nichts anfangen. Ich hatte andere Vorstellungen für mein Leben: Ich betrieb gerne Sport, ging gern da und dorthin, traf mich mit Bekannten, pflegte die Geselligkeit. Meine Eltern waren katholisch. Also wurde ich katholisch getauft und in der Schule katholisch unterrichtet.

 

Gib einzig Gott die Ehre

 

Nun hieß es in mir plötzlich: „Im Geiste der Liebe, im Geiste der Wahrheit, im Reich Gottes, gibt es keine Zeremonien, gibt es keine Riten, gibt es keine Dogmen, gibt es keine Verkleidung des Menschen.“ – Und ich wusste, dass der ewige Geist, in diesem Fall Bruder Emanuel, der Cherub der Göttlichen Weisheit, mir sagen wollte: Bleibe ein schlichter Mensch! Gib einzig Gott die Ehre.

 

Der Prophetische Geist

 

Das bedeutete: Wer im Geiste Gottes lebt, der verneigt sich vor dem ewigen Geist tief in seinem Inneren, denn der Geist wohnt in jedem Menschen, in der Seele jedes Menschen. Und jeder Mensch ist ein Tempel des Heiligen Geistes. – Für mich als Katholikin war das neu, doch diese Botschaft kam immer und immer wieder. Und immer wieder hieß es: „Je mehr du das glaubst, dich in dein Innerstes versenkst und tust, was Gottes Wille ist, strahlt der Prophetische Geist hindurch, das Leben.“

 

Warum ich?

 

Ich dachte: Nun, der Prophetische Geist – aber warum gerade ich? Ich bin doch ein einfacher Mensch. Ich bin nicht redegewandt; warum ausgerechnet ich? – Und immer wieder kam sinngemäß die Stimme: „Du bist ausgegangen, um das Prophetische Wort zu geben. Er, der mächtige Geist, wird es nach einer gewissen Ausbildung, nach einer gewissen geistigen Ausrichtung, auf deine Lippen legen. Und du wirst aussprechen, was Sein Wille ist.“

 

In die Öffentlichkeit, als Prophetin?

 

Der Geistige Lehrer, der Cherub der Göttlichen Weisheit, sagte mir: „Ich werde dich vorbereiten, und das `Ich Bin der Ich Bin` wird mächtig durch dich reden.“ Ich erschrak immer wieder aufs neue. Wenn ich die Worte hörte „Ich Bin der Ich Bin von Ewigkeit zu Ewigkeit“, sank mein Herz auf einen Tiefpunkt: Ich kleiner, einfacher Mensch, ungeübt im freien Sprechen, zumal vor vielen Menschen, und überhaupt nicht redegewandt, soll in die Öffentlichkeit, als Prophetin? – Das erschien mir unmöglich!

 

Er will es!

 

Doch der Prophetische Geist, hier Bruder Emanuel, ließ nicht locker: „Wenn Gott will, dann wird es sein. Er will es! Und deine Seele gehorcht Seinem Willen! Du als Mensch musst ebenfalls gehorchen, auf dass erfüllt wird, was das göttliche Wesen in dir, im Menschen Seele genannt, von oben aus dem Reich Gottes für die Erde mitbekam: Das Prophetische Wort für die Völker der Erde.“

 

… vom Katholizismus wegdenken

 

Ich hatte noch immer keine rechte Vorstellung davon, was das alles für mich bedeuten sollte. Die Stimme von Bruder Emanuel war mir zum einen fremd, zum anderen kam sie mir immer näher, denn sie war liebevoll, aber unmittelbar und bestimmt. Er lehrte mich, vom Katholizismus wegzudenken. Immer wieder hörte ich: „Bete aus deinem Herzen, und verneige dich einzig vor Ihm, indem du Seinen Willen tust. Verneige dich nicht vor dem Menschlichen des Menschen. Wer sich vor Gott verneigt, der wird sich auch vor dem Innersten seines Nächsten verneigen, denn in der Seele jedes Menschen und in allem ist der ewige Geist.“ Er lehrte mich, dass ein Großteil des Katholizismus Menschenwerk ist und mit Gottes Willen nichts zu tun hat.

 

Keine Verdammnis

 

Ich lernte nach und nach: Gott ist der Größte, der Allmächtige. Gott ist der All-Eine, das All-Gesetz, die Ewigkeit und die Unendlichkeit. Er ist aber auch der Vater seiner Kinder, die Er liebt. Er, der mächtige Geist, erklärte mir, dass es keine Verdammnis gibt und ich keine Sorge haben soll, ewig verdammt zu sein. Das gibt es nicht. Gott, die Liebe, bewahrt alle Seine Kinder; alle werden zu Ihm an Sein Vaterherz zurückkehren. Dafür ging der Sohn Gottes aus, um die Erlösung zu bringen, das Licht, das jeder Seele Leuchte ist auf dem Weg ins Vaterhaus.

 

Hoffnung, Dankbarkeit und Friede

 

In mich zogen Hoffnung, Dankbarkeit und Friede ein. Des öfteren setzte ich mich in eine Ecke und betete das Vaterunser. Plötzlich hörte ich wieder Bruder Emanuel in meinem Herzen. Es war seine Stimme, die in meine Gedanken sprach. Ich bemerkte, dass ich nicht anders denken konnte; er übernahm meine Gedankenwelt. Dazu erläuterte er mir: „Ich bin die Kontrolle über deine Gedanken“. So betete ich, und er unterbrach mich immer wieder im Vaterunser und lehrte es mich.

 

Rechtes Beten, aufgezeigt am Beispiel

des Vaterunsers

 

Vaterunser im urchristlichen Sinn

 

Als Beispiel möchte ich hier auf das Vaterunser eingehen, das ja viele Christen beten, und darlegen, wie mir das Vaterunser nahegebracht wurde – ein Vaterunser im urchristlichen Sinn.

 

Vater aller Wesen

 

Kaum sprach ich die Worte: „Vater unser, der Du bist im Himmel, geheiligt ist Dein Name!“ – schon hörte ich Bruder Emanuel. Er wies mich an, die Gebetsworte, die Jesus, der Christus, uns Menschen gegeben hatte, noch einmal, und dieses Mal langsam und bewusst zu sprechen. Als dies geschehen war, fragte mein Geistiger Lehrer sinngemäß: „Was verstehst du unter `Vater unser`? – Diese beiden Worte, `Vater unser` zeigen an, dass alle Menschen, alle Seelen und alle himmlischen Wesen gemeint sind. Der Vater ist der Vater aller Menschen, aller Wesen; Er ist der Vater der Liebe. Denke daran, dass Er auch dich liebt und dich zu Seinem Instrument machen wird!“

 

… eine gewisse Angst

 

Meine Seele wurde weich, und mein Herz jauchzte. Und doch ließ mich eine gewisse Angst nicht los. Mir wurde bange: Ich einfacher, nichtiger Mensch soll eine Prophetin werden? Allzugern zog ich mich in meine altgewohnte Vorstellungswelt zurück: Ach, ich bin doch geborgen in meiner Familie, ich bin doch geborgen zu Hause. Ich will weiter als Mutter und Frau der Familie dienen.

 

Was ist unser Reich?

 

Dennoch – ich betete weiter: „Unser Reich kommt, Dein Wille geschieht, wie im Himmel, so auch auf Erden.“ – Wieder meldete sich Bruder Emanuel: „Was ist ´unser Reich`?“ – Er gab sinngemäß die Antwort: „Es ist die Ewige Heimat, es ist das Vaterhaus, das alle seine Kinder bald wieder zurückhaben möchte im Reich des Friedens.“ Und er erklärte mir: „Wie im Himmel, so soll es auch auf Erden sein.“ Bruder Emanuel fügte hinzu: „Jetzt verstehst du noch nicht, was die Prophetische Botschaft beinhaltet. Doch du wirst es in Bälde erfahren.“

 

Gesetz von Ursache und Wirkung

 

Wieder betete ich: „Unser tägliches Brot gibst Du uns heute und vergibst uns unsere Schuld, und wir vergeben unseren Schuldigern.“ – Bruder Emanuel holte weit aus und legte mir das Gesetz von Ursache und Wirkung, von Saat und Ernte, dar: „Vergeben heißt, Reue zu entwickeln für das, was nicht im Willen Gottes ist, und um Vergebung bitten. Und so dir Menschen etwas getan haben, das dich verletzte, vergib ihnen. Hast du eine Schuld erkannt, die du wiedergutmachen kannst mit den Werken der Liebe, dann tue es! So befreist du dich von den Sünden und wächst im Geiste der Liebe, auch für das Prophetische Wort.“

 

Die erlösende Kraft des Christus Gottes

 

Ich betete weiter: „Du führst uns in der Versuchung und erlöst uns von dem Bösen.“ – „Ja, Er erlöst alle Seelen und Menschen von dem Bösen“, sprach Bruder Emanuel. „Denn die erlösende Kraft des Christus Gottes ist in jeder Seele jedes Menschen. Wer bereut, bereinigt und die gleichen Sünden nicht mehr tut, der fühlt sich wahrlich erlöst, befreit von dem Übel, das er sich letztlich selbst auferlegt hat.“ – Ich begann, das Vaterunser mit ganz anderen Augen zu sehen. Ehrfurcht stieg aus meinem Inneren auf. Ich begriff allmählich, was es heißt, sich vor dem Allmächtigen zu verneigen.

 

„Seele“ – nicht von dieser Welt

 

Ich schloss das Vaterunser: „Denn unser ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit von Ewigkeit zu Ewigkeit“. In meinem Herzen spürte ich: Ich bin wohl Mensch, aber etwas ist in mir, das nicht von dieser Welt ist. Ich nenne das, was nicht von dieser Welt ist, „Seele“. Doch im Tiefsten ist es ein göttliches Wesen, das dem Ewigen dienen möchte. Und so kam nun aus dem Herzen meines Menschen ein großes JA für das Prophetische Sein. – Meine Seele hatte schon längst das Ja gesprochen. Doch ich, der Mensch, erfasste noch immer nicht, was das Ja des Menschen für das Prophetische Sein bedeutet, und schon gar nicht, was es für mich mit sich bringen würde.

 

Die umfangreiche Arbeit des Propheten an sich selbst,

um „sauber“ zu werden.

 

Ich musste „sauber“ werden

 

Das Ja des Propheten hat sehr, sehr viele Inhalte. Ich musste lernen, dass ich mein Allzumenschliches, mein ganzes Denken und Wollen, das auf mich, den Menschen, bezogen war, zu erkennen und abzulegen hatte. Ich musste – von der Seele her gesprochen – „sauber“ werden; ich musste meinen ganzen Menschen vom Scheitel bis zur Sohle reinigen. Das heißt also, ich musste das vollziehen, was uns der Geist auch heute immer wieder lehrt. All das, was wir als Sünde bezeichnen oder als Fehlhaltung  gegen das Leben, gegen das Gesetz der Liebe und der Freiheit, musste ich erkennen, Schritt für Schritt bereuen, bereinigen und nicht mehr tun. Ich durfte allzumenschlichen Gedanken nicht mehr freien Lauf lassen.

 

Wie denken?

 

Allerdings durfte ich rückfragen, meinen Geistigen Lehrer zu Rate ziehen: Ja, wie soll ich denn denken? – Er sagte mir in diesem Fall nicht, wie ich zu denken habe, sondern: „Du hast vor Dir die zehn Gebote und die Bergpredigt Jesu – lies darin. Leite daraus ab, wie du denken sollst.“

 

… wie Gott es will

 

So begann ich zu denken, wie Gott es will. Und immer dann, wenn ich gegen einen Menschen war, meldete sich die Stimme des Herzens: „Warum bist du gegen ihn? Warum erregst du dich über ihn? Warum bist du ihm gegenüber negativ gestimmt? Was ist dein Anliegen? Was willst du damit bezwecken, wenn du so denkst?“

 

… meine allzumenschliche Wurzel

 

Bruder Emanuel ließ mir Zeit, selbst zu ergründen, warum ich so denke. Ich kam immer wieder auf meine allzumenschliche Wurzel: Der passte mir nicht. Jener passte mir nicht. Weil er etwas an sich hatte, das mich störte; weil es mir vielleicht gefiel oder nicht gefiel. – Das musste ich erkennen und dann bereuen und bereinigen. Und ich musste lernen, mich gerade vor dem Innersten dieses Menschen, den ich abwertete, zu verneigen, denn in jedem Menschen wohnt der Geist Gottes.

 

Ich verneige mich …

 

Ich verneige mich also Im Inneren vor dem Geist in diesem Menschen. Da fühlte ich, dass ich auf diese Weise meinen Nächsten, den ich zuerst abgelehnt hatte, zu verstehen lernte. Ich vermochte ihm plötzlich ein Wort zu geben, das aus der Tiefe meiner Seele emporstieg. Ich sah in die Augen meines Nächsten – und seine Augen leuchteten. Und ich spürte: Dieses Wort hat seine Seele angenommen, weil es aus der Tiefe meiner Seele kam. – So lernte ich, sauber, gleich rein, zu werden. Das bedeutete dann eine stetige Ausrichtung auf das Innere Licht, auf das Innere Leben.

 

Vielfältige Vorbereitung zum Propheten

 

Es war eine mächtige und außerordentlich vielfältige Vorbereitung zum Propheten. Man darf es sich nicht so einfach vorstellen, wenn es heißt, „Gott brach in das Leben eines Menschen ein, um ihn zu Seinem Instrument zu machen.“ – Der Prophet, der ja zunächst einmal ein unwissender Mensch mit mannigfachen menschlichen Programmen und Denkmustern ist, musste sich – und das in verhältnismäßig kurzer Zeit – reinigen, musste sich läutern, um dieses mächtige Leben zu empfangen, das Einheit ist. Er wurde also von Anfang an vom Gottesgeist überaus straff geführt und geschult. Der Prophet muss alles lernen und vor allem erfüllen – das heißt: selbst tun –, was er an seine Mitmenschen weitergibt.

 

Vorbereitung auf das Geschehen, das mich auf dem Prophetenweg erwartete

 

Auftrag durch Christus

 

Bald darauf meldete sich Christus in Gott, unserem Vater, der mächtige Geist. Er erklärte mir das Werk Seiner Erlösung. Er erklärte mir das Göttliche Werk für diese Erde. Und Er erklärte mir, was es heißt, Prophetin zu sein. Er erklärte mir, dass ich alles lassen müsse, was störend auf den Auftrag einwirkt, auf den Auftrag aus den Himmeln. Christus sprach absolut. Er erklärte mir mit Vollmacht und im mächtigen Ich Bin, dass das Prophetische Wort stark und mächtig sein wird und dass Er mich aus der Familie herausführen wird, hin zu den Menschen aller Völker.

 

Sie werden das Prophetische Wort verdammen …

 

Christus verschwieg mir auch nicht, dass ich von den Kirchen angegriffen werden würde. Durch Sein Wort erfuhr ich: Sie werden mich nicht anhören. Sie werden das Prophetische Wort verdammen, wie zu allen Zeiten. Dass es die Propheten schwer hatten, dass auch ich es schwer haben werde. Dass Er ein urchristliches Werk aufbauen wird, so wie es im urchristlichen Strom ist, wo Menschen zusammenfinden, die Schritt für Schritt das Vaterunser leben, die Bergpredigt erfüllen, die Zehn Gebote Gottes als ihr Leben betrachten. Und es werden wieder Urchristen sein, die zusammen leben, die gemeinsam arbeiten, die später dann urchristliche Betriebe errichten. Sie werden in den Betrieben zwar für ihren Unterhalt arbeiten, doch hauptsächlich für den Aufbau des Reiches Gottes auf Erden.

 

Aufgrund des „Ja“ eine Gefangene Gottes.

Der Prophet hat keinen freien Willen mehr.

 

das Ja gegeben

 

Ich verstand es nicht, musste aber dennoch die Worte aussprechen. Es kam  der Druck, von oben eine Macht und eine Vollmacht in mein Bewusstsein – ich konnte nicht mehr „nein“ sagen, und ich spürte, wie der freie Wille schwand. Ich sah mich plötzlich als eine Gefangene des Allmächtigen. Ja, ich hatte mich einfangen lassen, denn ich hatte, auch als Mensch, das Ja gegeben. Doch immer wieder wehrte ich mich, wenn ich plötzlich spürte: Ich konnte nicht mehr den Sport ausführen, den ich wollte; ich konnte nicht mehr in die Geselligkeit gehen, die allzumenschlich war. Ich spürte in meinem Herzen, ich soll es nicht, und letzten Endes hieß das: ich darf es nicht.

 

… berufen von oben

 

Der Prophet ist berufen von oben, Gottes Willen zu erfüllen. Somit wirkt der Prophetische Geist in die Seele des Menschen ein, in den Propheten, so dass dieser tut, was die Seele bzw. das göttliche Wesen in der Heimat versprochen hat: Dein Wille geschieht; wie im Himmel, so auch auf Erden. – Der Mensch wird ausgeschaltet. Was die Seele möchte, das Geistwesen von oben, das erfüllt sich. Wenn auch der Mensch noch so sehr jammert – die Botschaft von oben, die Botschaft aus den Himmeln, muss erfüllt werden. Der Wille des Menschen ist damit sekundär; er wird kaum beachtet.

 

Vollmacht

 

Der Prophetische Geist ergriff Besitz von mir und führte mich zu den Menschen. Er riss mich also heraus aus meiner Geborgenheit in der Familie. Er lehrte mich, das Wort immer tiefer aufzunehmen. Und Er sprach schließlich mit Vollmacht durch mich. Ich wusste oft gar nicht, wie mir geschah. Das Ja war Zwang. Er zwang mich, zu tun, was Er will.

 

Das Wachsein des Menschen

 

So mancher ist der Meinung, die Sprache des Allmächtigen müsste im Zustand von Trance kommen. ­– Wieso denn, wenn Gott in mir ist? Wieso muss ich in Trance fallen, in irgendeinen nebulösen Zustand? Das Wachsein des Menschen ist die Voraussetzung für das Wort des Lebens. Das Einzige, was ich tun musste und nicht lassen durfte, ist, die ständige Verbindung mit Ihm, dem Großen Geist in mir, halten. Das musste ich lernen. Und das war oftmals sehr, sehr schwer, besonders dann, wenn deutlich wurde, dass ich nicht mehr in die Familie zurückkonnte.

 

… heraus aus der Familie

 

Warum nicht in die Familie? Warum nicht mehr in die Verwandtschaft? – Der eine bejahte, was ich tat, der andere konnte es nicht verstehen; der nächste lenkte mich mit allen möglichen Situationen und Gedanken und Wünschen ab, die ich erfüllen sollte. Und ich konnte es nicht; ich wäre Gott aus dem Ruder gelaufen. Infolgedessen holte Er mich heraus aus der Familie, heraus aus der Gesellschaft, in der ich war, heraus aus der Verwandtschaft, und stellte mich mitten in diese Welt als einfache, schlichte Frau, der es oftmals schwerfiel, mit Menschen zu reden. Ich war und bin schüchtern, sehr zurückhaltend, doch sehr wachsam, wenn es um die Gerechtigkeit, um die Wahrheit geht.

 

sonderbar

 

Eines war für mich sonderbar: Sprach ich mit Menschen, so versprach ich mich oft oder wusste nicht, was ich sagen sollte. Setzte der Allmächtige ein, dann waren alle Hemmnisse wie weggewischt. Er legte Sein Wort auf meine Lippen, und ich musste aussprechen, was Sein Wille war und ist. Ich sah und hörte zugleich, was Gottes Wille war, und das bis zum heutigen Tag.

 

Gottes Wille

 

Der Prophet hat keinen freien Willen mehr. Gottes Wille – Sein Gesetz, Sein Plan – ist maßgebend. Das zu akzeptieren, war oft sehr, sehr schwer für mich, besonders dann, wenn ich von den Kirchen angegriffen wurde, von den Sektenbeauftragten, die über Radio und Fernsehen das Urchristentum niedermachen wollten.

 

Die göttliche Botschaft der Einheit.

Warum vegetarisch leben?

 

Botschaft der Liebe

 

Trotz all dieser inneren und äußeren Anforderungen begann der Geist zu lehren, zu lehren, zu lehren, zu lehren. Er lehrte zuerst einmal die Botschaft der Einheit, die Botschaft der Liebe. Er lehrte Menschen, die zu Ihm kamen, was es bedeutet, in der Einheit zu leben. Er lehrte uns Menschen, was Friede bedeutet. Er lehrte uns die Feindesliebe. Er lehrte uns die Gottes- und Nächstenliebe. Er lehrte uns, wie wir uns gegenüber Tieren und gegenüber der Mutter Erde zu verhalten hatten. Er lehrte uns, wie wir Vegetarier werden können. Er lehrte uns, dass die Schöpfung allgegenwärtiges Leben ist, weil Er, Gott, in allem ist.

 

Der Christus Gottes

 

Gott ist in allem gegenwärtig. Er ist der Schöpfer, das mächtige Licht, der Christus Gottes, der in allem ist, in der Natur, in den Pflanzen, in den Tieren, in den Mineralien. Dieser mächtige Geist lehrte mich, wachsam über die Erde zu gehen, denn in allem ist das Licht, die All-Kraft, Gott. Und Er lehrte mich, dass Er, der Schöpfer, der mächtige Geist, das Leben in den Tieren, in den Pflanzen und in den Steinen ist.

 

Lichtsprache

 

„Leben ist Offenbarung“, so sprach Er zu mir. „Wenn du für das Leben bist, dann bist du auch in der Einheit und in der Liebe verbunden mit dem Innersten in deinem Nächsten und ebenfalls mit der Liebe in den Tieren, in den Pflanzen und in den Mineralien.“ Er lehrte mich die feine Lichtsprache der Tiere, der Pflanzen und der Steine. Und ich wurde sauber in mir: Ich achtete die Tiere. Ich begann die Tiere zu lieben, so wie Gott, der Große Geist, der Schöpfer des Lebens, es mir nahebrachte. Ich verstand die Mutter Erde, die bei jedem Schritt aufatmet, den wir in dem Bewusstsein tun, dass unter unseren Füßen der Geist ist, das Leben. Er lehrte mich, keinen Stein mutwillig von mir zu stoßen, sondern das Leben zu achten.

 

Vegetarisch leben

 

So machte mir der ewige Geist bewusst, was es heißt, vegetarisch zu leben. Denn: in allem ist das Leben. Das Tier empfängt von der Erde, der Mensch empfängt von der Erde; also sollten wir die Nahrung zu uns nehmen, die die Erde uns schenkt.

 

Das Verhalten der Tiere

 

Ich begehrte zuerst auf und wandte ein: „Tiere verzehren doch auch Tiere!“ – Die Stimme des Geistigen Lehrers klärte mich auf: „So ist es, weil der Mensch es so hält. Menschen verzehren Tiere. Daher verzehren manche Tiere ebenfalls Tiere. Warum? – Weil das Töten die Atmosphäre durchzieht und das Verhalten der Tiere eine gewisse Missbildung, eine Ausgeburt von Gedanken des Menschen ist. Kehrt der Mensch zurück zum Vegetarismus, ernährt er sich von dem, was ihm die Mutter Erde schenkt, dann werden es mit der Zeit auch die Tiere tun.“

 

Das Symbol der Auferstehung des Lebens:

Das Kreuz ohne Korpus

 

Gesetzwidrigkeiten im Bereich der Kirche

 

Immer dann, wenn der Gottesgeist sehr ernst die Übelstände und die Gesetzwidrigkeiten im Bereich der Kirche im Licht der Wahrheit beleuchtete, wurde es mir sehr schwer, das Wort Gottes auszusprechen. Dann war auch mein Herz schwer. Denn wenn Gott z.B. gegen das Prunkwerk der katholischen Kirche sprach, gegen den übermäßigen Reichtum, gegen all diese Machenschaften, konnte ich vieles nicht verstehen; es war damals für mich unfassbar. – Heute ist das anders. Heute zeigen die katholische und lutherische Kirche selbst auf, wer sie wirklich sind. Damals hingegen musste ich etwas aussprechen, das ich nicht verstand. Ich musste es tun, es lag ja der Zwang der Prophetie auf mir.

 

Nicht Gottes Wille

 

Erst später erlebte ich mehr und mehr, dass die katholische und lutherische Kirche, ja, letztlich alles, was sich nach außen kehrt – mag die Kirche heißen, wie sie will –, nicht Gottes Wille ist. Denn Gott wohnt nicht in Kirchen aus Stein. Gott will nicht das äußere Schaugepränge. Gott will nicht den Zauber, den man um Ihn macht. Gott möchte aber auch nicht die sogenannten Kruzifixe, denn der ewige Vater hat Seinen Sohn auferstehen lassen! Christus hat die Erlösung gebracht. Das Symbol der Auferstehung des Lebens ist das Kreuz ohne Korpus. Wer das Symbol mit Korpus trägt, der will damit die „Niederlage“ des Herrn demonstrieren und will sich selbst erhöhen.

 

„Ich als Mensch habe das Prophetische Wort nicht gewollt …“

Der Prophet gibt Gott die Ehre,

nicht sich selbst.

 

Sein Werk

 

Nach nunmehr 36 Jahren kann ich sagen: Bis zum heutigen Tag hat sich alles erfüllt, was mir der Ewige gleich zu Beginn der Prophetischen Wortes nahegebracht hat. Sein Werk, das ich mit Seiner Kraft, mit Seiner Liebe, mit Seiner Weisheit und Größe errichten durfte, ist gewachsen und weltweit bekannt. Er sagte und erklärte mir immer wieder: Menschen kommen, Menschen gehen; Menschen verwerfen das Wort, Menschen nehmen das Wort an – und es wird Urchristen geben, die ihn als den Prophetischen Geist anerkennen und sich um den Prophetischen Geist scharen.

 

Ihm die Ehre

 

Wohlgemerkt: Sie scharen sich nicht um mich als Prophetin Gottes, sondern sie scharen sich um den Prophetischen Geist, um den Christus Gottes! Denn ich selbst war und bin ein schlichte Frau, die Ihm die Ehre gibt und nicht sich selbst.

 

Das Amt eines Propheten

 

Ich als Mensch habe das Prophetische Wort nicht gewollt, doch meine Seele trug es in sich. Ich als Mensch wollte in der Familie leben, einfach und schlicht. Ich als Mensch wollte meinen Sport betreiben, meine Geselligkeit leben, in der Verwandtschaft aufgehen. Ich als Mensch wollte nichts anderes als zurückgezogen in Frieden leben. Gerade das Gegenteil war mir jedoch vorausbestimmt und beschieden, denn der Auftrag des Prophetischen Wortes, das Amt eines Propheten, kommt nun mal von oben.

 

Der Prophet hat zuerst zu tun, was Gott will.

 

Das Prophetische besteht nicht darin, dass da ein Mensch ist, durch den plötzlich Gott spricht, sondern der Prophetische Geist, Gott, der Allmächtige, in Christus, Seinen Sohn, unserem Erlöser, wird zuerst den Propheten in die Schule nehmen, dass er alles lernt – vor allem tut! –, was er andere lehrt. Der Prophetische Geist spricht also nicht so ohne weiteres durch den Propheten – der Prophet hat zuerst zu tun, was Gott will. Was er aus dem Gesetz des Lebens an die Mitmenschen weitergibt – das muss der Prophet vorher selbst gelernt haben. Dann wird er sauber und ist ständig mit dem Prophetischen Strom, der der urchristliche Strom ist, verbunden.

 

Tausende Offenbarungen

 

In den ca. 36 Jahren flossen Tausende von Offenbarungen, und der Geist gab detailliert die Gesetzmäßigkeiten des Lebens, gab den Inneren Weg. Er lehrte, wie der Mensch sich verhalten soll, um dem Christus Gottes in seinem Inneren näherzukommen. Er lehrte, wie Christus ihn an die Hand nehmen kann, um ihn zum Vater zu führen.

 

Viele Jahre lang lehrte Er dieses mächtige Geschehen: „Christus in dir – Christus mit dir – und Christus mit dir zum Vater.“ So bildet sich mehr und mehr das Urchristentum heraus, wie vor 2000 Jahren.

 

Wer seine Seele reinigt,

wird dadurch nicht Prophet.

 

Amt von oben

 

Oft werde ich gefragt: Wird denn jeder Mensch Prophet, der die Reinigung seiner Seele vornimmt? – So ist es nicht. Der Prophetische Auftrag ist ein sogenanntes Amt, das von oben gegeben ist. Die Seele hat diesen Auftrag, dieses Prophetische Amt, aus den Himmeln mit auf die Erde genommen. – Es wird also nicht jeder Gott Zustrebende Prophet.

 

Gotteserfahrung

 

Doch ein Mensch, der sich reinigt, gewinnt nach und nach eine höhere Lebensqualität: Er spürt den Ewigen Geist. Er spürt in sich das Leben. Er gewinnt Gotteserfahrung: Ihm wird plötzlich von innen her bewusst, was er in einer Situation zu tun hat. Und wenn er das Erkannte an den Geboten Gottes misst, dann weiß er: es war Gottes Hinweis für ihn.

 

Weg zum kosmischen Bewusstsein

 

Wer auf dem Inneren Weg, dem Weg zum kosmischen Bewusstsein, etliche Schritte getan und zum Inneren Leben gefunden hat, erlebt Gott in vielen Situationen des Alltags. Er spürt die Führung Gottes. Er kann aus dem Herzen beten. Das Gebet ist kein Zwang mehr, sondern eine lebendige Kommunikation mit Christus, eine Erfüllung des Lebens. Er verneigt sich vor dem Großen Geist und ist im Herzen glücklich, Ihm so nahe zu sein.

 

Feine Impulse

 

Gotteserlebnisse gibt es dann in der Natur: Du spürst plötzlich, dass eine Pflanze sich vor deinem Innersten neigt. Und ein mächtiger Baum, der vom Wind geschüttelt wird, raunt dir zu: „Sieh, wie gefestigt  ich in der Mutter Erde bin! – Das sei auch du, gefestigt im Schöpfer!“ – Solche feinen Impulse kommen dann aus der Seele. Es ist die Liebe Gottes, Der sich dem zeigt und dem immer wieder Impulse gibt, der Seinen Willen tut.

 

Der göttliche Strom ist in jedem Menschen …

 

Der göttliche Strom ist in jedem Menschen, aber beim Propheten ist es Berufung, die von oben kommt. Die Berufung von oben ist ein geistiger Lichtkanal, der sich in der Seele und im Menschen für den ewigen Geist öffnet, der ihn fortan unermüdlich in Anspruch nimmt. Dazu bedarf es keines Trancezustandes oder sonstiger Vorkehrungen. Nein! Er spricht Sein Wort in dem Augenblick, in dem ich bitte: Herr, Dein Wille geschieht. – Und Sein Wille geschieht!

 

Eins geworden

 

Inzwischen ist es für mich fast eine Selbstverständlichkeit, dass sich der Mensch nicht mehr aufbäumt, dass der Mensch tut, was Gott will, und so kann ich jeden Augenblick Gottes Wort empfangen. Es bedarf keiner Zeremonie, es bedarf keines besonderen Sich-Hingebens, sondern des Eins-Seins mit Ihm. Das musste ich lernen, oftmals unter schwersten Bedingungen: eins zu werden mit Ihm, dem Gesetz des Universums, dem Ur-Strom der Unendlichkeit, dem Ewigen, der in allem Leben ist. So kann man sagen: Meine Seele ist eins geworden mit dem Ewigen, und der Mensch tut, was Gott will.

 

ENDE DES ZITATES

 

 

 

Noch viel ausführlicher und mit noch mehr Hintergrund hat die Prophetin Gottes, Gabriele, geschildert, was es bedeutet,

Prophet zu sein.

  

AUTO-BIOGRAPHIE

 

Die Gesandte 

des Christus Gottes,

Seine Prophetin der Jetztzeit

Gabriele

 

ISBN 978-3-89201-312-9

Gabriele Verlag DAS WORT GmbH

oder

im Buchhandel

 

Der Klappentext

 

„Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird Er euch in die ganze Wahrheit führen.“ So sprach Jesus von Nazareth von zweitausend Jahren.

 

Gabriele ist der lebende Beweis dafür, dass Gott sich auch heute, in unserer Zeit, nicht den Mund verbieten lässt. Denn der Freie Geist weht, wo Er will.

 

Sie ist der Beweis dafür, dass Gott, unser aller Vater, Seine Kinder liebt. Denn Er lässt uns nicht alleine – auch nicht in einer Zeit der Umwälzungen und Katastrophen, in die wir Menschen uns selbst hineinmanövriert haben.

 

Lesen Sie die Biographie einer Frau aus dem Volke, an die der Ruf Gottes erging, Ihm als Dolmetscherin Seines Wortes, als Prophetin zu dienen. Und sie nahm diesen Ruf an. Hundertprozentig. Bis heute.

 

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